Schwarzweiss-Schmetterling: Fotografie lebt auch von Formen

In der Natur sind uns viele Motive quasi vor die Haustür gelegt. Es gilt sie zu erkennen und gekonnt ins Bild zu setzen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© olaf veit).

Kommentar des Fotografen:

na ja digital gibt halt farbfotos so oder so… nun meine umsetzung. ein schmetterling, bei dem ja es auf ja auf die farbe ankommt. habe dank digitaler bearbeitung in schwarz-weiss umgewandelt. mir persönlich gefällt dieses ergebnis – aber wie ist eure meinung?

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von olaf veit:

Olaf hat gut daran getan seine digitale Fotografie in Farbe zu fotografieren und dann in schwarzweiß umzuwandeln. Mein Reden ist es immer, keine Informationen zu verschenken, indem gleich und ausschließlich schwarzweiß digital fotografiert wird.

Wobei dies unterwegs nur in einem Fall ein Problem ist: Wenn wir im RAW- Modus fotografieren und schwarzweiß einstellen, haben wir am Display der Kamera ein schwarzweißes Bild zum sofortigen Beurteilen und trotzdem die farbigen RAW-Daten später noch zum bearbeiten. Bei Einstellung auf JPG dagegen sind die Farben verloren!

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Das Stativ in der Landschaftsfotografie (II): Positive Nebenwirkungen

Ein Stativ bremst den Fotografen, es sorgt für Ruhe und eine feste Routine bei der Komposition – einige weitere Argumente für das Dreibein, das jeder Landschaftsfotograf mit sich rumschleppen sollte.

Profi Gary Hart ist Spezialist für Landschaftsfotografie und Instruktor

Lupine. © Gary Hart

Das wichtigste Argument dafür, warum eine Landschaftsfotografin nie ohne Stativ unterwegs sein sollte, ist die Kompromisslosigkeit bei der Bildqualität – nur wenn Du die richtige Blende für Deine Komposition wählen kannst, hast Du eine Garantie für die beste Bildqualität. Das haben wir im ersten Teil dieses Stativ-Argumentariums geklärt.

Aber es gibt noch mehr Gründe, warum ein ernsthafter Landschaftsfotograf nicht ohne das Dreibein in die Gegend zieht.

Nehmen wir als erstes die zusätzliche Kontrolle, welche das Stativ beim kreativen Prozess der Komposition ermöglicht.

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Fotografien aus 24 Stunden: Tränen

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Tränen und Bangen, Bauen und Eisangeln

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

FotoEspresso 1/2011: Schwarzweiß ist nicht schwarzweiß

Schwarzweiß ist nicht gleich schwarzweiß. Photoshop bietet viele verschiedene Wege vom Farb- zum Schwarzweißbild und der neue FotoEspresso 1/2011 stellt uns einige vor.

Titel FotoEspresso 1/2011

Die Photoshop-Funktion „Schwarzweiß“ wird im Artikel dabei ausführlich behandelt. Ein weiteres Thema unter anderem: Wie schlägt sich das neue MacBook Air im Fotografenalltag? Weiterlesen

Blickkontakt: Fotografisches Interview

Der direkte Blickkontakt ist das unmittelbare Transportmittel für Emotionen. In fotografischen Reportagen und Dokumentation muss er deshalb sehr bewusst eingesetzt werden.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Roland Beck).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild des teppichknüpfenden Jungen aus Ecuador in seinem engen Arbeitsraum habe ich beim Scannen meiner Diasammlung wiederentdeckt. Die Szene hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Kann das Bild aber auch auf neutrale Betrachter eine Wirkung entfalten? Aufgenommen mit einer Leica CL Kleinbildkamera auf Kodachrome-Diafilm. Belichtungsdaten nicht mehr rekonstruierbar.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Roland Beck:

Ein Junge sitzt in einem Raum an einem hölzernen Webstuhl, dessen Wände mit Kalk geweisst scheinen. Durch das glaslose Fenster im Bildzentrum hinter dem Jungen, der nach links direkt in die Kamera blickt, fällt gleissendes Licht.

Diese Farbfotografie ist jedenfalls ein einprägsames Bild, das kaum ein Betrachter ohne nähere Untersuchung übergehen wird. Einerseits sind der Raum und die Tätigkeit des Jungen von indigener Abstammung mit Filzhut am Arbeitsplatz ausreichend exotisch, um unser Interesse zu wecken. Das dominante Element aber ist der direkte Blick des Jungen:

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Das Stativ in der Landschaftsfotografie (I): Der wichtigste Ausrüstungsteil

Kein Teil des Equipments eines Landschaftsfotografen hat grösseren Einfluss auf die Bildqualität als der unbequemste: Das Stativ.

Gary Hart ist Landschaftsfotograf und Workshop-Instruktor in Kalifornien

El Capitan spiegelt sich im Wasser des Merced River. Yosemite, USA, © Gary Hart

El Capitan spiegelt sich im Wasser des Merced River. Yosemite, USA, © Gary Hart

Du spazierst gegen Sonnenuntergang den Ufern des Merced im Yosemite Nationalpark (lies: Jo semitti) entlang, als sich plötzlich ohne Warnung der mächtige El Capitan aus einer Wolkenwalze befreit; zu deinen Füssen mischt sich eine kristallklare Spiegelung der Szene mit den Granitblöcken im Wasser. Die Kamera ans Auge hebend, findest Du schnell heraus, dass eine Komposition bei 30mm Querformat am besten funktioniert.

Aber um den Capitan und den Vordergrund scharf zu halten, brauchst Du Blende 16:

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Fotografien aus 24 Stunden: Festlichkeiten

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Festlichkeiten: Feuerkreise, Geburtstag des Propheten, Seidenbänder

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Taj Mahal: Gegensätze wirkungsvoll eingesetzt

Viele Bildideen leben von Gegensätzen. Eine überwältigende Architektur wirkt nur überwältigend, wenn wir auch die Grösse abschätzen können. Und wenn diese Grössenbezüge gleichzeitig auch noch plakativ wirken, verstärkt sich der Gesamteindruck.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Christian Birkmeier).

Kommentar des Fotografen:

Bei einem Besuch des Taj Mahals früh morgens während der Monsunzeit waren nur sehr wenige westliche Touristen anwesend, dafür viele interessante indische Menschen. Diese Gruppe Herren in Orange ließ sich an verschiedenen Orten rund um das Mausoleum zu Gesprächen nieder und ermöglichte mir diese Aufnahme vor einem Seitenportal. Was mir an dem Bild gefällt, sind zum einen die Details der Fassade und zum anderen die Mächtigkeit des Gebäudes, die in Relation zur Größe der Personen gut zum Ausdruck kommt. Das Bild habe ich nachträglich gerade gerichtet. Dadurch mussten die unteren Ecken ergänzt werden. Ausserdem haben mich zwei sitzende Touristen gestört, die ich digital entfernt habe.

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Christian Birkmeier:

Die Zentralperspektive ist sowohl in der Architektur wie auch in der Fotografie eine sehr stark wirkende Gestaltungsform, die aber gleichzeitig auch ein hohes Mass an Genauigkeit verlangt. Dies ist dir bei dieser Aufnahme sehr gut gelungen:

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Fotografien aus 24 Stunden: Berge und Sterne

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Dreimal Berge und Sterne, Schneegrafik, Asylsuchende

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Viviane Sassen: Die Farben Afrikas

Licht, Schatten und diese Farben – Viviane Sassens Afrika-Bilder üben eine seltsame Anziehungskraft aus, jedenfalls auf mich.

Viviane Sassen: Now & Then, 2007

Die (Menschen-) Bilder der niederländischen Fotografin bewegen sich irgendwo zwischen Dokumentation und Faszination. Aktuell sind sie in Salzburg ausgestellt.

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