High Key Schwarzweißporträt: Oben mehr Raum lassen

2 Kommentare
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    Blue sagte:

    Interessante Bildkritik. Könntest Du die bunten Linien mal ein wenig erläutern? Was hätte wo sein müssen? Die gelb-grünen Linien sollen doch nicht etwa den Goldenen Schnitt wiedergeben oder?
    Grüße Blue!

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    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann sagte:

      Grundsätzlich ist der Goldene Schnitt eine uralte Regel, die u.a. in der mathematischen Theorie über Form und Harmonie verankert ist. Aufgerundet ergibt er einen Wert von ungefähr 0,618, also nicht ganz 2/3. Beim Komponieren hilft er, die Hauptlinien und das Interessenzentrum des Bildes zu ermitteln. Das Interessenzentrum wird ermittelt, indem man Höhe und Breite des Bildes mit 0,618 multipliziert und in den gefundenen Punkten eine Senkrechte errichtet. Der Schnittpunkt dieser Geraden bildet den Goldenen Punkt. (Es gibt noch viel mehr darüber zu schreiben, aber das ist so ungefähr die Kurzfassung.)

      Vielfach wird Bildaufteilung vereinfacht als Drittelung der Bildfläche widergegeben, was ich hier getan habe (das sind in der Tat die gelben Linien). Die roten Linien sind die Hauplinien des Porträts. Grundsätzlich sollte man das Interessenszentrum im Schnitt der bestimmenden Geraden ansiedeln. Das kann aber auch rechts oder links sein. Bei diesem Foto schaut man automatisch zuerst auf die Nase (die, zugegebenermaßen, sehr hübsch ist), aber nicht auf die Augen. Macht Sinn?

      So, wie das Foto hier komponiert ist, kann man nichts mehr groß verschieben. Man müßte entweder den Ausschnitt erweitern oder das Foto extrem beschneiden.

      Als weitere Lektüre kann ich „Das Große Buch der Bildgestaltung“ von J.M. Paramon empfehlen oder George Barrs „Take Your Photography to the Next Level“.

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