Erfolgreich mit fokussiert.com: Kritik führt zu Bildverkauf

Dank einer Kritik auf fokussiert.com hat Fotograf Jànos Balàzs ein Bild verkauft – eine kleine, verspätete Weihnachtsgeschichte.

Das Bild, das schliesslich verkauft wurde. © Jànos Balàzs Nikon D40 - 1/30s - f/3.8 - ISO 450 - 23mm

Als Jànos Balàzs auf der IFA in Berlin 2007 ein Bild des ARD-Studios schoss, dachte er nicht im Traum daran, es zu verkaufen.

Drei Jahre später (im Juni 2010) erhielt er ein Kaufangebot einer Agentur, die das Bild für eine Einladungskarte verwenden wollte. Auslöser? Eine Bildkritik auf fokussiert.com.

Dabei hatte Jànos einfach das Setting des Studios, die Komposition durch Trennung von Bluebox und Hintergrund und die Bildaussage der Scheinwelt des Fernsehens ausdrücken wollen.

Interessanterweise habe ich damals in der Kritik schon geschrieben:

Eine Studioaufnahme wie aus dem Studio: Wenn andere die halbe Arbeit schon erledigt haben – warum nicht davon profitieren?

Und am Ende sagte ich:

Eine Aufnahme für den Besucherprospekt der IFA – oder der ARD.

Das fand offenbar auch die Agentur aus der Schweiz, die sich für das Bild interessierte, um es für eine Einladungskarte zu verwenden. Mangels einer Adresse von Jànos schrieb der Agenturmitarbeiter uns an und fragte nach dem Fotografen.

Man hätte es sich einfacher machen und irgendwas aus einer Microstock-Website kaufen können. Zumal Jànos, weil er „nur“ seine Flickr-Site angegeben hatte, nicht ganz einfach zu erreichen war.

Deswegen: Gebt Eure Website an, wenn Ihr uns Bilder schickt – und wenn Ihr keine habt, den Link zu Euerer Facebook-, Xing- oder sonstigen Profilseite.

Am Ende haben sich Jànos und die Agentur mit unserer Vermittlung gefunden. Der Deal kam zu Stande.

Jànos hat mit dem Bild 100 Euro verdient, was je nach Sichtweise angemessen (Microstocks gibt’s für wesentlich weniger) oder wenig ist. Zum Superstar hat ihn die Aufnahme nicht gemacht – aber die Bestätigung, ein gutes Bild geschossen zu haben und ein neues Zubehörteil in der Ausrüstungstasche zum Nulltarif sind ja nicht ganz zu verachten.

Ausserdem ist es erfreulich zu erkennen, dass eine einfache Präsenz im Web schon mal zu geschäftlichen Verbindungen führen kann. Wo alle Welt nur vom Bilderklau spricht.

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