Olympus E-30: Das Profi-Effektgerät

Olympus präsentiert den Nachfolger der Profi-Kamera E-3. Er ist etwas…verspielt!

E-30 mit EZ-1454II und HLD-4 (Bild: Olympus)

Die Olympus E-3 ist eine solide, wasserfeste Reportagekamera – für den normalen Fotoamateur dagegen vergleichsweise teuer, er greift entweder zu Modellen wie der E-520 oder anderen Fabrikaten.

Das war auch Olympus aufgefallen und ein Nachfolger der huten, aber sich nur wenig verkaufenden E-3 als E-4 geplant. Statt E-4 heißt die Neue nun allerdings E-30. Sie liegt allerdings in der Einordnung – und im Preis – unterhalb der E-3, eher zwischen E-520 und E-3.

Etwas danebengegriffen hat man allerdings bei der vermuteten Zielgruppe. So etwas:

Die Olympus E-30 unterstützt Fotografen dabei, ihre künstlerischen Visionen leichter umzusetzen. Neben den üblichen manuellen Einstelloptionen bietet die neue D-SLR viele zusätzliche Möglichkeiten für kreatives Arbeiten. Sechs Art Filter versehen die Bilder mit unterschiedlichen Effekten und verleihen jeder Aufnahme eine ganz besondere Ausstrahlung – und das ohne spezielle Objektive, zusätzliche Filter oder Bildbearbeitung am Computer. Die Wirkung der Filter Pop Art, Weichzeichner, Blasse & Helle Farbe, Light Tone, Körniger Film und Lochkamera lässt sich bereits während der Bildkomposition auf dem LCD betrachten. Weitere künstlerische Effekte ermöglicht die Mehrfachbelichtung: Mit dieser Funktion können bis zu drei Aufnahmen über ein zuvor aufgenommenes Bild im RAW-Format gelegt werden, sodass eine völlig neue Komposition entsteht.

Wird ein Profifotograf – ob nun Portrait oder Zeitungsreporter – nun ganz bestimmt nicht benötigen. Mir will auch die Faszinantion eines “Grainy Film Modus” nicht einleuchten – wenn ich das will, kann ich auch selbst hohe Empfindlichkeit, falsche Belichtung und Schwarzweiß einstellen. Ebenso überflüssig sind die Bonbonfarben des “Pop-Art-Modus”.

E-30 Originalbild (Bild: Olympus)E-30 Grainy Film-Modus (Bild: Olympus)

Allerdings wurde die E-30 gegenüber den bisherigen Olympus-Kameras natürlich auch technisch weiterentwickelt. Der Sensor hat nun 12,3 Megapixel und die Kamera kann bis zu 1/250 s blitzsynchronisieren – bislang waren nur 1/180 s möglich.

Hauptmerkmale Olympus E-30:

Kreativität

* Art Filter, Mehrfachbelichtung, kabelloses Blitzen, Multi-Aspect
* Live View mit schnellem Kontrast-AF
* Dreh- und schwenkbares 6,9-cm/2,7-Zoll-HyperCrystal II LCD

Bildqualität

* Neu entwickelter 12,3 Megapixel Live MOS Sensor
* TruePic III+ Bildprozessor für hervorragende Farbwiedergabe und geringes Rauschen
* Eingebauter Bildstabilisator mit einer Kompensationsleistung von bis zu 5 LW-Stufen

Geschwindigkeit

* Voll-biaxiales, ultraschnelles AF-System mit 11 Kreuz-Sensoren
* Serienaufnahme mit bis zu 5 Bildern pro Sekunde
* Verschlusszeiten bis zu 1/8.000 Sekunde & 1/250 Sekunde Blitzsynchronisation

Weitere Ausstattungsmerkmale:

* Mehrfachbelichtung: bis zu vier Aufnahmen werden zu einem Bild
* Auto Gradation
* Gesichts- & Hintergrundaussteuerung
* Perfect Shot Preview
* Supersonic Wave Filter für effektiven Schutz vor Staub
* Eingebauter Blitz (Leitzahl 13) mit kabelloser Blitzsteuerung von bis zu drei Gruppen
* Optischer Sucher mit 98%igem Bildfeld und 1,02-facher Vergrößerung
* Anzeige der Aufnahmeinformationen auf LCD-Panel an der Oberseite und Super Control Panel auf LCD
* Hochpräzises Messsystem mit 49 Feldern
* Aktivierung von Aufnahmefunktionen durch Auswahl von Beispielbildern
* Automatische Belichtungsreihen für ISO, Weißabgleich, Belichtung und Blitz
* Light Box
* Four Thirds Standard
* Ergonomisches Design
* AE/AF Lock
* ISO 100 – 3200
* Hi-Speed USB 2.0
* Extrem schnelle Datenaufzeichnung und verlustfreie RAW-Kompression
* Simultane Aufzeichnung von RAW und JPEG
* 27 Aufnahmeprogramme (5 Belichtungsmodi, 5 Kreativmodi, 11 Aufnahmemodi, 6 Art Filter)
* Großer Dynamikumfang in stark belichteten Bereichen
* Kartenfach für CompactFlash und xD-Picture Cards (unterstützt werden auch UDMA Highspeed CF-Karten und Microdrive)

Die Olympus E-30 ist in folgenden Kits erhältlich:

* Olympus E-30 Body
* E-30 Body mit ZUIKO DIGITAL ED 12 – 60 mm 1:2,8 – 4,0
* E-30 Body mit ZUIKO DIGITAL 14 – 54 mm 1:2,8 – 3,5 II
* E-30 Body mit ZUIKO DIGITAL ED 14 – 42 mm 1:3,5 – 5,6

*Vollständige Kontrast-AF-Funktion nur in Verbindung mit neueren Olympus Objektiven einschließlich ZUIKO DIGITAL ED 9 – 18 mm 1:4,0 – 5,6, ZUIKO DIGITAL 14 – 42 mm 1:3,5 – 5,6, ZUIKO DIGITAL 40 – 150 mm 1:4,0 – 5,6, dem ZUIKO DIGITAL 25 mm 1:2,8 Pancake Objektiv sowie dem neuen ZUIKO DIGITAL 14 – 54 mm 1:2,8 – 3,5 II.

Die E-30 soll Mitte Januar 2009 zum Preis von 1350 Euro erhältlich sein.

10 Kommentare
  1. Marcel sagte:

    Hallo

    Die E-3 hatte ebenfalls schon eine Blitzsynchronisation von bis zu 1/250″. Übrigens frei wählbar zwischen 1/60″ und 1/250″.

    Gruss

    Antworten
  2. Sterni sagte:

    Hallo,

    die E30 ist, wie auch schon die E300 oder die E330, erst einmal wieder ein Technologieträger für Olympus und den einen oder anderen Gimick finde ich z.B. nicht schlecht.

    1.) Wasserwaage im Sucher ist eine gute Lösung die bald von Nikon, Canon und allen anderen kopiert wird.
    2.) Mehrfachbelichtungen direkt in der Kamera, ein für die
    digitale Fotowelt neuer Lichtstreifen am Horizont, ich finde das Klasse denn dann brauche ich nicht mehr mit diversen Programmen rumfummeln bis das Foto einigermassen so aussieht wie ich es eigentlich haben wollte.

    Was den Sensor angeht ich bin auf die 12 Megapixel gespannt wobei die 10 Megapixel meiner E3 eigentlich mehr wie ausreichend sind.

    So Für mich macht die Ausstattung der E30 mehr Sinn als die Videofunktion einer Nikon D90.

    Ich werde im Januar die Kamera dann mal genauer unter die Lupe nehmen.

    Gruß
    Peter

    Antworten
  3. JMK sagte:

    Der Beitrag strotz leider nur vor Fehlern.
    Weder ist die E-30 Nachfolger der E-3, noch ist sie als Profikamera ausgelegt.
    Diese Meinung vertritt der Autor hier exklusiv.
    Den kleinen Rechtschreibfehler vielleicht auch mal korrigieren.)

    Antworten
  4. Wolf-Dieter Roth sagte:

    Nun, Du verwechselst Technik mit Robustheit im täglichen Einsatz. Da ist die E-3 – und ihr echter Nachfolger – nach wie vor das Richtige. Ansonsten sind wir uns eigentlich einig. Die E-30 liegt eher so wie eine Canon 40D. Nur ist dann die Canon 40D für meinen Geschmack sinnvoller angelegt, ohne solche Spielereien und robuster.

    Z.B. hat die E-30 auch das Feature „Mehrfachbelichtung“. Sicher einzigartig bei einer DSLR. Technisch interessantes Feature. Bei Film war das gebräuchlicher. Nur wer braucht das? Wer muß unbedingt auf dem Sensor mehrfachbelichten statt später in Photoshop?

    Wie gut die Kamera allerdings in der Praxis ist, wird man noch sehen müssen. Nur diese Spielfeatures, da haben sich wohl die Japaner zu sehr durchgesetzt.

    Antworten
  5. Lars sagte:

    Technisch ein Nachfolger? Mit Kunstoffgehäuse , ohne ‚Schwallwasserschutz‘ und mit schlechterem Sucher?. Die E-30 ist eine Konsequente Weiterentwicklung. Dadurch hat sie auch einige Features, die die E-3 nicht hat (Neuer Sensor, elektronische Wasserwaage, etc), Sie aber deshalb als Nachfolger des Topmodells zu sehen halte ich schlichtweg für Falsch. Sie bildet halt eine neuen Klasse im E-System.

    Aber jedem seine Meinung und Ansichten.

    Gruß
    Lars

    Antworten
  6. Wolf-Dieter Roth sagte:

    Hallo Lars,

    marketingtechnisch korrekt – so habe ich es ja auch geschrieben und man sieht es auch an der Typnummer.

    Technisch scheint sie dagegen durchaus ein Nachfolger zu sein.

    Aber der echte Nachfolger der E-3 ist noch in der Schublade und wird eine andere Numer haben.

    Wolf

    Antworten
  7. Lars sagte:

    Hallo,

    die E-30 ist mitnichten der Nachfolger der E-3 sondern siedelt sich zwischen der E-520 und der E-3 an. Also zwischen Einsteigerkamera und ‚Profimodell‘ gibt es nun ein Mittelklassemodell im E-System.

    Gruß
    Lars

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