Libellen-Schmetterlingshaft: Geduld und ein gutes Makro

3 Kommentare
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    Roland Horni sagte:

    Das Foto finde ich zuerst auch einmal „lustig“, wie Sofie Dittmann schreibt. So wie sich das Insekt hinter dem Halm versteckt, könnte man meinen, es treibe Schabernack mit dem Fotografen…

    Ich betrachte das Bild und frage mich, ob es durch eine andere Ausschnittswahl vielleicht etwas ausdrucksstärker geworden wäre. Wenn sich das Insekt so ziert, sich fotografieren zu lassen, kann man ja versuchen, grafisch aus der Situation etwas Gutes zu machen. Zum Beispiel, indem man die Kamera um die eigene Achse schwenkt, sodass der Grashalm eine Diagonale von links unten nach rechts oben bildet und dann den ganzen Ausschnitt so zu wählen, damit der Kopf des Insektes oben rechts ungefähr im viel zitierten goldenen Schnitt zu liegen käme. Ich denke, das wäre doch ein ganz schön-schlicht-grafisches, fast monochromes Bild geworden, wenn auch nicht das, was man ursprünglich wollte?

    Um etwas mehr Plastizität und Tiefenschärfe zu bekommen, hätte ich doch eher eine bis zwei Blenden mehr geschlossen. Durch die doch lange Brennweite von 100mm wäre der Hintergrund sicherlich nicht zu unruhig geworden und wenn schon, hätte ich mit Photoshop nachgeholfen:

    Filter/Weichzeichnungsfilter/Tiefenschärfe abmildern. Dies auf einer neuen Ebene, dann mit einer Ebenenmaske nach bearbeiten.

    Vielleicht viel Mühe, aber was tut man nicht, um ein gutes Bild zu produzieren;-) Das mehr abblenden wäre aber nur möglich gewesen bei völliger Windstille, denn bei Macroaussenaufnahmen nützt das stabilste Dreibein nichts, wenn das Objekt sich im Winde wiegt, und das Komponieren eines weiteren Ausschnitts nur, wenn das Tierchen ebenso geduldig gewesen wäre wie der Fotograf.
    Doch im Kommentar von Endres lese ich, dass die Unschärfe, resp. die Details, beim Skalieren verloren gingen. Dann erübrigt sich oben beschriebenes.

    Danke Dir Sofie, dass Du uns einen Link zu Bildern der Fotografin Sally Gaul beigefügt hast. Die Idee, Insekten so zu fotografieren ist schon speziell. Das Ziel ist hier nicht, das Insekt oder sonst kleine Tierchen möglichst gross darzustellen, sondern wohl, es in seiner natürlichen Umgebung zu zeigen. Man sieht es aber nur, wenn man – in der freien Natur oder beim Betrachten der Fotos – die Augen offen hält. Ob der Serietitel „Crawl“ (kriechen, bummeln, im-schneckentempo – beim Betrachten? – etc.) auf das hinweist?

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    Endres Helbig sagte:

    Ich bin ja richtig von den Socken das ihr das Bild noch gefunden habt. Hatte selbst nicht mehr daran gedacht. Danke für die Kritik. In der Tat ist es so das ich das Bild auf dem Heimweg noch „mitgenommen“ habe. Zeit hatte ich nicht wirklich eingeplant.
    Ein Schnappschuss eben. Aaaaaber, die Details sind durch den (dilettantischen?)Verkleinerungsprozess verloren gegangen. Mein Original ist sehr scharf und detailreich. Was sicher auch am Stativeinsatz liegt.
    Das Objektiv in dem Fall,ein Tokina 100 2.8.
    Richtig froh bin ich aber, das es den Haften in unserem Tal wieder richtig gut gefällt. Das war nicht immer so.

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