Rencontres d’Arles 2008: Seltene Vögel in der Provence

Die Rencontres d’Arles 2008 startet jetzt mit der Eröffnungswoche von 8. bis 13. Juli. Die Ausstellungen sind aber noch bis 14. September zu sehen – und allemal einen Trip im vielleicht anstehenden Urlaub wert.

Seltene Vögel: Logo der Rencontres d'Arles 2008
Seltene Vögel in der Provence: Logo der Rencontres d’Arles 2008

Die Rencontres suchen sich alle zwei Jahre einen Gastkurator und haben sich 2008 den Modeschöpfer Christian Lacroix ausgewählt – auch einer der „seltenen Vögel“, wie Rencontres-Präsident Francois Barré bemerkt. Lacroix‘ Fotografen-Auswahl ist freilich keine Modenschau geworden, sondern zeigt deren subjektive Versionen vom Leben: „von Identität, Anwesenheit, Abwesenheit, Leben, Leere, von gestern, jetzt, hier und anderswo“, wie Christian Lacroix selbst erzählt.

Lacroix, Jahrgang 1951, stammt aus der Provence und verbrachte einen Großteil seiner Kindheit und Jugend bei den Großeltern in Arles. Er studierte zuerst Französisch und wollte dann eigentlich Museumskurator werden. 1987 trat er in Paris mit seiner ersten Haute Couture-Kollektion an die Öffentlichkeit, Start zur neuen Karriere.

Achinto Bhadra, Indien: Beschützt durch die Burkha –
Achinto Bhadra, Indien: Beschützt durch die Burkha – „Weil … ich fürchte mich vor dem, was passieren wird, wenn die Leute wissen, was ich durchgemacht habe und weil ich eine Muslima bin“

Sein Engagement als Gastkurator brachte Christian Lacroix wieder in Kontakt mit seiner Kindheit in der Stadt, von der es heißt: die Stadt, in der man die Dinge trotzdem tut. Die Zeit war gekommen, zu den Wurzeln zurückzugehen, sagt Lacroix: „Ich wollte, dass die Auswahl der Ausstellungen ein Schnappschuss meiner Erinnerungen wird, von der Vergangenheit bis heute.“

Charles Fréger: Grande escorte royale, Belgique, Série Empire, 2004/2006
Charles Fréger: Grande escorte royale, Belgique, Série Empire, 2004/2006

Die Auswahl der Fotografen umfasst bekannte wie Richard Avedon, Charles Fréger, Peter Lindbergh oder Vanessa Winship. Die weniger bekannten Leute wie Achinto Badra aus Indien, Samuel Fosso aus Zentralafrika oder Tim Walker aus Großbritannien sind nicht weniger sehenswert. Sie werden alle auf den Webseiten der Rencontres vorgestellt mit weiterführenden Links auf ihre eigenen Seiten, soweit vorhanden.

Joachim Schmid: No.832, Berlin, April 2004
Joachim Schmid: No.832, Berlin, April 2004

Einen Überblick über das kaum überschaubare Gesamtprogramm mit den Ausstellungen und den vielen anderen Events können wir hier nicht geben. Den bekommt ihr, wenn ihr euch durch die Website der Rencontres wühlt, die es auch in einer englischen Version gibt. Die eine oder andere Ausstellung wird uns aber noch einen Hinweis wert sein.

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