Canon EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS: „Mega-Zoom“ von Canon

Zur Photokina kommt Canon mit dem EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS auf einen 11-fachen Zoombereich, das prinzipiell den gesamten gängigen Brennweitenbereich abdeckt.

Canon EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS
Canon EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS

Super- und Mega-Zooms, die Brennweitenbereiche bis zu 1:20 abdecken, findet man bislang nur an Kompaktkameras. Für Profi-DSLRs ist ihre Bildqualität und Lichtstärke zu schwach.

Neidisch guckten deshalb viele Canon-Fotografen bisher zu Nikon, wo das DX 18-200 VR 1:3,5-5,6G IF-ED seit seinem Erscheinen einen recht guiten Ruf geniesst.

1:10 fand man immerhin schon bei Olympus-Four-Thirds-Linsen und bei einigen Drittherstellern wie Sigma.

Nun bringt auch Canon ganz offziell so eine Linse:

Das Canon EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS, entsprechend 29…320 mm Kleinbild, geht nun noch weiter als das bereits von uns getestete EF-S 17-85 mm 1:4,0 – 5,6 IS USM. Schafft mehr als das Doppelte im Tele-Bereich, ist im Weitwinkelbereich etwas lichtstärker – und hat auch einen Bildstabilisator.

EF S 18 200mm f3 5 5 6 IS SIDE

Ob allerdings die optischen Qualitäten das sonst von Canon gewohnte Niveau erreichen, oder es noch schlimmer wird als beim EF-S 17-85 mm 1:4,0 – 5,6 IS USM – das wird man erst sehen müssen…

Das neue Objektiv soll Ende September für knapp 600 Euro in den Handel kommen.

Technsiche Daten Canon EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS

Bildgröße: APS-C
KB-Äquivalentbrennweiten: 29-320mm
Bildwinkel (horizontal, vertikal, diagonal): 64° 30′ – 6° 30′, 45° 30′ – 4° 20′, 74° 20′ – 7° 50′
Optischer Aufbau (Linsen/Glieder): 16/12
Anzahl Blendenlamellen: 6
Kleinste Blende: 22 – 38 (36)
Naheinstellgrenze (m): 0,45
Größter Abbildungsmaßstab: 0,24 (bei 200mm)
Abstandsinformation: ja
Bildstabilisator für bis zu 4 Stufen längere Verschlusszeit
AF-Motor: Mikro-Motor
Filterdurchmesser (mm): 72
Max. Durchmesser x Länge (mm): 78,6 x 102
Gewicht (g): ca. 595
Objektivdeckel: E-72
Gegenlichtblende: EW-78D
Weichbeutel: LP1116
Größter Abbildungsmaßstab mit Zwischenring EF12 II: 0,39-0,065
Größter Abbildungsmaßstab mit Zwischenring EF25 II: 0,56-0,145

6 Kommentare
  1. David sagte:

    @Peter: Auf deinen Bericht bin ich sehr gespannt! Ich stimme Dir zu, dass die technische Diskussion oft nichts mehr mit der Praxis zu tun hat. Wenn Fotografen anfangen über die Nyquist-Frequenz zu diskutieren kommt man schon ins grinsen (und fragt sich als mathematisch Vorbelasteter, ob sie eigentlich wirklich wissen, wovon sie reden). Nichts desto trotz hatte ich gerade zwei Wochen lang viel Freude an der Bildqualität meines 16-85ers (insbesondere an der Schärfe und an den 16mm). Falls es euch interessiert kann ich ja auch mal meine Erfahrungen beisteuern. Solche Berichte hätten mir damals beim Objektivkauf sehr geholfen.

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  2. Peter Sennhauser sagte:

    @David: Ich habe das 18-200 und bin weitgehend zufrieden damit. Es ist ein Suppenhuhn – wer von einem solchen Extrembereich auch noch perfekte optische Eigenschaften erwartet, soll sich mal den Preis ansehen. Aber diese nie abbrechende Schärfendiskussion der Fachmagazine geht mir doch eher auf die Nerven. Und ein 16-85 deckt ganz einfach nicht das ab, was ich unterwegs auf einer Wanderung gerne dabei hätte. Meine Erfahrungen mit dem 18-200 folgen hier in Bälde als Bericht.

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  3. David sagte:

    Außerdem ist der „gute Ruf“ des Nikkors tatsächlich sehr relativ. Sowohl Dpreview als auch Photozone folgen dem Hype um das 18-200 nicht, zumindest was die Schärfe angeht. Das hochwertigere 16-85 (zum gleichen Preis) ist da eher zu empfehlen (sagt Photozone und kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen).

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