Arktislandschaft: Eis wohin das Auge blickt

10 Kommentare
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    Uwe S. sagte:

    Was ist eigentlich der Absicht des Fotografen (siehe sein Kommentar) abträglich? Das gilt es zu beseitigen und nicht etwa durch raffiniertes Verlegen des Horizonts eine Dynamik hinzu zu fügen, die so nicht erlebt wurde.
    Das Bild wirkt trüb und gelb stichig. Ich würde den Tonwertumfang durch eine Belichtungskorrektur besser ausnutzen und das Blau leicht anheben. Dabei keinesfalls den Kontrast erhöhen, denn das würde ein Eindruck der Weite behindern.
    Im Bild gibt es zwei diagonale Linien, eine öffnende von links unten nach rechts oben unterhalb der Person vorbei laufend. Die zweite läuft von links abwärts und blockiert die erste. Ein Beschnitt links und unten würde den Eindruck der Weite erhöhen, weil die blockierende Linie mehr in die Ecke rutscht.

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      Martin Leonhardt sagte:

      Hi

      Also auf meinem Schirm sehe ich keinen Gelbstich. Da werd ich mal den heiligen Spyder bemühen.
      Trüb wirkt es aber so war nun einmal die Stimmung.

      Das mit den Linien finde ich super Interessant. Ich hatte bei einer anderen Bildversion den unteren Rand intuitiv schon weggeschnitten. Also die 2te von Uwe genannte Linie.

      Gruß

      Martin

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    Martin Leonhardt sagte:

    Ok danke.

    Tja so wie bei Herrn Becker kenn ich das auch. Nur mit dem Unterschied das ich für die Arbeit da bin.

    Ein Beispiel hätte ich auch noch mit Weitwinkel. 9 Zeile in der Mitte. Kann die Bilder leider nicht direkt verlinken.

    Wie gesagt – wollte ich bei besagtem Bild oben was anderes Probieren. Die Frage ist halt auch immer was nun besser ankommt.

    http://www.freiheitenwelt.de/nggallery/page-98/album-3/gallery-8/

    Gruß und danke für die Beispiele

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    Martin Leonhardt sagte:

    Hallo

    Vielen Dank für die ausführliche Kritik. Die Aussage „Eine Fotografie zeigt immer und niemals etwas so, wie “wie es eben war”“ war für mich die hilfreichste. Als Fotograph sieht man die Bilder immer mit einem anderen Auge als ein außenstehender Betrachter. Es ist wohl eine sehr wichtige Kunst eigenen Gefühle und Emotionen für ein Bild auszublenden und nur die Wirkung der Darstellung in dem eckigen Rahmen zu sehen.

    Bei dieser Aufnahme wollte ich durch die längere Brennweite bewusst mehr Tiefe in das Bild bringen. Auch mit dem Weitwinkel hab ich einige Bilder in dieser Landschaft gemacht. Bei keinem konnte die Anzahl und fast schon Gleichförmigkeit der kleinen Hügel so wiedergegeben werden. Deshalb würde ich nicht sagen, dass in dieser Situation Weitwinkelaufnahmen ein Patentrezept für gute Bilder sind. Aber das werde ich bei nächster Gelegenheit dort oben einfach ausprobieren.

    Was den Himmel angeht hatte ich den Eindruck, dass dieser durchaus Informationen in das Bild bringt. Abzuwägen wie stark diese Informationen im Gegensatz zu dem Rest des Bildes sind muss wohl auch noch gelernt sein. Danke auch dafür.

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      Dr. Thomas Brotzler sagte:

      „Es ist wohl eine sehr wichtige Kunst eigenen Gefühle und Emotionen für ein Bild auszublenden und nur die Wirkung der Darstellung in dem eckigen Rahmen zu sehen.“

      Ich für meinen Teil glaube eher, daß es unabdingbar ist, die eigenen Gefühle bei Motivsuche und Aufnahme vollständig _einzublenden_ (sich diese also bewußt zu machen und weiter zu hinterfragen) und ebendiese durch geeignete kompositorische und gestalterische Mittel im Bild zu transportieren, so daß sich dem Betrachter eine Idee Deiner Empfindungen vor Ort vermittelt. Diese grundlegende Bedeutung der emotionalen Botschaft wird bei der üblichen „Suche nach dem sensationellen Motiv“ des Laienfotografen gerne übersehen.

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      Martin Leonhardt sagte:

      Hallo nochmal

      Den Kommentar von Dr. Brotzler hab ich erst jetzt gesehen. Bei meiner Aussage hab ich mich darauf bezogen was ich persönlich, beim Betrachten meiner eigenen Bilder, fühle. Ich weiß wie sich Grönland, der Gletscher, das Eis anfühlt, wie die Sonne die Haut verbrennt und die Kälte durch jede Ritze pfeift. Nach einem kilometerweiten Marsch über den Gletscher entstehen auch ganz besondere Emotionen.

      Trotzdem sollte man sich immer vor Augen führen welche Reaktionen das Bild bei einem Außenstehenden hervorrufen kann. Ziel sollte es sein, wie oben beschrieben, so viele persönlichen Eindrücke wie möglich in ein Bild zu packen. Aber das Medium ist nun mal ein kleiner eckiger Rahmen und nur über diesen kann die Information weitergegeben werden.

      Im besten Fall werden dem Betrachter alle erlebten Eindrücke vermittelt. In wie weit das gelingt ist wohl die große Herausforderung der Photographie!

      Wir meinen also beide das Gleiche. Nur die Ansicht „Betrachten“ oder „Gestalten“ war eine andere.

      Gruß

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