Mario Giacomelli: Orte, Landschaften, Seelenzustände

2 Kommentare
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    Horst Hazfeld sagte:

    Vorgestern konnte ich die Ausstellung im Willy-Brand-Haus sehen. Die Serie „Verrà la Morte e Avrà i Tuoi Occhi“, die in einem Altenheim entstanden ist, hat mich umgehauen. Den Übergang zwischen Leben und Tod in dieser Härte und Direktheit zu sehen schockiert, unser aller Schicksal wird plötzlich in seiner unausweichlichen Brutalität bewusst. Die für Giacomelli typische grafische Bildkomposition verstärkt die suggestive Wirkung, schwarze Bildflächen durchtrennen oft die Komposition. Nur ein Fotograf der in seinem Ort und mit den Menschen in seiner Umgebung so stak verbunden ist wie Giacomelli ist in der Lage ein solches Werk in dieser Intensität zu schaffen.

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    DKlein sagte:

    Hallo !

    Ein schöner Pusch, mal so jemand wie Mario Giacomelli vorzustellen.
    Ich habe mich – überfliegend – durch die Bild-Ranges durchgeklickt – und finde da viel mehr, als der – sorry – etwas eingrenzende obige Text und die Beispielbilder vermuten lassen. Mag ja Giacomelli nun viel über Heimatboden erzählt haben, aber in Wirklichkeit war er offensichtlich ein Experimentateur, der die herrschenden Kunstströmungen seiner Zeit aufgegriffen hat.
    Ein schönes Beispiel für die dynamische Synthese von Fotografie und Malerei ! Denn das ist es, was Giacomelli macht – fotografierend malen ! Der Mann war ja Expressionist, Abstrakter, Surrealist, Informeller in einer Person.
    Die Serie „Bando“ erinnert mich sehr stark an den italienischen Abstrakten Emilio Vedova, der zur gleichen Zeit lebte.
    Die Moderne der 60er, 70er Jahre – mithin heutzutage bereits Kunstgeschichte – und jenseits der Zeitenwende von Kodak zu Canon wohl schwer zu empfangen…

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