Segelregatta: Unsichtbare Spannung

3 Kommentare
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    Ralf Jäger sagte:

    Hallo,

    als ich die Kritik zu meinem Bild gelesen habe, habe ich erst einmal geschluckt und war empört – ich fand (und finde) es gut. Aber nach den Hinweisen habe ich versucht, es als unvoreingenommer Beobachter zu sehen, und dann sieht die Sache anders aus. Mit den Zusatzinformationen in meinem Kopf (und bei anderen Mitgliedern des Vereins) zur Situation und den Beteiligten hat es seinen Charme, ohne diese Kenntnisse wirkt es wirklich nur verwirrend.

    Mein Resümee? Ich bedanke mich für den Kommentar und hoffe, das ich ein bißchen mehr gelernt habe, Bilder aus einer allgemeineren, „objektiveren“ Perspektive aus zu sehen.

    Mal sehen, was ich bei meinem nächsten hochgeladenen Bild lernen kann (wenn es denn ausgewählt wird).

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      Peter Sennhauser sagte:

      Hallo Ralf

      Vielen Dank für die Rückmeldung. Ich kann deine Reaktion gut verstehen: Diese Kritik bezieht sich auf das Bild als alleinstehendes Kunstobjekt, nicht als Teil einer Fotoreportage für den Segelclub, persönliche Erinnerungen etc.

      Diese Unterscheidung fällt vielen Fotografinnen und Fotografen nicht leicht, und sie können deswegen eine ehrliche Kritik schlecht annehmen.

      Das heisst aber auch: Das Bild funktioniert nicht in seiner ihm von mir verliehenen Aufgabe – es kann aber in einer anderen, wie eben der Reportage für den Club, durchaus passend und wirkungsvoll sein.

      Unscharf allerdings bleibt es ;-)

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    Christian Gruber sagte:

    Als stolzer Segel A – Schein besitzer habe selbst ich probleme, diesen direkten Einblick auf die Teilnehmer einer Regatta zu deuten. Ich vermute mal die Situation spielt zwischen Kommando „Klar zur Wende“ und „Ree“. Das spielt sich bei Regattas üblicherweise im speziellen vor Bojen (Eckpunkten der vorgeschriebenen Kurse) oder ausgelöst durch andere Schiffe und die Vorrangsregeln sprich Seefahrtsregeln – ab. Oder das allgemeine Segelproblem wenn der Wind aus der Richtung kommt wo man hin will – aufkreuzen.
    Nachdem ich das weis, bleibt mir das Bild die Antwort – welches Ziel diese Bootsbesatzung verfolgt – schuldig.
    Was bietet das Bild noch? Es dominiert der Motor am Heck, teilweise schlampig organisiertes Tauwerk, ein unscharfer Hintergrund mit Bäumen und einem Hochhaus. Genua und Großsegel sind von hinten auf beiden Seiten sichtbar, tragen aber überhaupt keine Information, nicht mal ein Wollfaden. Wenn nicht jemand die zwei an ihren Pullovern erkennt, kann man nicht mal das Schiff erraten, da der Name fehlt.
    Zusammengefasst: kein Regattabild, kein Main bei Offenbach, keine Anspannung oder hohe Konzentration, keine Erkennungswert also auch kein Bildjournalismus.
    Wenn der Kapitän gerade sagenwürde „Oma zieh den Hintern ein, ich finde den Steg vom Wirtshaus sonst nicht“ würde es mich auch nicht wundern.
    Eine mitfahrmöglchkeit auf einem Boot des Organisators ist sicher interessant – die Kontrolleure bei der arbeit zu fotografieren oder wie andere mitfiebern. An einem Flußlauf finden sich aber sicher bessere Standorte für Fotos am Ufer, um die Teilnehmer in Aktion zu zeigen.

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