Licht und Farbe: Ohne Aufbau gehts nicht

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    Joachim A. Hagen sagte:

    Guten Tag,

    der Beitrag ist zwar schon eine Weile her, aber ich durchforste gerade die Bildkritiken, um daraus zu lernen. Ich habe auch schon ähnlich aufgebaute Bilder geschossen, und nach der obigen Kritik wird mir klar, warum sie mir oft so flächig vorkommen.
    Davon abgesehen habe ich zu dem Bild folgenden Anmerkung: Mich stört vor Allem der leere blaue Himmel. Hätte man allerdings die Kamera leicht nach unten verschoben und ein wenig mehr vom braunen Stand gezeigt, so dass drei Streifen in verschiedenen Farben entstehen und dann noch die kleinen Boote und die Boje wegretuschiert, dann hätte das Bild in meinen Augen etwas Gemäldeartiges, das durch die Beziehungen der Farben zueinander lebt.

    Ist das jetzt zu abwegig bzw. denke ich in die falsche Richtung?

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    Marc Hauser sagte:

    Schon klar.
    Wollte mir bloss die Wunde öffentlich lecken: Der „lieblose Aufbau“ war ein harter Schlag. Mit einer gehörigen Portion fotografischer „Talentfreiheit“ kann ich hingegen leben.

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    Peter Sennhauser sagte:

    Marc – Um Dein Bild (das mir persönlich sehr gefällt) geht es [edit: mir] hier nicht. Es geht darum, dass sich in der Bildkritik alle Beteiligten gehörig exponieren. Das Experiment kann nur gelingen, wenn dabei niemand – auch nicht die Kritiker! – riskieren muss, abgekanzelt zu werden.

    Hier erlaubt sich jemand (anonym), einen Kritiker in den Senkel zu stellen, der etwas riskiert hat – und dann das übliche nichtssagende „schönes foto!“ hinzurotzen, das man durchaus als Lob empfinden kann, was aber eigentlich eine Gedanken- und Respektlosigkeit ist.

    [edit: Vielleicht bin ich eine Glucke, aber mir liegt sehr viel am Erfolg der Bildkritik als Gefäss.]

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    Marc Hauser sagte:

    Halb so wild, Peter und Fred.
    Das Bild lohnt keinen Streit.

    Kurz zur Entstehung des Fotos:
    Als Texter versuche ich jeweils, Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Die abbruchreife Regatta spielt sich weit draussen im Meer ab. Diese Entfernung vom sicheren Land erschien mir die Dramatik zu erhöhen; ein Tele hätte den Effekt zerstört. An Ironie habe ich bei der Titelwahl nicht gedacht. Zumal ich schon einen herben Sturm auf offener See erleben durfte…

    Auf das Boot, das von rechts ins Bild kam, wartete ich eine ganze Weile. Gerade auch aus dem Grund, weil ich das Bild nicht einfach so hin schnoddern wollte. Das Schiff, mit Motorkraft auf direktem Weg zum sicheren Hafen, war bewusster Bild-Aufbau. Im Sinne von: Wer jetzt kein Hausboot hat, wird keins mehr bauen…

    Zum lieblosen Aufbau des Bildes:
    Hm, okay, an Liebe habe ich tatsächlich nicht gedacht.
    Die Stimmung war auch alles andere als lieblich zu dem Zeitpunkt. Die Leute hechteten in ihre Zelte, der Strand war leer. Meine Liebe gilt tatsächlich der Fotografie; schade dass ich das nicht zum Ausdruck bringen konnte in dem Motiv. Und das mit dem Vordergrund übe ich bei nächster Gelegenheit, bestimmt.

    Aus meiner Werbersicht spricht einiges dagegen, ein Bild so zu benennen, wie es aussieht. Also das auszudrücken, was ohnehin sichtbar ist. Weils wenig Spannung erzeugt.
    Vielleicht wäre das mal ein Thema wert: „Gehaltvolle Fototitel.“

    Vielleicht sieht man jetzt, dass Lieblosigkeit meine Sache hier nicht ist. Vermutlich zielt die Liebe nur in unbekannte Richtung – raus aufs Meer?

    Besten Dank für die Bewertung, Jan und Fred.
    Bei Peters Kommentar sehe ich eine Mutter vor mir, die ihr Kind schlägt. Mit dem Argument, man schlage nicht. Trotzdem, Respekt: Der mit dem falsch gesetzten Doppelpunkt hat zwar keine Liebe drin – dafür tüchtig Wortwitz.

    M. Hauser

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    Peter Sennhauser sagte:

    Da fehlt ein Doppelpunkt hinter den ersten beiden Wörtern Deines Kommentars, Fred. Aber die Selbsteinsicht ist bewundernswert: Dein Beitrag ist in der Tat hingeschnoddert und in dieser Art unerwünscht.

    Damit das klar ist: Wir pflegen hier einen gewissen minimal respektvollen Umgang, und der wird mit solchen Beschimpfungen unterboten.

    Trotzdem Danke für den Beitrag: Keiner ist unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.

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    Fred sagte:

    hingeschnodderter kommentar. meiner meinung nach sieht das bild wesentlich besser ohne überdimensionierte hand aus…wie kann man so einen stuss zusammenschreiben!
    schönes foto!
    Grüße Fred

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