Olympische Spiele in Peking: Keine dicken Kameras erlaubt

Die Wellen der Empörung schlagen bereits hoch, doch wirklich unerwartet ist es nicht: Normale Besucher der olympischen Spiele dürfen keine größeren Kamerausrüstungen in die Stadien bringen.


Ein Polizist wehrt einen Fotografen an einem Checkpoint beim Tiananmen-Platz ab. (Keystone / AP / Ng Han Guan)
Ein Polizist wehrt einen Fotografen an einem Checkpoint beim Tiananmen-Platz ab. (Keystone / AP / Ng Han Guan)

Ein wichtiger Hnweis für die zahlreichen unserer Leser, die schon im Flieger nach Peking sitzen, um die Olympischen Spiele 2008 vor Ort live und in Farbe zu erleben und nur noch über WLAN schnell als Letztes fokussiert.com lesen, bevor sie ihren Notebook zum Start abschalten müssen:

Neben zumindest bei Fußballfans unentbehrlichem Zubehör wie Gewehren, Handgranaten und Schießpulver, Funkgeräten, Megaphonen, Pfeifen und Trommeln sowie Sportgeräten (!) dürfen Besucher der Olympischen Spiele 2008 in Peking auch keine „professionellen Fotoausrüstungen“ mit in die Stadien bringen.

Die Sportler dürfen natürlich durchaus Sportausrüstungen mitbringen und als Pressefotografen zugelassene Journalisten ihre Ausrüstungen ebenfalls. Es geht nur um die normalen Zuschauer.

Kaum daß die Webzensur reduziert wurde, protestieren Blogs nun gegen diese Fotozensur. Wobei es keine feste Definition von „professionellem Fotoequipment“ seitens der Chinesen gibt – vermutlich ist eine kleine Taschenknipse unproblematisch, eine DSLR mit Teleobjektiv gibt dagegen Ärger.

Allerdings gibt es dafür in Peking nicht wie 2004 in Athen Verbote, Turnschuhe bestimter Marken zu tragen – man kann sogar billige Fälschungen von Markenturnschuhen im Stadion tragen, muß diese nur bei der Rückreise nach Europa am Zoll abgeben.

Angesichts der Tatsache, daß man auf normalen Veranstaltungen wie beispielsweise Rockkonzerten ohne Presseausweis auch nicht so einfach mit einer Fotoausrüstung anrücken kann, dürfte Aufregung hier allerdings fehl am Platze sein und auch die anwesenden Foto-Profis würden es wohl wenig schätzen, wenn stattdessen massenhaft Gratis-Bilder von Flickr ihren Weg in die Zeitungen fänden.

Aber bevor jemand nun rein zufällig seine Ausrüstungs samt Stativ nach Peking schleppt, wollten wir doch kurz darauf hingewiesen haben…

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