Jewgeni Chaldej: Der Capa Russlands

6 Kommentare
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    Peter Sennhauser sagte:

    @ Lappen: Wer Inhaltliche Fälschung mit „Bildretusche“ gleichsetzt, hat nicht verstanden, wie sehr sich solche Fälschungen zu politischen Zwecken missbrauchen lassen – und wer Parolen ruft, sollte sich darauf verlassen können, nicht von seinen Anführern mit gefälschten Bildern die „Beweise“ für den Gang der Welt untergejubelt gekriegt zu haben.

    Aus der Sicht eines Fotojournalisten darf es keine Rechtfertigung für inhaltliche Veränderungen geben, Punkt.

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    Lappen? sagte:

    Nach über 20 Millionen Toten sollten wir den Sowjets schon den „Spass“ erlauben, sich ihren blutig erungenen Triumph mit ein paar „Verschönerungen“ zu feiern. Letztlich zeigt das Originalbild und dieveränderten Versionen das gleiche.

    Undwas die unterstellten Plünderunfen anbgeht: Nazis und Mitläufer können froh sein, dass ihnen oft nur die Uhren und Ähnliches abgenommen wurden! Bei aller Barberei im Krieg sollte doch nicht der Verursacher, nämlich das „Deutsche Reich“, die Nazis und deren Mitläufer (ohne die die Nazis lange nicht die Macht gehabt hätten, die sie hatten) nicht vergessen werden!
    Wer sich über retuschierte Bilder aufregt, hat den Kern der Bedeutung dieses Bildes nicht verstanden oder verschleiert ihn mit Absicht! Also:

    Nie wieder Faschismus!

    Nie wieder Krieg!

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    Peter Sennhauser sagte:

    …wobei dem vielleicht das Bollwerk der amerikanischen Heroismus-Propaganda entegegenzusetzen wäre, indem das berühmteste Bild aus dem Pazifischen Kriegsgebiet, die Hissung der Flagge auf dem Berg von Iwo Jima, insgesamt faktisch ein gestelltes Bild (die zweite Flagge) war und der Zirkus, der später um die angeblich Beteiligten gemacht wurde, nichts anderem als dem Verkauf von Warbonds diente.
    Oder dass Capas fallender Soldat im Spanischen Bürgerkrieg bis heute umstritten ist.
    Fazit: Fotografie wird immer eine frag-würdige Rolle spielen, wenn sie den Interessen einer Partei dienen kann. Ob das dem Fotografen anzulasten ist (was beispielsweise bei den Sowjets doch eher angezweifelt werden darf, wo Trozki und Co. Jahre später aus Fotos wegretouschiert wurden), ist nochmals ein eigener Diskussionspunkt.

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    Peter Kersen sagte:

    Schade dass in diesem Artikel nicht erwähnt wird wie sehr Jewgeni Chaldej an dem Bild „Sowjetische Flagge“ herumretuschierte. Das unretuschierte Original wurde übrigens im aktuellen Spiegel abgedruckt. Einer der Soltaten trug zwei Armbanduhren (ein Hinweis auf Plüderungen), desweiteren wurde der Rauch nachträglich eingefügt und auch die Fahne war eher ein jämmerlich herab hängender Lappen.
    Es handel sich also um ein Bollwerk sowjetischer Propaganda. Bleibt nur zu hoffen dass bei den anderen seiner Bilder nicht ähnlich vorgegangen wurde.

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  1. […] Chaldei´s Foto von dem russischen Soldaten, der im zerstörten Berlin 1945 die sowjetische Flagge auf dem Reichstag hisst (es sollte sich im […]

  2. […] Bilder dieser Qualität sind zum Beispiel die Hissung der Sowjetflagge auf dem Berliner Reichstag 1945 , der Kniefall von Willy Brandt in Warschau 1970, der Tod des Studenten Benno Ohnesorg oder der von […]

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