Josef Koudelka: Das Ende des Frühlings

Vor 40 Jahren – am 21. August 1968 – endete der hoffnungsvolle „Prager Frühling“ in Gewalt und Unterdrückung. Josef Koudelkas Bilder aus den Tagen der Invasion blieben bis heute weltweit im kollektiven Gedächtnis.

Josef Koudelka: Prag 1968 – schon nach 12 Uhr
Josef Koudelka: Prag 1968 – schon 12 Uhr vorbei

Koudelkas Bilder gingen damals im August 1968 um die Welt. Er konnte seine Filme heimlich außer Landes bringen. Die Fotoagentur Magnum entwickelte die Fotos und veröffentlichte sie zuerst anonym unter dem Kürzel „P.P.“ für „Prag Photographer“. Erst Jahre später, als er selbst emigriert war, konnte Josef Koudelka sich als Autor bekennen. Eine Ausstellung in Prag zeigt die Bilder bis zum 13. September.

„In jenen Tagen war alles möglich, und alles war durcheinandergemischt. Es war zweifellos eine Tragödie, aber andererseits: Wie oft gelingt es mir, mit dem Panzer über den Wenzelplatz zu fahren,«

sagte Josef Kadoulka laut der tschechischen Aktualne.cz bei der Eröffnung der Ausstellung „Invasion 68“ im Prager Altstädter Rathaus.

Josef Koudelka
Josef Koudelka

Im Münchner Schirmer/Mosel-Verlag ist jetzt aus Anlass des 40. Jahrestages ein Bildband mit dem Titel „Invasion Prag 1968“ erschienen. Für den Band und die Ausstellung hat der inzwischen Siebzigjährige sein Archiv mit zehntausenden von Negativen noch einmal durchforstet und eine neue Serie zusammengestellt. Bei Glanz@Elend könnt Ihr einen Artikel über die Prager Geschehnisse und den Bildband lesen.

Koudelka ging 1971 zu Magnum und ist 1974 dort Vollmitglied geworden. Auf der Website von Magnum ist sein Portfolio zu sehen, das bei weitem nicht nur aus den Prager Bildern besteht. Auch in seine Bücher könnt Ihr dort schauen und seine streng komponierten Landschaftsbilder bewundern.

Koudelka bei Magnum
Glanz@Elend
Masters of Photography zu Koudelka

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