Der erste Jahrgang der Ostkreuzschule

„Wie ticken junge Fotografen?“ Auf der Suche nach Antworten auf diese Frage kommen wir an der Berliner Ostkreuzschule einen Schritt weiter. Der erste Absolventenjahrgang zeigt seine Abschlussarbeiten – im Netz und in einer Ausstellung.


Tobias Kruse: The Parting – Portrait of a Graduate Class

„Nie wieder ist die Hoffnung so groß, steht die Zukunft so offen. Wenn die Schule vorbei ist, tritt man hinaus aus der Gemeinschaft in ein neues Leben.“

Tobias Kruse fotografierte eine Abiturientenklasse. Er streift damit die eigene Situation der Ostkreuz-Absolventen selbst, die nur eine Stufe weiter sind und sich vor einem weiteren neuen Leben sehen.

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Jeff Wall im Berliner Guggenheim

Der kanadische Fotografe Jeff Wall gastiert im deutschen Guggenheim mit einer Ausstellung: „Belichtung“ heißt sie.


Jeff Wall: Cold storage, Vancouver, 2007

Die Ausstellung wurde von Jeff Wall speziell für das Deutsche Guggenheim zusammengestellt. Sie zeigt erstmals vier neue großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien aus diesem Jahr – eines davon zeigen wir oben. Zusammen mit diesen Bildern werden fünf Arbeiten früheren Datums präsentiert – Silbergelatineabzüge sowie Großbilddias in Leuchtkästen –, die sowohl formale als auch thematische Parallelen aufweisen.

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Candida Höfer / Simone Demandt Das Geheimnis der Schränke

Candida Höfer und Simone Demandt im Museum der Universität Tübingen: „auf/zu – Der Schrank in den Wissenschaften“.

Ausstellung auf/zu Simone Demandt
Simone Demandt: Sammlung Zahnmedizin, Ausstellung auf/zu, Uni Tübingen

Die Becher-Schülerin Candida Höfer ist für ihre Serien mit Innenaufnahmen berühmt geworden. Sie fotografiert sie ganz im Sinne ihres Lehrers ohne jegliche Emotion, fast wissenschaftlich objektivierend. Eines ihrer jüngsten Projekte waren Bibliotheken – daraus ist ein Bildband entstanden.

Im Weimar zeigt Candida Höfer in einer weiteren Ausstellung derzeit ihre „Weimarer Räume“: Neues Museum Weimar, Am Weimarplatz, bis 17. Februar 2008 – Kunstsammlungen Weimar.

Gemeinsam mit Simone Demandt setzte Höfer die Schränke der Universität Tübingen in Szene: Schauvitrinen und Hängeregistraturen, Kühlschränke, Aktenablagen oder Kartenbehälter. Simone Demandt lebt in Baden-Baden und hat an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim einen Lehrauftrag für Fotografie.

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3D-Modelle aus Urlaubsfotos Knipsen für die Wissenschaft

Aus den Milliarden-Bildbeständen von Flickr und Co konstruieren wissenschafter 3D-Modelle von Sehenswürdigkeiten. Langfristig soll mit der Methode der Uni Washington die ganze Welt rekonstruiert werden.

Freiheitsstatue 3D Modell
3D-Freiheitsstatue, konstruiert aus Touristenfotos. Michael Gösele, TU Darmstadt

Auch wer ziemlich gedankenlos Freiheitsstatue, Eiffelturm oder Pyramiden fotografiert, leistet jetzt einen Beitrag zur Wissenschaft – sofern er seine Bilder richtig tagged und auf Flickr & Co hochlädt.

Die Uni Washington hat gemäss ihrem Pressedienst ein Verfahren entwickelt, mit dem aus den Urlaubsfotos dreidimensionale Modelle der Sehenswürdigkeiten konstruiert werden können. Dabei ist die Menge der Fotos eine kritische Grösse – aber die ist auf Flickr vorhanden:

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Olympus E-510 Komplett-Kit Kamera, Objektive, Tasche und Blitzgerät

Wer im Four-Thirds-System fotografiert, wie es die Olympus-E-Serie nutzt, braucht neue Objektive – seine alten Kleinbildlinsen sind hier nicht mehr gefragt. Naheliegend, mit der neuen Kamera dann auch gleich einen Objektivsatz anzuschaffen.

E-510-Reportage-Pro-Kit
Olympus E-510 Reportage Pro Kit (Bild: Olympus)

Ab sofort bietet Olympus auch für die E-410 und die E-510 die schon von der E-330 bekannten Komplettlösungen. Jedes Kit ist mit einer E-410 (Taucher-Kit – ein Unterwassergehäuse gibt es nur für diese) oder E-510 ausgestattet. Hinzu kommen Blitzgeräte (außer Nature-Kit), Objektive und eine Tasche (außer Taucher-Kit). Aufgrund des Four Thirds Standards lassen sich alle Kits auch herstellerübergreifend erweitern.

Irritierend sind allerdings insbesondere bei den teureren Kits mit vielen Objektiven deutliche Preissteigerungen gegenüber den E-330-Kits, und dies, wo die E-330 doch im Listenpreis auch heute noch gut 150 Euro über der E-510 und 250 Euro über der E-410 liegt. Während die E-330-Kits am Ende einen Rabatt von bis zu 25% gegenüber dem Einzelkauf der Komponenten bieten, womit sich doch so mancher tatsächlich zum sofortigen Kauf einer 5000-Euro-Ausrüstung durchrang, ist dieser Rabatt bei den neuen Kits offensichtlich verschwunden.

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Test Colorvision Spyder2express II/II: Ein Mausklick zur Kalibrierung

Monitorkalibration für Anfänger: Das Komplett-Paket Spyder2express von Colorvision macht die Farbkorrektur des Bildschirms zum Kinderspiel.

Zum Teil I: Das Spyder2express-Paket

Spyder 2 express auf Notebook LCD
Uff! – das Spyder 2 Kolorimeter passt grad noch auf den Notebook-Bildschirm – dafür säufts auf dem Dell 24 Zoll fast ab… (Bild PS)

Seien wir ehrlich: Es sind ein paar Klicks mehr als einer – jedenfalls bei der ersten Anwendung des Kalibrierungspakets von Colorvision. Dennoch lautet das Fazit nach zwei Durchgängen an zwei Rechnern: Simpel, bequem und hoffentlich akkurat, die Dienste des Spyder 2 express.

Dieses äusserst preiswerte Set aus Software und Kolorimeter (Listenpreis Europa: 85 Euro – Strassenpreis USA 65$) ist jedenfalls bestens geeignet, Amateuren mit steigenden Ansprüchen die Furcht vor dem Sprung ins Farbmanagement zu nehmen. Die Anwendung ist denkbar simpel:

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Adventures Of Mr. Fly: Die andere Makrofotografie

„Adventures of Mr. Fly“ nennt der Belgier Nicholas Hendrickx seine Serie von Fliegen-Fotos mit kunstvoll gebastelten Accessoires. Makro-Fotografie der anderen Art.

Fliege auf Skateboard - Minor Air von Nicholas Hendrickx
‚Minor Air‘, aus ‚Adventures of Mr. Fly‘, © Nicholas Hendrickx Nicholas Hendrickx

Die Fliege, behauptet Nicholas, sei nicht tot. Und Photoshop sei bei den Bildern von „Gerald“ nur für leichte Korrekturen der Objektiv-Vignettierung zum Einsatz gekommen.

Ob man dem Belgier alles glauben soll, was er erzählt, bleibt fraglich. Dass seine Bilder dank des liebevoll gebastelten Zubehörs für sein „Modell“ und der sorgfältigen Inszenierung mehr als nur Scherzwirkung erzielen, ist hingegen wohl unbestreitbar:

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Test Colorvision Spyder2express I/II: Monitorkalibration, Version light

Monitorkalibration für Anfänger: Das Komplett-Paket Spyder2express von Colorvision macht die Farbkorrektur des Bildschirms zum Kinderspiel.

Zum Praxistest: Ein Mausklick zur Kalibrierung

Colorvision Spyder2express Colorimeter
Das Colorimeter im preiswertesten Colorvision-Kalibrierungspaket Spyder2express: Da hängt er nun und misst… (© Blogwerk)

Eigentlich will man das Leben ja einfach halten, und die Fotografie sowieso – aber irgendwann lernt man etwas dazu, und schon ist mehr Literatur, mehr Zubehör und mehr Fachwissen nötig.

Mir gings so, als ich endlich kapiert habe, dass RAW mir nicht nur Speicher auf den Memorychips klaut, sondern einen hervorragenden Ausweg aus meinen mittelmässigen Belichtungskünsten bietet.

Und jetzt ist eben das Farbmanagement dran. Das ist ein sehr grosses Wort, zumal wir hier nur von der Kalibrierung des Monitors reden. Aber die gehört nicht nur zum Farbmanagement – sie ist der wichtigste Schritt überhaupt. Den macht das (hier in den USA ganz speziell) preiswerte Gesamtpaket Spyder2express von Colorvision, das allerdings genau einen Monitor auf Standardwerte kalibriert, zum Kinderspiel.

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„Kontaktabzüge“: John Baldessari/Georges Rousse

John Baldessari und Georges Rousse kommen in der Dokureihe „Kontaktabzüge“ auf Arte TV zu Wort.

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New York City (Bild: Arte France / John Baldessari)

„Kontaktabzüge“ – das waren im teuren Analogfotozeitalter unvergrößerte Probeabzüge, um vorab zu bestimmen, welche Bilder es wert waren, überhaupt vergrößert zu werden. Damit waren sie auch so etwas wie das persönliche Tagebuch der Fotografen.

Die 2002 entstandenene französische Dokumentationsreihe „Kontaktabzüge“ nimmt die Bilder und die Arbeitsweisen bekannter Fotografen der Gegenwart unter die Lupe – kommentiert von den Fotografen selbst. Am Sonntag: Der Amerikaner John Baldessari und der Franzose Georges Rousse.

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