Konzeptfoto: Lasterhaftes Model

Die Sieben Todsünden sind eine Motivreihe, der sich seit Jahrhunderten gerne Künstler annehmen. Auch heute noch wird versucht, einen neuen Zugang zum alten Thema zu finden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Kiara Katharina Schimmel).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist Teil meines „7 deadly sins“ Projektes und zeigt Faulheit.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Kiara Katharina Schimmel:

Nanu, das Foto kenne ich doch von der Photokina? Dort hing neben vielen anderen Ausstellungen eine mit dem Thema „7 Deadly Sins“. Eben noch an der Wand, nun eins der Bilder bei fokussiert.com zur Bildbesprechung – wir freuen uns!

Die Umsetzung der Sieben Todsünden, sei es als Gemälde, Zeichnung oder Fotografie, ist ein sehr beliebtes freies Projekt von Künstlern, siehe hier, hier, hier, hier, hier oder hier.

Es gibt sogar mehrere Flickr-Gruppen, die nur solche Motive sammeln. Auch die Fotografin Kiara Katharina Schimmel hat sich dieser uralten Liste angenommen und versucht, sie auf ihre Art zu interpretieren.

Genauer gesagt enthält die Liste keine Todsünden, sondern die Hauptlaster, welche als schlechte Charaktereigenschaften fast unweigerlich zu den schweren Sünden führen:

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Fotografien aus 24 Stunden: Sonne, Mond und Komet

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Sonne, Mond und Komet, Industrielandschaft und Stillleben

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Dokumentation: Beissende Neugier

Fotografien mit inhaltlicher Bedeutung sind eine spannende Übung für Fotografen: Wie setzt man einen Buchtitel oder eine historische Legende wirksam um?

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tom Jung).

Kommentar des Fotografen:

Zitat aus Heinrich Bölls Irischem Tagebuch: „Einige hundert Meter oberhalb dieses Hauses die Überreste eines abgestürzten Flugzeu- ges: amerikanische Flieger hatten, um den Bruchteil einer Sekunde zu früh, geglaubt, den freien Ozean vor sich zu haben, die glatte Fläche, die noch zwischen ihnen und der Heimat lag: Europas letzte Klippe wurde ihnen zum Verhängnis, der letzte Zacken dieses Erdteils, den Faulkner in seiner „Legende“ ‚jene winzige Eiterstelle, die den Namen Europa trägt‘, nennt…“

Die Photographie zeigt die Überreste der Turbine jenes in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts abgestürzten Flugzeugs. Die Aufnahme entstand 1989; es handelt sich um einen Scan einer 6*6 cm Mittelformat-SW-Aufnahme, welche ich mit einer Rolleiflex-Kopiekamera gemacht hatte. Die literarische Verarbeitung dieses Unfalls hat mich immer sehr berührt; die Überreste der Turbine bilden nach über 30 Jahren eine fast organische Einheit mit der Umgebung.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Tom Jung:

Ein weitgehend zerstörter Sternmotor liegt in einer kargen, möglicherweise küstennahen Umgebung in diesem Schwarz-Weiss Bild. Durch den geringen Kontrast des im Nebel, im Schatten oder nach Sonnenuntergang aufgenommenen Bildes scheint sich der Motor in die Umgebung einzufügen, geradezu zu tarnen. Weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden: Lichtstimmungen

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Lichtstimmungen, Unruhen, Vermischtes

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Naturfoto: Mohn-Details

Etwas so Alltägliches, dass die meisten Menschen es nicht mal mehr sehen, rückt hier in den Mittelpunkt des Fotos und erweitert damit unsere Wahrnehmung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Anne Berlin).

Kommentar der Fotografin:

Mich reizte es, den Mohn mal anders als „üblich“ zu zeigen. Besonders gefiel mir jedesmal wieder, wie wunderschön die feinen Härchen der Pflanze im Gegenlicht leuchteten. Dies ließ sich besonders schön im frühen Morgenlicht festhalten, das zudem noch die Pflanzen in ein wunderschönes Licht tauchte. Canon EOS 1000D, 150mm Makro, 1/2000, f 3.2, ISO 200

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Anne Berlin:

Das Motiv ist simpel: Eine Mohnblume im Gegenlicht. Die Farben sind auf Gelbtöne reduziert. Trotz dieser einfachen Zutaten ist es der Fotografin gelungen, ein sehr ansehnliches Bild festzuhalten.

Das liegt vor allem an zwei Punkten:

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Fotografien aus 24 Stunden: Schatten an der Wand

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Schattenbilder, zwischen Herbst und Winter

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Das Rettungsboot: Grenzgang

Richtig eingesetzt, kann die andere Sichtweise der Kamera Abstraktionen liefern, die wir selber nicht sehen würden. Dabei kommt es auf die Dosierung an.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Christian Kreutzmann).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild zeigt ein Rettungsboot an einem großen Schiff. Die Aufnahme gefällt mir persönlich sehr gut, doch meinten meine Kritiker (Freunde und Bekannte, dass das Bild durch die vorhandene Überbelichtung „zerstört“ wird und die Metallschiene rechts nur stört.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Christian Kreutzmann:

In diesem Hochkant-Farbbild ist ein oranges Rettungsboot an einem Ozeandampfer zu sehen. Wir blicken offensichtlich von oben auf das Kunststoffboot, das an leicht angerosteten weissen Stahlträgern zu hängen scheint, die sich vertikal durch die rechte Hälfte des Bildes ziehen. Zwei Drittel der linken Bildhälfte sind Wasser, das in der Bewegungsunschärfe einer verhältnismässig langen Verschlusszeit zu einer verwischten Fläche wird, in der sich die Bugwelle des Schiffes mit noch höherer Geschwindigkeit als weisser Fächer nach unten öffnet.

Abstraktion ist keine feste Grösse:

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Monat der Fotografie Berlin: Modernes Leben, neue Bilder

In Berlin hat am 15. Oktober der Europäische Monat der Fotografie begonnen – unter dem Motto: „Modernes Leben, Neue Bilder“.

Ed van der Elsken: Amsterdam, Nieuwmarket

Sechs Wochen lang bis 28. November zeigt sich Berlin als Metropole der Fotografie: 140 Ausstellungen, rund 500 Fotografinnen und Fotografen, mehr als 10.000 Bilder. Das sind nur die nackten Zahlen. Weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden: Rot, Orange und Gelb

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Kräftige Rot-, Orange- und Gelbtöne

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Feuerwerk: Mehr als bunte Kugeln

Feuerwerk ist nicht ganz so schwierig zu fotografieren, wie man meinen könnte. Das Problem besteht darin, insgesamt ein spannendes Bild hinzukriegen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Wenter).

Kommentar des Fotografen:

Jedes jahr im Herbst findet bei uns in Linz / OÖ ein Volksfest mit Eröffnungsfeuerwerk statt. Ich habe von einer Brücke aus das Spektakel fotografiert. Links ist der Vergnügungspark zu sehen und auf der anderen Seite kann man das erleuchtende Gebäude des Kunstmuseums erkennen. Ich setze mich seit einiger Zeit intensiver mit Fotografie auseinander und freue mich über Deine ehrliche Kritik – danke!

Peter Sennhauser meint zum Bild von Andreas Wenter:

Zwei Feuerwerkskörper explodieren in fast totaler Dunkelheit über einem Gewässer. in dem Querformat-Bild sind links und rechts Uferpartien mit erleuchteten Gebäuden zu erkennen, links bei genauem Hinsehen auch ein Schiff.

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