Gerhard Vormwald:Das zweite Gesicht der Dinge

Im Kölner Forum für Fotografie zu sehen: Gerhard Vormwald ab 17. April – Arbeiten mit Fotografien seit 1985.

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Gerhard Vormwald: Wassergitter, Düsseldorf 2002

Der Düsseldorfer Professor für Fotografie will uns das „zweite Gesicht der Dinge“ zeigen – ihre Beziehungen untereinander und im Raum, scheinbar schwerelos manchmal und oft irritierend. „Die Autonomie der Dinge“ – so lautet der Titel der Ausstellung – und das soll uns vorgaukeln, dass die Dinge ein Eigenleben führen.

„Nahrungs- und Genussmittelmonumente“ will Gerhard Vormwald erschaffen. „Zigarettenstädte“ kommen dabei manchmal auch heraus:

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Gerhard Vormwald: Zigarettenstadt, Paris 1989

„Ich mache meine Bilder und meine Bilder machen mich“, ist ein Leitsatz Gerhard Vormwalds. Über seine Arbeit mit den „Dingen“ sagt er:

«Seit Jahren geistern durch meine fotografischen Arbeiten, welche sich in verschiedenen Werkgruppen mit dem Thema Nahrungs- und Genussmittel auseinandersetzen, immer wieder Kartoffeln, Kippen, Kerzen, sowie Weinflaschen und Gläser.
Diese an und für sich banalen Dinge habe ich auf Grund täglich erlebter Konfrontation mit ihnen zu meinen Zeichen erklärt. In absichtsloser, spontaner Vorgehensweise habe ich versucht, mit einfachen Mitteln die Autonomie der Dinge in ihren seltsamen Bezugsverhältnissen zueinander und im Raum zu ergründen.In einer ruhigen, fast meditativen Arbeitsatmosphäre habe ich den Dingen die Gelegenheit gegeben, ihr zweites Gesicht zu entbergen. Dadurch wird unser Wissen über sie, sowie das uns vertraute Wesen ihres Zuhanden-Seins in Zweifel gestellt.«

Gerhard Vormwald hat zwar eigene Webseiten, aber da wird noch der Kalender von 2003 als „jetzt erhältlich“ angepriesen. Wahre Kunst ist zum Glück ja weitgehend zeitlos und Ihr könnt Euch dort einige seiner Arbeiten ansehen – vom Frühwerk bis 2003 halt. Die neueren Bilder dann Im Forum für Fotografie

Gerhard Vormwald, geboren 1948 in Heidelberg. studierte an der Freien Akademie Mannheim Kunst. Ab 1984 parallel zur Fotografie, Wiederaufnahme von malerischen und zeichnerischen Tätigkeiten. 1988 Eröffnung des Landateliers «Le Couéche« bei Paris. Ab 1990 Ausstieg aus der professionellen Fotografie. Neben fotografischen Arbeiten entsteht Malerei, Druckgrafik, Objekt und Text. Ab 1991 Einbezug von digitalen Medien in Bildkonzepte. Ab 1999 Professor für Fotografie an der Fachhochschule Düsseldorf. Vormwald lebt in Düsseldorf, Paris und auf seinem Landatelier «Le Couéche«.

Gerhard Vormwald: Die Autonomie der Dinge

Forum für Fotografie Köln, bis 1. Juni.
Schönhauser Strasse 8, 50968 Köln
Geöffnet Mi-Fr 14-18 Uhr; Sa 12-18 Uhr; So 12-16 Uhr

Forum für Fotografie
Gerhard Vormwald

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