24 Stunden: Wochenendmix

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Bunter Bilderreigen zum Wochenende.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Geotagging: Zeig mir „Richmond, San Francisco“

Geotagging ist ein unterschätztes Mittel zur Katalogisierung von Fotos. Tipps für den Workflow für jedermann.

Der Kolibri vom Strawberry Hill (©PS)Geotagging – die Markierung von Fotos mit den Koordinaten ihres Aufnahmeortes – macht Spass. Viel wichtiger als der Flug durch Google Earth vorbei an den in der virtuellen Landschaft „stehenden“ eigenen Fotos aber ist die Katalogisierung, die Geotagging erlaubt: Zur Aufnahmezeit und der (händisch einzugebenden) Verschlagwortung gesellt sich der exakte Ort der Aufnahme.

Und der ist eigentlich das wichtigere Archivierungsdatum als die Aufnahmezeit. Die dominiert aber unser Denken, seit die Digitalisierung eingesetzt hat. Eher als die Bilder „vom Juli 2008“ möchte ich ja eigentlich all meine Aufnahmen der Golden Gate Brücke begutachten. Wenn ich das könnte, ohne jedes Bild beschriften zu müssen… Weiterlesen

24 Stunden: Tierische Momente

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Mangels bemerkenswerter Bilder am Freitag heute mal etwas leichtere, weniger fotografische Kost.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Kleiner Arbeiter: Vertieft ins Quadrat

Ein einfühlsames Schwarz-Weiss-Porträt, das mit Kontrasten und einer nostalgischen Stimmung spielt. Der Quadratschnitt schafft eine schöne Balance – und verletzt sie zugleich mit einer Unachtsamkeit.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Friedhelm Peters).

Kommentar des Fotografen:

Little Worker. Mein Patenkind intensiv beschäftigt mit einer Schraube und einer Mutter. Als ich ihn so sah, war mir klar, dass das ein klasse Motiv für eine SW Aufnahme ist. Ich benutzte das Tamron 70-200 f2,8 an meiner Pentax K 20D mit einer Blende von 4 bei einer Belichtungszeit von 1/200 sec. und bei einer Brennweite von 78 (117) mm nachbearbeitet in PSE 7. Habe das Bild insgesamt etwas weicher gestaltet, um den Kontrast Kindheit und Werkzeug darzustellen. Nun würde es mich sehr interessieren, ob es mir gelungen ist, aus einem wie ich meine tollen Motiv auch ein ordentliches Foto gemacht zu haben.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Friedhelm Peters:

Ganz eindeutig ist es nicht: War Dein Patensohn hier gelangweilt oder sehr vertieft ins Experiment mit der Schraube? Die Frage macht einen guten Teil der Klasse dieses Bildes aus, denn mir als Betrachter lässt die Unklarheit so wenig Ruhe wie das Lächeln der Monalisa: Weiterlesen

Lochkamera-Tag am 26. April: Gemeinsam ohne Linse

Zum weltweiten „Tag der Lochkamera-Fotografie“ am Sonntag, 26. April, gibt es auch in Deutschland eine Reihe von Workshops zum Mitmachen. Motto: gemeinsam ohne Linse.

Uwe Darmstädter: Tulpen. Kamera Canon 5D

Der Welttag der Lochkamera findet jedes Jahr am letzten Sonntag im April statt und wird von der ehrenamtlichen Organisation WPPD veranstaltet (englische Abkürzung für Worldwide Pinhole Photography Day, eben „Weltweiter Tag der Lochkamera-Fotografie“). Vereine und Fans bieten dazu rund um dem Globus Mitmach-Veranstaltungen an.

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24 Stunden: Spiegelungen

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Spiegelungen lassen eine zweite, virtuelle Bildebene in Fotos entstehen (und Weitwinkel machen grosse Schnauzen noch grösser).

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Altherren-Fastfood: Futter für Fotografen

Stagnation und Bewegung – und doch nicht zu viel von allem, das macht dieses Bild aus.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Stefan Groenveld).

Kommentar des Fotografen:

Diese beiden netten Herren traf ich zufällig in einem besseren Hamburger-Restaurant in London. Der Kontrast zwischen dem jugendlichen Ambiente und den beiden älteren Herren, sowie ihr herzlicher Appetit sprang mir sofort ins Auge. Ich habe noch nie Menschen beim Essen fotografiert, denn das sieht immer „bescheiden“ aus. Hier musste ich aber einfach diese Regel brechen. Ich habe sie freundlich gefragt, ob ich sie fotografieren dürfe und sie hatten nichts dagegen. Danke an Bob & John für ihr offenes Wesen. Die Aufnahme entstand mit meinem alten manuell zu fokussierenden 35mm f/1.4 bei f/2, um die nötige Schärfe mit einer guten Freistellung der Protagonisten zu ermöglichen.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Stefan Groenveld:

Aus deinem Text lässt sich herauslesen, dass du die beiden Herren Bob und John direkt angesprochen hast, um sie zu fotografieren!?

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Pulitzerpreis Fotografie: Obama und Haiti

Der Pulitzer-Preis für Pressefotografie wurde 2009 für die Schwarz-Weiss-Bilder der Situation auf Haiti nach dem Hurrikan Ike und für ein Feature über Barack Obamas Wahlkampf vergeben.

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Patrick Farrell hat mit 13 Jahren beim Versuch, eine Dunkelkammer einzurichten, das Badezimmer der 14köpfigen Familie in Miami ruiniert. Farell, heute 49, ist mehrfach preisgekrönter Pressefotograf des Miami Herald und hat soeben für seine Newsbilder von den Verwüstungen durch Hurrikan Ike auf Haiti den Pulitzerpreis erhalten.

Der Preisträger der zweiten Bildkategorie des Pulitzers, Foto-Feature, geht an Damon Winter von der New York Times für eine Serie über Barack Obamas Wahlkampf. Winter, 35, ist ebenfalls ein Fotograf mit langjähriger Erfahrung in vielen Bereichen der Pressefotografie, darunter Arbeiten über die Konflikte in Israel und Afghanistan.

24 Stunden: Schlangestehen

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Menschen beim Schlangestehen in Indien und Südafrika: Optische Spannung entsteht durch Wiederholung genauso wie durch isolation.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Yellowstone: Motivwechsel

Landschafts-Stilleben sind schwieriger zu gestalten als dramatisches Natur-Spektakel. Tiefe im Bild ist aber schon die halbe Miete.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Immo Lackschewitz).

Kommentar des Fotografen:

Lamare Valley, Yellowstone NP, September 2008. Ich hatte auf Wölfe gewartet, es kamen aber keine. So erschloss sich mir mehr und mehr das Land mit seiner überaus kargen, beeindruckenden Schönheit. Die vereinzelte Pappel und das Bergland im Hintergrund sind recht typisch für diesen Landstrich. An diesem Bild kam ich einfach nicht vorbei. Grafische Strukturen des mit 200mm gerafften Landes waren hilfreich. Konica Minolta Dimage A2, M-Modus, Bl.11, 1/30 sec

Peter Sennhauser meint zum Bild von Immo Lackschewitz:

Ein schönes Beispiel dafür, dass Landschaftsfotografie nicht unbedingt auf dramatisches Gewölk, einen Baumstrunk im Vordergrund und majestätische Berge im Hintergrund angewiesen ist:

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