„Wälder der Erde“: Landschaft, unberührt

Am 6. Januar beendet die Fondation Beyeler in Basel-Riehen die Ausstellung „Wälder der Erde“. Ein Last-Minute-Besuch lohnt sich: Zu sehen gibt’s unter anderem Originale von Ansel Adams oder Edward Weston. Die Ausstellung wird im März im Schweizer Locarno wieder eröffnet; Rom, Hamburg und Bonn stehen auf der Reiseliste.

Regenwald Borneo Klima Wälder der Erde Umwelt Günter Ziesler
Tropischer Regenwald, Sabah/Borneo (© Günter Ziesler)

Die Ausstellung der will nicht nur schöne Wald- und Landschaftsaufnahmen zeigen, sondern auch die Schutzbedürftigkeit der bedrohten Natur vor Augen führen. Hinter der Ausstellung steht die Stiftung Wald-Klima-Umwelt, die ein fotografisches Inventar der Wälder der Erde in ihrem ursprünglichen, unberührten Zustand erstellen will.

Regenwald Malaysia © Hans Strand
Regenwald, Malaysia 1996 (© Hans Strand)

Den Bildern der Ausstellung ist denn auch gemein, dass nirgends irgendwelche Zeichen der Zivilisation zu sehen sind. Es handelt sich laut Heinrich Gohl, Stiftungsgründer, Fotograf und Urheber eines Grossteils der Fotos um „Wälder, wie sie auch vor zehntausend Jahren ausgesehen haben dürften.“ Etliche der Aufnahmen stammen von weltberühmten Fotografen:

„Wälder der Erde“ bietet ein spektakuläres Porträt der Bäume und Wälder unseres Planeten in 100 zumeist grossformatigen Fotografien. Die Ausstellung will nicht nur vordergründig gefallen, sondern auch aufrütteln und auf den dringenden Schutz einer der wichtigsten Grundlagen unserer Existenz aufmerksam machen. Die Ausstellung versammelt einzigartige Werke aus aller Welt, die in ihrer visuellen Aussagekraft die höchsten Ansprüche an das Medium der Fotografie erfüllen. Zu sehen sind Bilder von Ansel Adams, Edward Weston, Ernst Haas, Frans Lanting und zahlreichen weiteren Fotografen, die in namhaften internationalen Museen und Sammlungen vertreten sind.

Begleitend zu Ausstellung ist ein Katalog mit den gezeigten Exponaten und Textbeiträgen von Autoren aus Kunst, Fotografie und Literatur erschienen. Heinrich Gohl ist vom Erfolg der Ausstellung begeistert: „Wir haben mit 1000 verkauften Katalogen gerechnet und am Ende 5000 abgesetzt.“

Heinrich Gohl Grannenkiefer Sierra Nevada
Grannenkiefer, Sierra Nevada, CA / USA, Juli 1997 (© Heinrich Gohl)

Wer es bis 6. Januar nicht schafft: die Ausstellung soll weiterwandern und in Museen in Europa, Amerika, Afrika und Asien gezeigt werden. Gohl: „In Deutschland stehen wir in den Schlussverhandlungen für Hamburg.“ In der Hansestadt bestehen gute Chancen, dass sich Bürgermeister Ole von Beust für die Ausstellung stark macht: Hamburg soll ja nach seinen Absichten zur „Klimahauptstadt Europas“ werden.

Fondation Beyeler, Basel-Riehen, bis 6. Januar 2008, 10 bis 18 Uhr

Nächste Stationen: Locarno, Schweiz: ab 7. März. Danach (voraussichtlich) in Rom, Hamburg, Graz und Bonn.

Fondation Beyeler

Stiftung „Wald-Klima-Umwelt“

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