Schnappschuss: Der Schattenmann

3 Kommentare
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    Johannes Joha sagte:

    Für die konstruktive Kritik von Peter Sennhauser danke ich sehr,insbesondere hinsichtlich des Kontrastes,um die beabsichtigte und gewünschte Bildaussage deutlicher werden zu lassen.

    Zum Kommentar von Dr. Thomas Brotzler: ich habe die Anregung zum Format gerne aufgenommen und einen anderen
    Zuschnitt vorgenommen. Wirkt auch sehr gut, bleibt aus meiner Sicht aber letztlich eine Frage der individuellen Sehweise und -gewohnheit.
    Was das Anstossen am oberen Ende betrifft, so werde ich mal sehen, ob man mit Photoshop (ich bin Anfänger) eine Erweiterung hinzufügen kann, um diesen „Mangel“ zu beheben. Der fehlende Raum ist dem Schnappschuss geschuldet.

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      Dr. Thomas Brotzler sagte:

      „eine Frage der individuellen Sehweise und -gewohnheit“

      Gewiß gibt es erhebliche Freiräume im gestalterischen und künstlerischen Bereich. Über kalkulierte Regelbrüche, die frische Sichtweisen aufzeigen, haben wir hier (bei anderen Bildern) auch schon vielmals diskutiert. Ein anderer, auch wichtiger Aspekt ist freilich jener nach der „Verdaulichkeit“ des Bildes für den Betrachter, die dem Fotografen letztlich im Sinne der Verwertung entgegen kommt – und „leichtverdaulicher“ mag für viele eben die Platzierung des aussagewichtigen Bildteils (und das ist hier zweifellos das Dreieck zwischen Kopf des Betrachters, seiner in der Halt gehaltenen Brille und dem Bild im Bild) etwa im Viertel bis Drittel des Gesamtbildes sein. Andere Platzierungen bedingen andere Wahrnehmungen, wie hier eben das obere Anstossen im Sinne einer Gefangenschaft bzw. Verkürzung.

      „eine Erweiterung hinzufügen … dem Schnappschuss geschuldet“

      Die schönsten Beispiele der Streetfotografie entstehen aus einer Synthese aus schneller Komposition und wacher Intuition, wobei mancher Bildausschuß gerade zu Beginn nicht vermieden werden kann. Man kann es nicht planen oder inszenieren, sondern muß den „entscheidenden Augenblick“ abpassen, oder wie Cartier-Bresson es an anderer Stelle ausdrückte: „Fotografieren heißt den Atem anzuhalten, wenn sich im Augenblick der flüchtigen Wirkung all unsere Fähigkeiten vereinigen. Kopf, Auge und Herz müssen dabei auf eine Linie gebracht werden“

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    Dr. Thomas Brotzler sagte:

    Eigentlich schade, daß bei diesem Bild keine Diskussion aufkommt – die Motividee ist klasse und hätte solches verdient. Das „Anstossen“ am oberen Ende und der m. E. zu üppige leere Raum (insbesondere links) schmälert die Bildwirkung. Ein Hochformat wäre evtl. wirksamer gewesen. Das leichte Changieren der Silhouette in den Zonen 0 bis II empfinde ich hingegen nicht als so störend.

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