Walker Evans: Den Klassiker studieren

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    Dr. Bruchholz, Ljudmila sagte:

    Sofie hat recht: die Arbeiten des Künstlers sind Leckerbisssen für´s Auge,(und Ulis Beitrag Wissen-Nahrung)für uns. Da für mich persönlich der Augensinn der wichtigste ist, glaube ich fast zu spüren wie sich die unterschiedlichen Fassenden der Wolkenkratzer anfühlen (es gibt ja in Manhattan, nur da war ich dreimal, Skycraper die nach 1902 gebaut wurden, die wunderschön sind. Man will immer nur den Kopf nach oben recken. Weil das praktisch nicht geht (Motto: Hans Guck in die Luft), habe ich mir damals ein Buch gekauft, wo Farbfotografien zu diesem Thema drin sind.
    Uli hat recht, die Klassiker werden nicht umsonst so genannt. Hat man ein Werk von ihnen gesehen, das einem im Gedächtnis bleibt, dann ist es drinn im Kopf und als Vergleichsmaßstab „abgespeichert“. Als ich bei meinem ersten Besuch dieser großartigen Stadt (Juli 1996 glaub ic h) die 52th oder 54th Street/W, entlangsschlenderte,sah ich auf der anderen Straßenseite eine Baulücke(was allein schon ein Erlebnis war)und machte ein Farbfoto von dem Bauzaun samt großem Schriftbild eines weltberühmten Modeunternehmens drauf, einem Baum davor und einem vorbeisausenden Bus. Der Farbzusammenklang Braun/Orange und der Hell-Dunkel-Kontrast nahmen mich gefangen. – Wer den ältesten Wolkenkratzer (das Fuller-Building alias Flatiron)aus den kunstfotografischen Edeldrucken von Alfred Stieglitz, Edward Steichen, Alvin Coburn u.a. kennt und wirklich vor dem Gebäude steht, wird sich fotogarfisch erproben wollen. So ging es auch mir im Dezember meines zweiten Aufenthalts in N.Y.

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    Sofie Dittmann sagte:

    Super Artikel. Hatte mal Walker Evans im Original gesehen, wäre jetzt aber gerne in Winterthur. LOL Da ich ein großer Fan der frühen Pioniere und von Street Photography bin, ist das hier ein besonderer Leckerbissen! Danke!

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    Dr. Bruchholz, Ljudmila sagte:

    Uli, ein hervorragender Artikel! (informativ, neugierig machend!). Daß der Begriff FSA (Farm-Security-Administration)nicht fiel, ist vielleicht dem Umstand geschuldet, daß Ihr hier „rein fotografisch argumentiert“. Ist nicht nur o.k., sondern schult die Sinnlichkeit der Wahrnehmung fotografischer Bilder. In der Kürze ist wohl alles Wesentliche gesagt worden. Bin auch der Meinung, daß das Studium der Original-Abzüge eine enorme Bereicherung ist. Da mich die Kubafotos von Walker Evans besonders interssieren (sah ein oder zwei davon vor Jahren in einem Buch über den Fotografen), werde ich `mal die Fotostrecke ansehen und dann entscheiden, ob ich der Schweiz einen Besuch abstatten werde und kann.

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  1. […] bei der Ausstellung im Fotomuseum Winterthur hatten wir darauf aufmerksam gemacht, wie gut es ist, die Klassiker zu kennen. Jetzt ist Walker Evans’ Werk erstmals in großem Umfang in Deutschland zu sehen. Die […]

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