Fotografien aus 24 Stunden: Vorsicht Blut!

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Body Art in Venezuela, Mixed Martial Arts in den USA und Wahlen in Spanien

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Amazonen: Lebenskraft pur

Der Bildband «Amazonen – Das Brustkrebsprojekt von Uta Melle» (Kehrer Verlag) ist eine Wucht. Fotografisch wie inhaltlich. Ein Buch, das schonungslos eine Seite des Lebens präsentiert, die oft genug verdrängt wird.

Es ist ein offenes, ein engagiertes, ein ehrliches Buch. «Amazonen» zwingt zum Hinschauen auf diese, im ersten Moment verstörenden, Bilder. Sukzessive ziehen die Fotos und die Texte Mann und Frau in ihren Bann, bis zum Schluss die Lebensfreude und Lebenskraft der dargestellten Frauen jeglichen optischen Makel beiseite schieben, nebensächlich, unkenntlich machen. Am Ende bleibt eine auf Selbstbewusstsein basierende Schönheit und Erotik, die jede auf Hochglanz polierte und retuschierte Busen- und Po-Erotik als das offenbart, was sie ist: eine langweilige Chimäre.

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Fotografien aus 24 Stunden: Goldener Herbst in der Schweiz

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Ein Herbsttag am Zürichsee und in Michaelskreuz.

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Fotografien aus 24 Stunden: Zu Fuß durch die Antarktis

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Nebel, Hochwasser und Regen in Deutschland, Thailand und im Libanon

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Foto des Monats: Lola und die Ballons

Schwarz-Weiss-Porträts liegen ganz vorne: Lola bringtSally Lazic 100 Euro für die Fotografie des Monats Oktober.

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Im Oktober war die Auswahl der Bilder für die Kritiker so gross wie vielseitig. Gewonnen hat Sally Lazic mit eindeutigem Resultat für Lola mit den Ballons im Park – wir gratulieren.

Das Gegenlichtporträt ist nicht ganz perfekt und vielleicht gerade deshalb so charmant. Bokeh und die Rundungen der Ballons schaffen ein neckisches Zusammenspiel; die Fotografie beweist, dass Ausdruck und Stimmung mehr für ein tolles Bild tun als technische Perfektion, wobei die Aufnahme insgesamt gut gemeistert ist.

Reinhard Witt ist ein erfahrener fokussiert.com-Fotograf und schaffte es mit einem Schwarz-Weissen, verspielten Modell-Porträt auf den zweiten Platz. Stefan Wieczorek erreichte indes die gleiche Punktzahl, dahinter liegen auf den Plätzen vier und fünf Thomas Oppolzer und Wolfgang Silbermayr:

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Fotografien aus 24 Stunden: Herbst

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Herbsttage, Wahlen in Spanien, Architektur in Hamburg und ein zerstörter Markt.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Gute Aussichten 2011/2012: Der Schnitt als Verbindung

„Gute Aussichten – Junge deutsche Fotografie“ präsentiert in der neuen Auswahl 2011/2012 sieben Preisträgerinnen und Preisträger. Der „Schnitt“ in des Wortes vielfältiger Bedeutung erweist sich als verbindendes Element, so die Jury.

Foto Johannes Post, Inform, www.guteaussichten.org

Die Jury hat diese Sieben aus 95 Einsendungen von 36 Institutionen ausgewählt, alles Hochschulen für Fotografie oder Kunstakademien. Die Auswahl will eine Zusammenschau dessen zeigen, was im letzten Jahr an junger Fotografie entstanden ist.

Foto Sebastian Lang, Behaviour Scan, www.guteaussichten.orgSebastian Lang (HBK Braunschweig) beleuchtet in seiner seriellen Arbeit „Behaviour Scan“ in dem von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) als bundesdeutsche Norm eingestuften Dorf Haßloch in der Pfalz den vermeintlichen deutschen Durchschnitt.

Er offenbart dabei, wie Büro von Gute Aussichten mitteilt, verblüffende Details, die den gehegten Wunsch nach dem repräsentativen – und somit berechenbaren – Querschnitt der Gesellschaft ab absurdum und uns in eine fast gespenstische Realität führen.

Christian Karl Gerhartsreiter führte 30 Jahre lang u.a. als Clark Rockefeller in den USA ein Leben als Hochstapler, bis er im Jahr 2008 vom FBI entlarvt wurde.

Foto Sara-Lena Maierhofer, Dear Clark, www.guteaussichten.orgSara-Lena Maierhofer (FH Bielefeld) folgt in ihrem Zyklus „Dear Clark“ seinen Spuren und erzählt in 66 Bildern und einem Objekt die Geschichte seines Lebens. Zugleich wagt sie eine phänomenologische Betrachtung der Gestalt des Hochstaplers, die zu kleinen Teilen in jedem von uns schlummert.

Kurzerhand durchschnitten hat Johannes Post (HfbK Hamburg) in „Inform“, was er und wir so am Leib tragen: Unsere Kleidung – die Uniform. 36 Bild-Querschnitte angeordnet in zwei großformatigen Tableaus mit je 18 Abbildungen zeigen unsere „zweite Haut“, wie wir sie noch nie gesehen haben – fotografisch-surreale, modische Schnittmuster einer ganz und gar neuen Art.

Den beiden großen zerstörerischen Einschnitten der Stadt Dresden – der Luftangriffe durch die Alliierten im Februar 1945 und der Jahrhundertflut vom August 2002 – ist Luise Schröder (HGB Leipzig) in „Arbeit am Mythos“ auf den Grund gegangen. Künstlerische Antworten auf die Fragen, wie die Wahrnehmung von Geschichte entsteht, wie Erinnerungen konserviert werden und wo die Schnittstellen von Wahrheit und Mythos liegen könnten, erarbeitete Luise Schröder sich in sieben Archiv-Prints, einem Video und einer Zeitung.

Foto Miriam Schwedt, ohne Titel, www.guteaussichten.orgGanz dem Zufall verschrieb sich Miriam Schwedt (Kunstakademie Düsseldorf) in ihrer fünfteiligen, aus 20 Einzelmotiven bestehenden Arbeit ohne Titel. Die Schnittmenge ist dabei nicht nur die Verfremdung der Wirklichkeit, sondern auch jene Bildpoesie, die aus dem Herstellungsverfahren herrührt.

Foto Julia Unkel, Im Angesicht, www.guteaussichten.orgUm Abschnitte, Zuschnitte und irgendwann den Aufschnitt ganz anderer Art geht es Julia Unkel (FH Dortmund) in ihrer Arbeit „Im Angesicht“. Sie hat Schlachthöfe und Schlachtereien besucht und dokumentiert auf beinahe erschreckend klinisch-saubere Weise in elf Fotografien und einem Buch das blutige Geschäft der Fleischindustrie ohne jeglichen sichtbaren eigenen Kommentar.

Auf die Suche nach Schnittflächen bzw. Flächenschnitten hat sich Franziska Zacharias (HGB LEIPZIG) in ihrer Serie „Le Noire Familier“ begeben. Mit Hilfe eines selbst gebauten Modells und der Fotografie erschafft sie fünf großformatige Bildräume, die sowohl als Räume wie auch als abstrakte Bilder gelesen werden können.

Die Initiatorin von „Gute Aussichten“, Josefine Raab, sagt über die diesjährige Auswahl aus der jungen deutschen Fotografie:

„In der wie immer mit Spannung erwarteten Sitzung konnten wir beobachten, dass sich die bereits im letzten Jahr hervorgetretene Tendenz, das Medium Fotografie ebenso experimentell wie spielerisch und ungezwungen einzusetzen, in diesem Jahr fortgesetzt hat. Das fotografische Erbe der Bild prägenden Schulen führt bei den Nachwuchsfotografen zu einer phantasievollen Erkundung und Erweiterung ihres Instrumentariums. Die Konstruktion von Bildern bleibt nach wie vor ein großes Thema, wobei die totale Inszenierung von Bildwelten mit den unterschiedlichsten Mitteln in den Vordergrund gerückt ist. Weiterhin virulent ist die Auseinandersetzung mit politischen, gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Themen unserer Zeit und hat – zumindest vorläufig – die narrative Selbstbestimmungs- und Selbstverortungsthematik in den Hintergrund gedrängt.

Bei „Gute Aussichten“ gibt es keine Siegertreppchen, kein Preisgeld, keine Rangliste, sondern einfach „nur“ Gewinnerinnen und Gewinner. Die Ausstellung mit deren Arbeiten tourt jetzt durch ganz Deutschland und auch ins Ausland.

Den Auftakt macht das Museum für Fotografie in Berlin, wo die Bilder bis 29. Januar 2012 zu sehen sein werden. Danach geht’s unter anderem nach Washington DC, nach Innsbruck, nach Hamburg, Straßburg oder Köln. Alle Infos dazu und Bilder der Preisträger finden sich auf der Website von „Gute Aussichten“.

Gute Aussichten
Museum für Fotografie Berlin

Gegenlichtporträt: Lola mit den Luftballons

Kinder mit bunten Luftballons sind meist wegen der vielen knalligen Farben ein sehenswertes Fotomotiv. Aber auch in Schwarz-Weiß kann man der Szene etwas abgewinnen, indem zum Beispiel der Größenkontrast genutzt wird.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sally Lazic).

Kommentar des Fotografen:

Lola und die Ballons Treffen mit einer Flasche Helium, einigen Ballons und der Tochter einer Freundin im Park um die Mittagszeit. Die Lichtsituation war etwas schwierig, aber dafür hat Lola so viel Spaß am posen gehabt daß es eine Freude war mit ihr diese Fotos zu machen.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sally Lazic:

Kinder mit Luftballons sind immer ein dankbares Fotomotiv. Selbst wenn wie hier auf dem Schwarz-Weiß-Foto von Sally Lazic keine Farben verwendet werden, die meist für genug Aufmerksamkeit sorgen. Stattdessen ist das Bild sehenswert durch den Größenkontrast, vor allem zwischen dem größten Luftballon direkt neben dem Kopf des Mädchens, der wiederum durch das junge Alter etwas kleiner als der Kopf eines Erwachsenen ist.

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Fotografien aus 24 Stunden: Die Frau neben dem Kardinal

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Sonnenuntergang, Herbst, Lachen und vieles mehr.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Strandbild: Urlaubsfoto mit Minimenschen

Wenn auf Urlaubsfotos die Familie zu sehen ist, sollte sie auch zu erkennen sein. Hier versuchte die Fotografin einen Spagat zwischen Erinnerungsfoto und Landschaftsaufnahme, die leider misslungen ist.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sara Obornik).

Kommentar des Fotografen:

Ich bin Hobbyfotografin und lese seit langem mit grossem Interesse die Bildkritiken und versuche die Tipps auch bei meinen Bildern umzusetzen. Dieses Bild entstand im Dänemark-Urlaub im letzten Herbst an der ruhigen Ostsee beim Standspaziergang mit einer einfachen Compact-Kamera. Es gefällt mir vom Bildaufbau sehr gut. (Als Kategorie hätte ich Urlaubsbild gewählt, zu sehen sind meine Lieben. ;-))

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sara Obornik:

Das gezeigte Foto ist ein Urlaubsfoto mit der Familie der Fotografin drauf für das heimische Fotoalbum. Ihr gefällt der Bildaufbau sehr gut – und damit hat sich die Sache erledigt. Schönes Bild, Klebe-ecken ran und rein ins Album. Da es aber für eine ausführliche Bildkritik eingesandt wurde, können wir es dabei nicht belassen. Ich habe nun das schwere Los, der Fotografin zu sagen, dass mich der Bildaufbau überhaupt nicht überzeugt. Das hat mehrere Gründe. Aber erst mal das Positive:

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