Nachschlagewerk Bildverarbeitung:
Für Analog- und Digitalfotografen

Ein umfassendes Buch beschreibt die Technik der professionellen Bildverarbeitung und -Korrektur. Nicht nur für Analogfotografen.

Trotz des scheinbar unaufhaltsamen Siegeszuges der Digitalkamera im Amateur- wie auch im professionellen Bereich, hält sich die analoge Fotografie standhaft.

Dabei sind es nicht nur Nostalgiker, die den Umstieg scheuen. Selbst „neue“ Fotografen, die erst durch die Digitaltechnik zur Fotografie gekommen sind, probieren alte analoge Techniken aus und wollen das Fotografieren mit Film kennenlernen.

Auch im Netz, eigentlich eine Domäne der Digitalfreunde, entstehen Foren für Analogfotografen, und Bildportale wie Flickr werden immer wieder zur Präsentationsplattform analoger Fotografien.

Doch was die Analogfotografen heute machen, ist nicht die klassische, chemische Fotografie, sondern wird vielmehr zu einer Mischung beider Welten. Durch Digitalisierung und Bearbeitung wird das klassische Labor vom Computer abgelöst und der Fotograf kombiniert die Vorteile beider Medien. So kommt es immer mehr zu einer „hybriden“ Arbeitsweise. Und hier setzt dieses Buch an.

Fotografiert wird auf Film, alles weitere (bis zum Druck) passiert digital: Ein Verfahren, das auch im Spielfilm und Kino schon seit Jahren Anwendung findet.

Allerdings gibt es auf dem Weg von der Entstehung des Bildes bis zum fertigen Abzug viel zu beachten, und die vielen verschiedenen Techniken und Verfahren werfen nicht selten Fragen auf.

Diesen Trend haben auch Autoren erkannt. So erschien in den letzten Wochen ein umfangreiches Fachbuch, das sich mit ebendieser Problematik auseinandersetzt. „Analog fotografieren, digital verarbeiten“ beschreibt auf 200 Seiten den Arbeitsablauf vom Film zum Bild. Dabei richtet sich das Buch nicht nur an professionelle Anwender, auch dem interessierten Amateur werden Technik und Bearbeitungsschritte anschaulich näher gebracht.

So setzt sich Autor Erich Baier, seines Zeichens selbst Anbieter von fotografischen Dienstleistungen, umfangreich mit den Themen Scannen, Drucken und Belichten auseinander. Auch scheinbar schwierige Fachgebiete, wie die professionelle Farbkorrektur und das oft undurchsichtige Farbmanagement von Scanner, Monitor und Drucker, werden verständlich vermittelt. Viele Beispiele und Bilder zeigen direkt die besprochenen Problematiken und lassen sie so für jeden nachvollziehbar werden.

„Analog fotografieren, digital verarbeiten“ ist kein Buch, das man von Anfang bis Ende durchliest. Dafür enthält es zu viel Wissen und fachliche Information. Es ist aber ein sehr hilfreiches Nachschlagewerk, das dem Fotografen bei der Arbeit viele Fragen beantworten und auch bei Kaufentscheidungen zur Seite stehen kann.

Obwohl das Buch in erster Linie auf die Analogfotografen abzielt, sind viele der Kapitel auch für den reinen Digital-Interessenten von Belang. Gerade verschiedene Korrekturtechniken und die unterschiedlichen Möglichkeiten des Druckes und der Belichtung werden jeden Fotografen interessieren, der seine Bilder nicht nur am Bildschirm, sondern auch einmal auf Papier erleben möchte.

Erich Baier: Analog fotografieren, digital verarbeiten (Affiliate-Link)

Erschienen im dpunkt.verlag

224 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband
ISBN 978-3-89864-566-9
42 Euro (D) / 43,2 Euro (A) / 73 sFr

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