Vignettierung: Strahlende Menschen

10 Kommentare
  1. Avatar
    walo thoenen sagte:

    ich bearbeite alle meine bilder mit einer von mir gespeicherten aktion in ps cs5. sie heisst randnachbelichten.

    diese aktion wende ich so oft an, bis m.e. der effekt stimmt…wobei ich hier nicht kreisrunde vignettierung meine….

    zweck: konzentration aufs wesentliche, hervorheben der bildwichtigen teile durch hell-dunkel-effekt.
    klassisch also

    lg

    walo

    Antworten
  2. Avatar
    Wioleta sagte:

    sehr interessanter Artikel. Wenn du deinen Artikel in dem Photoshop Magazin (auf der Seite: http://photoshop-magazin.net/) veröffentlichen möchtest, sag Bescheid! Der Artikel wird in Newsletter publiziert. Dieses Newsletter erhalten 20 000 Benutzer. Es wäre toll, wenn die anderen von deiner Arbeit erfahren könnten. Lass den anderen die Ergebnisse deiner Arbeit sehen!!

    Antworten
  3. Avatar
    Peter Sennhauser sagte:

    Dierk: Nein, ich hatte die Bilder nicht als Negativ-Beispiele gedacht, aber zur Sichtbarmachung etwas übertrieben.
    Was das Bildmanipulationsverbot bei den Agenturen angeht: Meines Wissens ist alles ausgeschlossen, was den Bildinhalt verändern würde. Vognettierung gehört allerdings, wie ich mir inzwischen habe sagen lassen, nicht dazu – alle „Dunkelkammer-Effekte“ sind offensichtlich erlaubt (Emilio Morenatti vignettiert auch).
    Bekannt sind Skandale von Fotos mit digitaler Doppelbelichtung (nachträglich zugefügter Rauch nach Luftangriff im Libanon), Farbmanipulationen (Blutlachen nach dem Terroranschlag auf Touristen in Luxor, die tatsächlich Wasser waren) und regelmässig Sperrungen von Bildern bei AP, weil nachträglich Unscharfmaskierungen, Klon-Eingriffe und dergleichen entdeckt wurden.
    Da Fotografien leider als „objektiv“ und „wahrhaftig“ wahrgenommen werden, müssen die Agenturen besonders aufpassen, ihren Anspruch auf journalistische Arbeit nicht zu verletzen. Unsereiner weiss, dass jede Fotografie eine subjektive Darstellung ist, genau so wie jeder von einem Korrespondenten verfasste Bericht. Retuschen an Bildern würden aber ebenso wie „gerundete“ Zahlen in einem journalistischen Text zu Recht als Irreführung ausgelegt.

    Antworten
  4. dierk
    dierk sagte:

    Ansel Adams schreibt, dass er jedes Bild an den Rändern nachbelichtet, also immer Vignettierung.

    Ich habe bei meinen Bearbeitungen auch fast immer etwas Vignetierung rein genommen, da das Licht so mehr auf das wesentliche konzentriert. Das ist heute mit LR oder noch besser mit Nik Silver Efex mit vielen Einstellungen (z.B. unten mehr, oben weniger) möglich.

    Peter, deine Beispiele sind wohl eher als Negativbeispiele gedacht, da der Effekt viel zu überzogen ist? Oder du hast den Feather bei Lightroom (? mein LR ist in Englisch) nicht gross genug gewählt und somit den Übergang zu sehr sichtbar gemacht? Der Standardwert von 50 ist viel zu niedrig, finde ich.

    zumal Fotografen der grossen Presse-Agenturen ein striktes Verbot jeglicher Bildmanipulation einzuhalten haben.

    verstehe ich nicht, da es so etwas schlicht nicht gibt, bei analog über z.B. die Wahl des Filmes und der Verarbeitung und bei digital schon gar nicht, da bei JPG die Kameraeinstellungen das Bild bearbeiten (verfremden) oder bei RAW die Konverter-Software??

    viele Grüsse
    dierk

    Antworten
  5. Avatar
    Peter Sennhauser sagte:

    @HF: Vollkommen einverstanden – nur gilt das für ungefähr jeden effekt, den wir inzwischen entdeckt haben, von HDR über Fake Tilt/Shift bis eben zur Vignettierung, Sättigung und Lowkey/Highkey.

    Natürlich probieren Amateure alles aus, was sie können – was richtig ist – genauso, wie es früher die Profis getan haben. Bloss kriegen wir leider heute all die experimente und Übertreibungen jederzeit, sofort und im Übermass zu Gesicht. Flickr dabei sowohl Fundgrube wie Horrorkabinett.

    Was die Hochzeitsfotografen angeht, liegt das Problem wohl weniger bei den Fotografen als beim Geschmack ihrer Kundschaft. Und der wäre für mich ein Grund, mich nicht dieser Profession zu widmen…

    PS: Ein wenig muss ich auch ob dieser beispielbilder lachen, die ich persönlich hier verbrochen habe – natürlich sind die total übertrieben.

    Antworten
  6. Avatar
    HF sagte:

    Ja, aber.
    Ich finde Vignettierung wird schon seit einigen Jahren derart exzessiv genutzt, dass es total abgegriffen und billig wirkt. Das Problem sind vermutlich die omnipräsenten Hobbyfotos mit viel zu viel Vignettierungseffekt. (Wir Hobbyfotografen haben ja meistens kein Maß für Bildbearbeitung. Hochzeitsfotografen übrigens ebenso wenig.)
    Als dezenter Effekt wirkt es tatsächlich schön, aber nur solange man nicht merkt, wo die Wirkung her kommt.
    UND ein mittelmäßiges Bild wird dadurch auch nicht besser, man kann nur von der offensichtlichen Langweiligkeit ablenken.

    Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] der oben beschriebenen Wirkung zuwider. Vermutlich aus diesem Grund hat sich Philip entschieden, eine Vignette zu setzen, die bereits sehr nah am Hund beginnt und einen Großteil des Bildes stark abdunkelt. Dies ist […]

  2. […] sie hier nicht im Wege ist. das Augenmerk muss in dieser Aufnahme weder durch Schärfentiefe noch durch Lichtführung auf das Bildzentrum gelenkt werden, das besorgt allein die Komposition und die gut angelegte […]

  3. […] könnte mir noch vorstellen, eine leichte Vignette über das Bild zu legen, um das Foto visuell noch mehr einzurahmen, denn das helle Pflaster vorne konkurriert mit der […]

  4. […] behandelt, das Geheimnis von Robert Capa’s mexikanischem Koffer gelüftet und uns mit der Wirkung künstlicher Vignettierung auf Porträts […]

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.