André Lützen/Markus Altmann: Amerikanische Ansichten

Der Mythos Amerika zieht die Fotografen nach wie vor an. In Hamburg stehen sich die Ansichten von André Lützen und Markus Altmann gegenüber.

André Lützen: Payson, Arizona - aus der Serie Before Elvis there was nothing

„Vor Elvis gab es nichts“, behauptet André Lützen. Markus Altmann erinnert bei seinen Wüstendurchquerungen mitunter an Edward Hopper, den Maler der Einsamkeit in der Moderne. Beide bis 15. August in der Galerie Robert Morat.

Rund 50 Jahre nach Robert Franks „Die Amerikaner“ nahm André Lützen den Alltag der Amerikaner neu auf. Sein Roadmovie führt vom Colorado bis zum Mississippi, von der Wüste in die Subtrope. In der Serie spiegelt sich André Lützens unverwechselbarer Stil wider: Dokumentarfotografie, die von Atmosphäre und Bewegung lebt und Aspekte von selbstgewählter Einsamkeit abbildet.

Lützens Arbeiten heben Gewöhnliches hervor und zeigen dabei die Tiefen und Untiefen des amerikanischen Traums. Das Buch zur Ausstellung ist unter dem Titel „Before Elvis there was nothing“ (Affiliate-Link) im Kehrer-Verlag, Heidelberg erschienen.

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André Lützen, geboren 1963, studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und am International Center of Photography in New York. Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, unter anderen in New York, Marseille, und Hamburg, arbeitet Lützen auch als Hochschullehrer, zur Zeit als Gastprofessor an der Folkwang-Schule in Essen. André Lützen lebt und arbeitet in Hamburg. Wir finden auf André Lützens Website auch seine Serien „Herz der Finsternis“ nach dem berühmten Roman von Joseph Conrad – auch dieses eine Reise in die Mythen und unbedingt sehenswert.

Die Serie „Mojave“ von Markus Altmann trägt den Untertitel „High Desert Crossings“. Wie André Lützen begibt sich auch Altmann auf eine Reise durch die USA, beschränkt sich aber auf die Mojave-Wüste, die sich von Los Angeles über Las Vagas hinaus erstreckt und auch „High Desert“ genannt wird. [photos title=“Markus Altmann – Mojave“ pics=“10 11 12 13″]

Im Gegensatz zu den verdichteten Dokumentarfotografien von Lützen wirken Markus Altmanns großformatige Landschaftsstudien wie inszeniert. Die Mojave-Wüste ist geprägt von Bergbau, militärischer Nutzung und Flugzeugindustrie, deren Elemente in einzelnen Arbeiten Altmanns immer wieder auftauchen. Markus Altmanns Wüstendurchquerungen sind eine Reise entlang der Spuren des amerikanischen Traums und dem, was davon übrig geblieben ist.

Markus Altmann, geboren 1970, studierte an der UC Berkeley und an der Fachhochschule Bielefeld. Er lebt und arbeitet in Berlin. Auf Markus Altmanns Website gibt es noch viel mehr Bilder aus der Serie „Mojave“ und eine Reihe weiterer Arbeiten.

André Lützen – Before Elvis there was nothing
Markus Altmann – Mojave

Bis 15. August
Galerie Robert Morat, Kleine Reichenstraße 1,D-20457 Hamburg
+49 40 32 870 890, kontakt@robertmorat.de
Geöffnet Dienstag bis Freitag 11 – 18 Uhr, Samstag 11 – 16 Uhr und nach Vereinbarung

André Lützen
Markus Altmann
Galerie Robert Morat

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