Profi-Bildertank mit Wifi

Der „Jobo GigaVu extreme“ ist ein mobiler Bilderspeicher für Profis. Ein 3,7-Zoll-Bildschirm mit Histogramm/Spitzlichtanzeige, Wifi-Funktionalität und das Zusammenspiel mit Jobos Foto-GPS heben den Kartenleser/HD-Speicher von der Masse ab.

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Schnelle Bildertanks, auf die man unterwegs auf Knopfdruck den Inhalt seiner Speicherkarten verschieben kann, gibts inzwischen wie Sand am Meer. Mit dem Giga Vu extreme präsentiert die Deutsche Jobo jetzt aber weit mehr als eine Festplatte mit integriertem Kartenleser.

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Schirmblitz im Selbstbau

Eine Dose weisser Sprayfarbe, ein alter Regenschirm, ein Mikrofon- oder sonstiger Ständer und ein billiger Blitz – fertig ist die Schirm-Blitzanlage.

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Bei einem Kunden, der für viel Geld Porträts von seiner Tochter bestellt hat, würde ich mit dieser Ausrüstung nicht unbedingt auftauchen wollen. Aber für den Heim- und Familiengebrauch reicht ja wohl, was Keith Alan K von Shuttertalk am Wochenende als Schirmblitz-Anlage zusammengebastelt hat:

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„Nobelpreise“ für Fotografie

Der aktuelle Preisverleihungs-Marathon geht noch weiter: Am Montag, 15. Oktober, werden in New York die International Photography Awards verliehen – sozusagen die Nobelpreise oder vielleicht auch die Oscars für Profi- wie für Amateurfotografen.


Gewinner 2007 Nonprofessionals, Kategorie People:
Larry Louie, Edmonton, Kanada: Woman of Tibet

Fast alle Preisträger in den vielen Kategorien von Architektur bis zur Fine Art stehen fest und können mit ihren Arbeiten auf der Website von Photography Award angeschaut werden.
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Keine Gesichter in Googles Streetview in Europa

Google wird in seiner fotografischen 3D-Ansicht der Strassen Europas (Streetview) Passanten aus rechtlichen Gründen unkenntlich machen. Das verlangen die hiesigen Gesetze.

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Screenshot Google Streetview

Die Frage taucht immer wieder auf: Darf man fremde Leute auf offener Strasse fotografieren? Man darf – solange die Bilder ausschliesslich privaten Zwecken dienen. Für die kommerzielle Verwendung hingegen ist in der EU die schriftliche Einwilligung der Betroffenen nötig.

Das schafft Probleme für Google. Deren 3D-Fotoansicht der Strassen grosser Städte in den Google Maps namens „Streetview“ sind voll von Passanten, die unwissentlich von den Kamerafahrzeugen fotografiert wurden. Längst gibts im Netz ganze Sammlungen der peinlichsten Aufnahmen aus Streetview.

In Europa werde das nicht passieren, garantiert Google jetzt.

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Videos aus Fotos und umgekehrt

Kompaktkameras mit ihren Videofunktionen sind dem ernsthaften Fotografen meist ein Greuel. Doch manchmal kann es sinnvoll sein, aus einer Fotoreihe ein Video zu machen. Wie geht das?

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Wolken am Nachmittag… (Bild: W.D.Roth)

Wenn man mit seiner Kamera Serienbilder gemacht hat, kann man diese anschließend in einem Bildbetrachter wie ACDSee mit der Funktion „Diashow“ ansehen, um einen Zeitrafferfilm zu erzeugen. Weitergeben kann man so eine Diashow jedoch nicht vernünftig.

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„Schande für Russland“

Der Russische Kulturminister Alexander Sokolow hat 17 Werke russischer Künstler aus einer Ausstellung in Paris verbannt, darunter eine Fotografie der sibirischen „Blue Noses“, die zwei küssende russische Polizisten zeigt.

küssende russische Polizisten

Noch mehr Zensur, diesmal von gewohnt offizieller russischer Seite: Dass die Regierung Putin weder Spass noch Kunst versteht, hat sie bereits eindrücklich unter Beweis gestellt.

Jetzt zeigt sie zudem, dass sie keine Ahnung hat, wie PR funktioniert. Jedenfalls, wenn es dem russischen Kulturminister Alexander Sokolow mit seiner Zensuraktion tatsächlich darum gehen sollte, der Weltöffentlichkeit die insgesamt 17 aus einer Ausstellung in Paris „zurückgezogenen“ Werke vorzuenthalten. Mehr Aufsehen könnte er den Arbeiten, allen voran den „küssenden Polizisten – eine epoche der Nachsicht“ der sibirischen Künstlergruppe „Blue Noses“, kaum bescheren.

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„A day in a life“ – Serienfotos

Viele Bridge-Kameras haben eine zeitgesteuerte Serienbild-Funktion, um beispielsweise das Erblühen einer Blume aufnehmen zu können. Eine interessante Funktion mit Tücken.

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Ein Herbsttag, später Nachmittag… (Bild: W.D.Roth)

Bei Bridge-Kameras findet sich mitunter eine Funktion im Menü, mit der man beispielsweise alle 1 bis 99 Minuten ein Foto machen kann, und davon dann wiederum bis zu 99 Stück. Stellt man einen Rhythmus von 15 Minuten ein, kann man so 24 Stunden aufnehmen – einen ganzen Tag von Mitternacht bis Mitternacht.

Tückisch kann dabei so einiges sein. Zunächst einmal saufen manche jener Kameras wie die Löcher, die von mir benutzte Minolta 7Hi zeigte beispielsweise eigentlich ständig eine Batteriewarnung. Diese 24 Stunden aus einem Batteriesatz zu betreiben, klingt anspruchsvoll. Doch dieses Problem stellte sich als harmlos heraus: Der Akkusatz hielt!

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Insektenauge-Fotografie

Interessantes Konzept aus dem Hause Adobe/Stanford Universität: Ein Objektiv mit 19 Linsen, welches ein Bild wie ein Insektenauge aus 19 verschiedenen Winkeln aufnimmt. Es erlaubt beinahe beliebige Fokus-Korrekturen und 3D-Bilder im digitalen Labor.

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Aus dem Video, siehe Link am Beitragsende (© audioblog.fr)

Update: Die Technik nennt sich Light Field Photography, die benötigte Kamera ist eine Plenoptic Camera. Ein äusserst anschauliches Erklärungsvideo des Teams der Stanford-Uni, die das System entwickelt hat, findet sich hier .

Die Insektenaugen-Linse hat Dave Story, Vizepräsident interactive Design bei Adobe, kürzlich französischen Journalisten vorgestellt. In Zusammenarbeit mit einem Filter in Photoshop, demonstriert Story im Video des französischen Audioblog, kann mit solchen Bildern nicht nur ein 3D-Bild berechnet werden: zugleich kann der Aufnahmewinkel einer Fotografie nachträglich verändert, aber auch der Fokus verschoben werden. Das eröffnet ungeahnte Optionen:

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Dianas Neuauflage: Von Lomo

Lomo, selber eine Ikone des Lowend-Foto-Kults, legt eine Legende aus den 60er Jahren neu auf. Die Diana, eine ultrasimple Plastik-Kamera, die ursprünglich aus HongKong stammte.

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Sie erkennt weder Gesichter noch ein Lächeln, sie hat noch nicht mal einen Autofokus; der Fotograf kann aus zwei Verschlusszeiten und drei Blenden wählen und irgendeinen Bildteil mehr oder weniger scharf stellen: Die „Diana“-Plastikkamera, anfangs der sechziger Jahre von der „Great Wall Plastic Factory“ in Hongkong produziert, feiert ein Comneback – dank Lomo.

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Anton Corbijn: „Wir gehen unter in einer Flut sinnloser Bilder“

Im Interview mit Entertainment Weekly bezeichnet Anton Corbijn die Digitaltechnik als das Ende des Abenteuers Fotografie. Und er gesteht, dass für ikonenhafte Bilder keine tiefe Beziehung zwischen Fotograf und Modell bestehen muss.

ImageEr hat sie alle fotografiert: Von David Bowie über Curt Cobain, Johnny Cash bis hin zu Bon Jovi, Bruce Springsteen und James Last.

Trotzdem hält Anton Corbijn, dessen erster Film „Control“ grade anläuft, die Bezeichnung „Rockfotograf“ für eine Beleidigung: „Es ist so einfach, einem eine Ettikette zu verpassen.“

Aber er liebt Musik, und er liebt Vynil – nicht nur, weil die alten Schallplatten noch grossflächige Cover erlaubten, und die „kleinen Umschläge der CDs ganz einfach langweilig sind“.

Es ist die gleiche Geschichte wie digitale Fotografie im Vergleich zu Film. Film ist besser, aber alle denken, es sei hipper, digital zu fotografieren und halten sich gleich für Künstler. Das ist wie die Kameras in den Mobiltelefonen. Wir gehen unter in einer Flut sinnloser Bilder.

Corbijn erklärt auch, was er an Digitalfotografie nicht mag (eine Aussage, die ich von Profifotografen mehrfach gehört habe:)

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