Landschaftsfotografie: Nach Sonnenuntergang

15 Kommentare
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    Wolf-Dieter Roth sagte:

    Es fällt mir auf, daß speziell Canon-Nutzer häufig sagen, die Zweitbelichtung mit geschlossenem Verschluß (genau darum handelt es sich ja) brächte nichts.

    Dies kann ich bei meinen Kameras so nicht bestätigen. Hot Pixels rechnet sie heraus, und mit Hot Pixeln muß man bei 30 Minuten Belichtung auch bei guten Bildsensoren durchaus rechnen.

    Es mag sein, daß die Funktion bei Zeiten von einer halben oder einen Sekunde nichts Wahrnehmbares bringt. Aber bei den meisten Kameras schaltet sie sich unterhalb einer bestimmten Zeit (abhängig von der eingestellten ISO-Zahl) ohnehin automatisch ab. D.h., dann kann auch kein Unterschied mehr erkennbar sein.

    Abenteuerlich finde ich allerdings, wenn z.B. jemand schreibt, Lightroom würde Hot Pixel auch kompensieren. Mag sein, daß Lightroom einzelne Hot Pixel erkennt und anulliert. Mit „kompensieren“ hat das dann allerdings nichts zu tun und ich fürchte, wenn dem so wäre, würden auch die Sterne aus den Aufnahmen „herauskompensiert“. Es gibt Dinge, die gehen per Software nicht so gut.

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    Peter Sennhauser sagte:

    @rodam: Ich habs bisher nicht ohne Unterdrückung ausprobiert, kann mir aber vorstellen, dass das Rauschen mit der Belichtungszeit nicht linear, sondern progressiv zunimmt. Und in einem Sternenspurbild stören Rauschpunkte natürlich erst recht.

    Abgesehen davon ist der Aufwand für mich minimal ;-) – Kamera eingeschaltet lassen. Aber ich werd bei Gelegenheit mal einen Vergleichstest starten. Bei 30 Minuten Belichtung ist das dann eine Sache von 1.5 Stunden…

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    rodam sagte:

    @Peter Sennhauser: Nach meiner Erfahrung hat die Funktion keinen erkennbaren Nutzen im Vergleich zu einem Bild das mit deaktivierter Funktion gemacht wurde. Das Rauschen ist vielleicht minimal geringer, das rechtfertigt aber in keinster Weise den Aufwand.

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    Fabian Heusser sagte:

    Nach meinem Wissensstand dauert die Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtung so lange, weil die Kamera für die selbe dauer der Belichtung mit offenem Verschluss noch eine Belichtung mit geschlossenem Verschluss macht.
    Das mit geschlossenem Verschluss erstellte Bild enthält dann das Rauschen des Sensors, sowie „heisse Pixel“ und wird von der eigentlichen Aufnahme subtrahiert um das Rauschen & die heissen Pixel zu elliminieren.
    Dies ist also mehr eine physikalische Funktion als eine Software Funktion.
    Ein schönes Beispiel auf folgender Seite zu Unterst: http://www.dpreview.com/learn/?/key=noise+reduction

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    rodam sagte:

    Hallo sehr interessanter und guter Artikel!

    Eine Anmerkung allerdings: „die Rauschunterdrückung für Langzeitaufnahmen“ sollte unbedingt DEAKTIVIERT werden, diese Funktion hat keinerlei erkennbaren Nutzen.

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  1. […] zieh doch einen Tag später los, so gross ist der Unterschied doch nicht, und immerhin habe ich selber schon bewiesen, dass man spannende Mondbilder auch bei absoluter Dunkelheit machen kann: Das ist grundlegend […]

  2. […] Canons zeigen eine laufende Belichtung mit einem grellroten Alarmlicht nach hinten an. Das hat sich bei anderer Gelegenheit schon als katastrophales Detail in einem Gruppenshooting […]

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  4. […] Landschaftsfotografie nach Sonnenuntergang – eine wirklich toll geschriebene Reportage […]

  5. […] und dann aus dem ursprünglichen Bild herausrechnet. Und ob das was bringt, darüber gehe n die Meinungen auseinander – und die Testberichte auch. Ich habs deshalb am Samstag zum Vergleich mit und ohne probiert. […]

  6. […] dachte ich, und so dachte auch Peter Sennhauser. Leser waren in den Kommentaren anderer Ansicht. Also haben wir mal nachgemessen: Ganz simpel, mit dem Deckel auf dem Objektiv, Blende 22, und dann […]

  7. […] Die Sterne sind bei einer halben Minute Belichtungszeit tatsächlich auch bei einem 50mm-Objektiv bereits als Sternschweife zu erkennen -wir haben generell die Tendenz, die Drehgeschwindigkeit unserer Erde zu unterschätzen: Je nach Brennweite reichen ein paar Sekunden, um den Mond oder die Sterne auf dem Bild zu verwischen. […]

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