Indonesische Marktfrau: Genre-Porträt

6 Kommentare
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    Uwe S sagte:

    Ein wunderschönes Portrait, an dem sich nur wenig verbessern lässt. Ich finde den dunklen Hintergrund perfekt.

    Zu den wenigen Verbesserungsmöglichkeiten: Man sagt Kleider Leute, aber auch ihr Beruf prägt die Menschen. In diesen Fall hätten ein paar Waren des Marktstandes am unteren Bildrand das Portrait abgerundet.

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    gusak sagte:

    Ich kann die Kritik am mangelnden Umfeld leider nicht verstehen. Nur weil die Frau nicht in unserem Kulturkreis wohnt, braucht sie Folklore im Hintergrund? Ein Foto eines Deutschen ohne Lederhose, der nicht vor einem Fachwerkhaus steht, kann keine Bildaussage transportieren? Kopfschuettel, Gusak.

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      thomas deuer sagte:

      Dein Argument ist zwar überzeichnet, im Prinzip aber richtig. Als ob eine Person nur im Zusammenhang seines Umfeldes eine (richtige?) Aussage zulässt. Eine Person als Soloelement hat also keine Aussage wenn das Lokalkolorit nicht ebenso interpretierend, unterstützend beigefügt ist.
      Im Gesicht und Haltung der Frau ist doch, zumindest für mich, eine ganze Lebensgeschichte zu erahnen wenn nicht gar zu lesen.

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    Peter Bundrück sagte:

    Ersteinmal vielen Dank für die fundierte und sachliche Kritik. Bekommt man leider viel zu selten!

    Den Punkt das nichts auf die Tätigkeit der Person hindeutet kann ich nachvollziehen.
    Wahrscheinlich habe ich nicht das richtige Foto aus der Serie gewählt da der schwarze Hintergrund eigentlich untypisch ist. Normalerweise sind da Waren zu sehen.In dem Fall fand ich diesen „Studiomässigen“ Hintergrund gut um die Frau besser darzustellen. Gleichzeitig verliert man damit natürlich einen Bezugspunkt . Das stimmt.

    Das angesprochene Kopftuch ist weit verbreitet im größten moslemischen Land Indonesien und in Malaysia. Schon kleine Mädchen tragen es wenn sie zur Schule gehen müssen.
    Die angesprochenen Pigmentflecken sind sehr wahrscheinlich Verbrennungen.
    In Indonesien wie in ganz Süd Ost Asien wird meistens über Gas oder ,gerade in ärmeren Haushalten , über Holzfeuer gekocht. Viele Gerichte werden in heißem Öl frittiert .
    Es kommt immer wieder zu Unfällen mit schweren Verbrennungen . Ich denke so war es auch hier. Gerade an den Händen auch sehr typisch.

    Letztendlich ist das auch der wertvollste Punkt denn ich aus der Bildkritik ziehen kann :
    Ich muss mehr darauf achten das Betrachter völlig unvoreingenommen meine Fotos ansehen.
    D.h. Für mich ich muss mehr Infos zu den Bildern anbieten um die zusammenhänge besser rüber zu bringen.

    Besten Dank nochmal für die Mühe
    Peter

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    Archinese sagte:

    Hallo,
    ich verfolge die Bildkritiken regelmäßig mit großem Interesse. Mir gefällt dieses Portrait ausgesprochen gut. Nicht nur verrät das entspannte und freundliche Gesicht der Frau ein wenig von der Aufgeschlossenheit der Indonesier, die der Fotograf zeigen wollte, mir gefielen auch die warmen Farben und die kräftige Beleuchtung. Ich kann die Kritik von Peter Sennhauser in einem Punkt nicht ganz nachvollziehen: sicher hat sich Peter Bundrück inhaltlich viel vorgenommen, aber man müßte schon Ethnologe sein, um an Kleidung und Aussehen einer Person ihre Herkunft eindeutig bestimmen zu können. Sicher hätte ich gern etwas mehr vom Markt gesehen, davon, womit diese Frau handelt, aber als Teil einer Portraitserie könnte ich es mir gut vorstellen.

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