David LaChapelle: Vergängliche Pracht

David LaChapelle überzeichnet und überhöht bis an den Rand des Erträglichen. Aber die gezeigte Pracht ist eine vergängliche.

David LaChapelle: Decadence: the insufficiency of all things attainable 2008

„Die Erde lacht in Blumen“, so lautet der übersetzte Titel von LaChapelles aktueller Ausstellung in Hannover: Sie lacht über den Menschen, der meint, sie besitzen zu können. Weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden: Regen

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Regen, Tsunami-Überreste, Flüchtlinge, Erdbebenopfer. Und Fussball.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Fashionfotos: Gegenüberstellung

Zwei mal fast identische Fotos mit gleicher Komposition und sehr ähnlicher Pose von verschiedenen Fotografen. Die Wirkung ist jedoch unterschiedlich. Woran liegt das?

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Laura Steiner).Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Patryk Bafia).

Kommentare der Fotografen:

Laura Steiner, links

Cooles Fashionshooting mit Sara im Boyfriend-Look

Patryk Bafia, rechts

Das ist mein Sohn, Quentin. Dieses Bild ist bei einem Outdoor-Shooting mit Quentin entstanden.Ich sah diese Wand und es passte wie angegossen zu seiner Kleidung. Pose sollte ganz locker und cool aussehen.

Profi Robert Kneschke meint zu den Bildern von Laura Steiner und Patryk Bafia:

Beim Stöbern durch die eingereichten Fotos für die Bildkritiken bin ich auf zwei Fotos gestoßen, die innerhalb von drei Tagen von einem Fotografen und einer Fotografin unabhängig voneonander eingereicht worden waren.

Beides sind Fashionfotos, und beide Fotografen schrieben in den Kommentaren, dass der Look „cool“ wirken solle. Das Erstaunliche an den Fotos ist, dass sie sich sehr ähnlich sehen. Trotzdem wirken sie sehr verschieden:

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Fotografien aus 24 Stunden: Sonnenbilder

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Sonnenbilder, Wasserwerfer, Gebet

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Landschaftsfotografie: Objekte machen Raum

Landschaft besteht aus Objekten, und deren Beschaffenheit, Anordnung, Beleuchtung und das Zusammenspiel macht ein spannendes Landschaftsbild. Wenn einzelne Elemente zum Subjekt gemacht werden sollen, verlangt das Entschiedenheit.

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Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen in Elmenhorst bei Rostock.Rein zufällig.Ich sah das Licht und die Wolken und musste sofort „zuschlagen“.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Frank Hojenski:

Weisse Haufenwölkchen mit einer gleich hohen Basis schweben in diesem Farbbild über einen hellblauen Himmel. Darunter erstreckt sich im untersten Bilddrittel ein goldenes Getreidefeld von vorne bis hinten.

Wenn Landschaftsfotografen sagen, ihre Arbeit lebe ausschliesslich vom Licht und von den Elementen, dann setzen sie grundsätzlich das Vorhandensein einer attraktiven Landschaft voraus. Den Rest machen dann interessantes Licht und Wetter.

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Fotografien aus 24 Stunden: Origami

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Origami, Märzenschnee, Kirschblüten

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Andrej Krementschouk: Heimat Tschernobyl

Auch 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe ist Tschernobyl Heimat geblieben: Andrej Krementschouk fotografierte das Leben der Rückkehrer in die evakuierte Zone.

© Andrej Krementschouk

Die Havarie des Atomreaktors hat die Gegend um Tschernobyl zu einem der giftigsten Orte der Welt und unbewohnbar gemacht. Trotzdem hängen die Menschen an ihrer Heimat. Wir sehen Krementschouks Bilder über ihren Alltag aktuell in Mannheim. Weiterlesen

Glasreihen: Abstrakter werden

Eine abstrakte Fotografie muss abstrakt sein – das heisst, sie darf nicht zu viel vom Inhalt preisgeben.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gabriela Seglias).

Kommentar des Fotografen:

Erst seit vier Monaten habe ich eine Spiegelreflex-Kamera und beginne SEHR langsam mit dem Fotografieren (und dem Verstehen). Unter anderem suche ich immer wieder mal Motive, die ich auf Postkarten-Grösse ausgedruckt in der Einstiegs-Runde meiner Workshops verwenden könnte, die also jedeR nach eigenem Gusto interpretieren bzw. zur Vorstellung der eigenen Person als „Eisbrecher“ verwenden kann. Bisher habe ich das mit gekauften Postkarten gemacht, vor ein paar Tagen habe ich zum ersten Mal meine eigenen Bilder ausgelegt. Dieses Bild wurde von einer Teilnehmerin ausgewählt, was mich erstaunte und erfreute, weil man nicht auf Anhieb erkennt, was es eigentlich ist. Gerade das gefällt mir daran, dass man mehrmals hinschauen muss, dass es ein „banales“ Motiv ist. Mir gefallen aber auch die Farben. Das Foto wurde im Frascati an der Bar aufgenommen.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Gabriela Seglias:

Am Anfang war gutes Licht – und ein gutes Auge. Jawohl, dies ist eine abstrakte Fotografie – aber nicht so, wie sie hier präsentiert wird. Wir sehen nämlich zu viel von der ganzen Szenerie, als dass wir es ein Abstrakt nennen könnten, also ist das erste, was ich tun werde, einen Beschnitt vorzunehmen, der es zum abstrakten Bild macht, und dann die Kritik fortsetzen:

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Fotografien aus 24 Stunden: Tag des Wassers

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Wasser, Schatten, Blumen und und Geithner

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Meeresufer-Dynamik: Aggregatszustand undefiniert

Wasser ist ein hervorragendes Objekt, um die Rolle der Zeit in der Fotografie zu nutzen. Die Entscheidung für eine «dünne» oder «dicke» Zeitscheibe im Bild hat entscheidende Auswirkungen auf seine Wirkung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Horst Bottner).

Kommentar des Fotografen:

Das Foto zeigt einen kleinen, mit Tang bewachsenen und von Brandung umspülten Felsen an der Grand Anse auf der Insel Grenada. Es ist Teil einer Serie, die bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen aufgenommen wurde. Die Location habe ich zufällig bei einem Spaziergang entdeckt. Es ging eine derartige Faszination davon aus, dass mich die in der Dämmerung überaus aktiven Sandflies nur wenig beeindrucken konnten. Zusätzlich zu den aufgeführten Metadaten wurde ein Stativ und ein Polfilter verwendet.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Horst Bottner:

Eine Reihe von giftgrünem Tang bewachsener schwarzer Felsen an einem Sandstrand wird von einer Welle überspült. Das Meerwasser spritzt im Bogen von der hinter den Felsen liegenden Brandung in den Bildvordergrund des Sandstrands.

Wasser ist ein überaus spannendes Objekt für die Fotografie, weil es den Zusammenhang von Zeit und Bewegung darstellen lässt:

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