Das Nasen-Problem: Fokus bei Porträtaufnahmen

4 Kommentare
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    Peter Sennhauser sagte:

    Tim, Wachergeist: In diesem Beispiel sind meine Probleme wohl mit der überlangen Brennweite zu erklären. 300mm (200mm real) sind halt nicht grade das, was man für ein Portrait benutzen würde – und auf die grosse Nähe führt das zu extrem niedriger Schärfentiefe. Mit Yoda hab ich das natürlich zu Demozwecken auf die Spitze getrieben.

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      Karl Mertens sagte:

      Du weißt, dass der Cropfaktor keinen Einfluß auf die Bildwirkung hat, sondern eher mit dem Ausstechen des Mittleren einer Pizza vergleichbar ist? Die Schinkenstücke liegen dann immer noch da wo sie vorher auch lagen nur dein Stück von der Pizza ist kleiner. ;)

      Ein 200er bleibt ein 200er bleibt ein 200er. Auch an einer Cropkamera.

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    tim sagte:

    Kann ich mir jetzt auch nicht erklären – die oben beschriebene 1/3 + 2/3-Regel gilt ja und eigentlich sollte alles scharf sein , wenn man auf dem vorderen Auge scharfstellt. Mögliche Fehlerquelle: scharfstellen, Entfernung speichern und dann noch nachträglich den Bildausschnitt verändern.

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    awokenMIND sagte:

    Je nach Aufnahmeabstand und Brennweite variiert natürlich noch der Bereich der Schärfentiefe, so dass es eigentlich bei Portraitshootings immer ratsam ist, sich das Ausmaß der Schärfentiefe einmal vor Augen zu halten. Schnell ist es passiert, dass man dichter herangeht oder aber heranzoomt und somit die Schärfentiefe vergrößert oder verkleinert. Dann ist auf einmal doch nur 1 Auge scharf und der toll eingefangene Moment ist technisch eher schlecht umgesetzt.

    Mit einem Schärfentieferechner lässt sich der Bereich schnell ausrechnen, so dass man Gefahren direkt erkennen und Blende/Brennweite anpassen kann. Wenn ich genau weiß, dass sich im Moment die Schärfentiefe in einem Bereich von 1,5cm abspielt, ist mir bewusst, dass bei Fokussierung auf das Auge definitiv die Nase unscharf sein wird und evtl. sogar das entsprechend andere Auge. Mit dem Schärfentieferechner kann man sich also auch entsprechend andersherum zu einem gewünschten Schärfentiefeausmaß die nötige Blende suchen. Schärfentieferechner gibt es auch für Handys, was den Einsatz natürlich extrem mobilisiert. Außerdem hilft es manchmal sogar, bewusst auf die Nase (im oberen Bereich des Nasenrückens, nicht die Nasenspitze) zu fokussieren, da sich die Schärfentiefe in etwa zu 1/3 VOR und zu 2/3 NACH dem Fokuspunkt ausbreitet. Also beim Fokussieren auf die Nase auch das vordere UND das hintere Auge mit scharf wird.

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