Sarah Moon: Bilder mit Mode

Sarah Moon macht Modefotografien, aber es sind ihre ganz eigenen Bilder mit Mode – unverwechselbar.

Sarah Moon: G.S., 1990

Seit den Siebzigerjahren gehören die eleganten und einprägsamen Fotografien der in Paris lebenden Fotokünstlerin Sarah Moon zum festen Bestandteil der internationalen Modewelt. In Zürich ist aktuell ein Querschnitt durch ihre Arbeiten zu sehen.

Kaum jemand wird sich dem Zauber ihrer eigensinnigen Arbeiten etwa für Dior, Chanel oder Cacharel entziehen können, wie die Galerie Zur Stockeregg mitteilt. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch dieses einzigartige Werk, dessen unverwechselbar intime Bildsprache eine grosse poetische Kraft zu entfalten vermag.

Sarah Moon: Avril pour Elle 1, 2003

Sarah Moon, Jahrgang 1941, ist Autodidaktin: Ihr fotografisches Handwerk erwarb sie, als sie im Anschluss an ihr Kunststudium als Mannequin in der Haute Couture tätig war. 1968 schliesslich tauschte sie die Arbeit vor der Kamera mit jener dahinter und war mit ihrer eigenen Sichtweise gleich erfolgreich. Sarah Moons Arbeiten erschienen in solch tonangebenden Modezeitschriften wie Marie-Claire, Elle und Vogue. Heute gehört Sarah Moon zu den bekanntesten Modefotografinnen der Welt. Ihre poetische, oftmals traumartig anmutende Bildsprache überträgt sich auch auf Motive außerhalb der Mode und seit den Neunzigern auf ihr filmisches Schaffen.

Sarah Moon: La Menace, 2006Sarah Moon sagt: „Die Fotografie ist die Seele aller Momente, die Seele des Moments, den man gerade eben zu Ende gehen sah.“ So lädt sie den Betrachter ihrer atmosphärischen Fotografien ein, der Magie dieser beseelten Momente nachzuspüren. Gleichzeitig befreit sie jedes Motiv aus seiner Zeitgebundenheit, löst es mit der Kamera quasi von der Gegenwart ab. So wirken ihre Fotografien oft wie aus einer anderen Zeit und sind dennoch von einer tiefen Intimität.

Das Faible der Künstlerin für Mystifizierung zeigt sich in der oftmals unscharfen Wiedergabe ihrer Motive. Ähnliches ist in ihren Farbfotografien zu beobachten:

Sarah Moon: Le Toucan, 1998Sarah Moon: Teresa Stewart for Issey Miyake, 1995Farbe, der Sarah Moon an sich skeptisch gegenübersteht, wird für sie erst als Mittel zur Verfremdung und Übersteigerung interessant. Wo die teilweise grelle Optik einer gedämpften, dunklen Farbigkeit weicht, nimmt die fantastische Stimmung einen melancholischen Unterton an. Als Sarah Moons Inspirationsquellen werden immer wieder Alice im Wunderland, Samuel Beckett oder die großen Märchenerzähler genannt.

à propos… Sarah Moon
Bis 25. Februar 2010
Galerie zur Stockeregg. Stockerstraße 33, CH-8022 Zürich
+41 44 202 69 25, info@stockeregg.com
Geöffnet Dienstag bis Freitag 10 – 19 Uhr, Samstag 11 – 16 Uhr

Galerie zur Stockeregg

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