Rekord-Auktionen bei Christie’s: Auf dem Foto-Markt rollt der Rubel

Eins, zwei … meins: Der Rubel rollt bei der Versteigerung von Meisterwerken der Fotogeschichte. Das Auktionshaus Christie’s meldet neue Rekorderlöse.

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Ansel Adams: Clearing Winter Storm, Yosemite Valley, 1944 – Erbrachte 481.000 Dollar (304.000 Euro), Courtesy Christie’s

In fünf Auktionen wurden an zwei Tagen rund 17,6 Millionen US-Dollar oder 11,1 Millionen Euro erzielt. Nach Angaben von Christie’s ist dies das weltweit höchste Ergebnis bisher.

Christie’s wurde von den Preisentwicklungen selber überrascht. Erwartet wurde für diese fünf Auktionen in New York ein Gesamterlös von knapp unter 15 Millionen US-Dollar. „Der Markt wurde in neue Dimensionen gehoben“, sagt Philippe Garner, bei Christie’s verantwortlich für internationale Fotografie. Weitere Super-Preiserzieler:

Versteigert wurde zum Beispiel eine Sammlung von Bildern Ansel Adams, darunter Abzüge der berühmtesten Bilder wie „Clearing Storm“ oder „Aspens, New Mexico“. Da lieferten sich vor allem Bieter aus den USA eine wahre Schlacht und die ganze Sammlung ging schließlich für knapp 4,7 Millionen Dollar weg statt der erwarteten zwei bis drei Millionen.

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Henri Cartier-Bresson: Hyeres, France, 1932

Weiter im Angebot: zum Beispiel Helmut Newtons „Sie kommen (Naked and Dressed), Paris 1981“ – verkauft für 241.000 Dollar. Für Henri Cartier-Bresson meldet Christie’s einen Weltrekord: 265.000 Dollar wurden für einen Abzug von „Hyeres, France, 1932“ bezahlt. Weltrekorde gab’s auch für Bilder von Irving Penn, der dieses Jahr 90 wird, oder für Robert Mapplethorpe.

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Diane Arbus: Kind mit Spielzeug-Handgranate im Central Park, N.Y.C.1962

Eine Sammlung mit Bildern von Diane Arbus ging für 1,37 Millionen über den Auktionstisch – auch hier mit dabei die berühmtesten Bilder. Und auch hier ein finanzielles Rekordergebnis.

Im Mai geht der Handel fröhlich weiter. Auf dem Programm steht eine Sammlung japanischer Fotografie der Nachkriegszeit bis heute. Weiter gibt’s 23 Vintage-Prints von André Kertész zu erwerben, dazu Bilder von László Moholy-Nagy und Brett Weston, dem Sohn von Edward.

Wer schon immer einen Ansel Adams besitzen wollte, sollte sich den 15. Mai in London rot im Terminkalender anstreichen. Da kommt ein weiterer berühmter Abzug von ihm unter den Hammer: „Moonrise, Hernandez“. Erwarteter Erlös zwischen 20.000 und 30.000 Pfund. Vermutlich mit viel Luft nach oben. Na dann, viel Erfolg.

Christie’s

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