Spiegel-Fotografie im Wattenmeer: Unendliche Weiten

3 Kommentare
  1. Avatar
    Torsten sagte:

    Hi Corinne ZS,

    danke fürs Feedback. Ich muss dir recht geben was den Vordergrund angeht. Wenn jemand an der Küste Telepath gewesen wäre, der hätte laut aufgelacht, denn ich ging an der Küste entlang immer den Satz im Kopf „Ein Weitwinkelbild braucht einen Vordergrund – ein Weitwinkelbild braucht einen Vordergrund – ein Weitwinkelbild braucht einen Vordergrund“.
    Leider war hier ausser dem Pril nix brauchbares um es in den Vordergrund zu packen :/
    Eine doofe Möwe oder ein Krebs oder so wäre echt klasse gewesen. Ein verfaulter Fischkopf aber – neeeee :-P

    Antworten
  2. Avatar
    Corinne ZS sagte:

    Mein Tipp in Fällen wie diesen: Mehrere Bilder schiessen und zuhause auswählen. Gerade wenn es bewegte Motive sind kann das nächste oder übernächste Bild Familie und Kutter im idealen Winkel zeigen. Habe ich übrigens von Peter Sennhauser gelernt. Früher dachte ich, es muss beim ersten Klick sitzen. Jetzt bin ich viel lockerer. (Danke, Pit!)

    Das Bild gefällt mir übrigens sehr gut. Es ist allerdings ein extrem ruhiges Bild mit extremer Betonung der Familienidylle. Deshalb kein Bild für meine Wohnzimmerwand, da gehören nur schräge Sachen hin. Eventuell hätte ein verfaulter Fischkopf im Vordergrund für mich die Sache geschaukelt (siehe dies hier). Spass beiseite: Dein Bild ist einfach schön.

    Antworten
  3. Avatar
    Torsten Kunkel sagte:

    Hallo,

    vorweg erstmal vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mein Bild genauer anzuschauen.
    Den Abstand zwischen Kutter und Familie hätte ich auch liebend gerne beim Foto grösser gehabt, ich wollte hier aber auch nicht per EBV eingreifen, denn bei meinen Versuchen wirkte der Kutter dann nichtmehr so schön als Ziel für die Wanderer. Aber ich merke schon, die Familie war wieder zu mittig, passiert mir immer wieder :) Aber ich gelobe Besserung!
    Was ich sehr interessant finde ist deine Meinung zur Farbgebung im Bild. Als ich es geschossen habe wirkte die Umgebung „normal“ halt bedeckte Küste, als ich das Bild dann am PC angeschaut habe dachte ich „wieder eines für die Tonne“, aber irgendwie hat mich es immer wieder hingezogen das Bild anzuschauen. Ich habe das Bild nicht entsättigt, sogar im Gegenteil, ich habe den Himmel ein wenig (so 10%) in der Sättigung mit 3 Farbkontrollpunkten nach oben gezogen um ein wenig die Ansätze der Farbe hervorzuheben. Im Watt habe ich den Kontrast etwas erhöht und die Personen habe ich ein wenig aufgehellt (nur Personen + Spiegelung).
    Den Schnitt finde ich extrem passend, ich habe mich selber immer von meinem Bild im Kopf leiten lassen. Beim fotografieren hatte ich die Wasserfläche und den Pril in der unteren Bildhälfte mit eingepackt um die waagerechten Linien zwischen Himmel, Horizont etc als wiederholung drin zu haben, das führte dann dazu, dass ich immer versucht habe senkrecht das Bild zuzuschneiden. Aber waagerecht wirkt es gleich viel besser, danke für den Wink.
    Was ich aber anders sehe ist die Spiegelung der Personen, wenn sie sich in der Wasserfläche spiegeln würden, dann wäre die Spiegelung in meinen Augen zu deutlich und würde wegen des flachen Winkels die Personen quasi verdoppeln. Persönlich gefällt mir gerade die undeutliche Spiegelung, weil sie dem Auge etwas zum entdecken gibt.
    Es hat mir als Anfänger sehr viel Spass gemacht eine professionelle Analyse eines meiner Bilder zu lesen, da werde ich sicher in Zunft noch öfters eines einschicken :)

    Gruß

    Torsten

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.