HDR richtig bearbeitet (3/3): Ohne Aureolen und unwirkliche Farben

12 Kommentare
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    Bastian Jeske sagte:

    Sehr schönes Tutorial für alle, die mal in HDR Aufnahmen reinschnuppern wollen und sicherlich auch noch einige Tipps für quietschfarben-verehrende „Profis“ :)

    Als kostenfreie Alternative zu Photoshop kann ich ansonsten noch Gimp empfehlen. Nicht ganz so Nutzerfreundlich, allerdings (nach einer mittelfristigen Eingewöhnungszeit) ebenfalls ein mächtiges Bildbearbeitungstool.

    MfG
    Basti

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    Dr. Thomas Brotzler sagte:

    Vielen Dank für diesen schönen Übersichts- und Einstiegsartikel, liebe Sofie. Dein Ansatz, die HDR-Technik zur behutsamen Erweiterung des kameratechnisch begrenzten Dynamikumfangs (und damit zur wirklichen Bildverbesserung) zu nutzen, spricht mir ganz aus dem Herzen.

    Thomas

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    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann sagte:

      Ich kann das Kompliment nur zurückgeben – Deine HDR Bilder sind das Beispiel dessen, was ich hier „gekonnte Nachbearbeitung“ nenne. Genau SO sollten HDRs aussehen! :)

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      Dr. Thomas Brotzler sagte:

      Vielen Dank für dieses Lob.

      Ich möchte gerne noch anmerken, daß die Schwarzweißfotografie (mit der ich mich ganz überwiegend beschäftige)in Hinblick auf die von Dir angesprochenen Themen ein durchaus dankbares Terrain ist: zum einen münden die üppigen Farben beim HDR-Ausgangsbild naturgemäß nicht in Quietschigkeit, sondern bieten eine gute Basis für die Aussteuerung der Farbkanäle; zum anderen läßt sich ein gewisser Teil des Bildrauschens durch die abschließende Filmkornsimulation elegant und stimmig überdecken.

      Die artefaktsärmsten Ergebnisse beim HDR-Ausgangsbild und besten Voraussetzungen für die Nachbearbeitung erzielt man nach meiner Erfahrung übrigens, indem man Photomatix nicht mit RAW-, sondern mit in ACR bereits entwickelten und leicht farbentrauschten 16-Bit-TIFF-Dateien beschickt und das Ergebnis der Rückrechnung in den Niederkontrastraum ebenfalls als 16-Bit-TIFF-Datei abspeichert.

      Thomas

    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann sagte:

      Ja, wenn man in Schwarzweiß umwandelt kann Bildrauschen sogar erwünscht sein. Deshalb wirken ja Bühnenaufnahmen mit ISO 1600 so retromäßig. Du hast ja wirklich das ganze in eine Wissenschaft für sich umgewandelt – ich selbst bin aus Zeitgründen mit meinem vereinfachten Arbeitsablauf bisher ganz zufrieden…

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      Dr. Thomas Brotzler sagte:

      Du hast ja wirklich das ganze in eine Wissenschaft für sich umgewandelt

      Ich habe es bei Rolf Walther in Mainz gelernt …

      ich selbst bin aus Zeitgründen mit meinem vereinfachten Arbeitsablauf bisher ganz zufrieden

      Das stimmt, für eine umfangreiche Postproduction ist es wohl zu zeit- und rechnerintensiv …

      Thomas

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    Carla sagte:

    Also den Grauschleiher und die Auraeffekte sind wirklich auf den ersten Blick zu erkennen. Aber Respekt, dass du die die leichte Verschiebung des Horizontes gesehen hast. Gibt dem Ganzen nochmal eine natürlichere Tiefe.

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    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann sagte:

      Danke! Mit der Zeit lernt man, darauf zu achten. Hier hätte ich das bei der Aufnahme gleich sehen müssen – aber erstens war es bitterkalt, und zweitens ist die Verschiebung ja auch nur LEICHT. Und dann hat es sich ja letztlich noch zu Lernzwecken verwenden lassen.

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    Frank sagte:

    Ein subtiles Manifest gegen Augenkrebs erzeugende HDRs. Vielen Dank.

    Aber nicht zum Thema HDR sondern zum Thema Ausrichten des Horizonts hätte ich einen Hinweis, denn als Beispiel dafür eignet sich Ihr Bild besonders.

    Wenn der Horizont keine Anhaltspunkte zum Ausrichten liefert, hilft, falls vorhanden, das Spiegelbild in einer Wasserfläche.
    Denn die gedachte Linie zwischen einem Punkt im Raum (hier z.B. eine Astgabel) und seinem Spiegelbild auf einer waagerechten Fläche, ergibt immer eine Senkrechte.

    Je nach Aufnahmewinkel und Brennweite wird diese Methode nur in der Nähe der vertikalen Mittelachse des Bildes zuverlässig funktionieren (stürzende Linien).

    Für das Beispielbild (finale Version) ergibt sich mit dieser Methode ein „Fehl“-Winkel von ca. 1,5 Grad im Uhrzeigersinn.

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    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann sagte:

      Interessant! Ich bin nicht so geometrisch in Fällen wie diesen, wenn auch Geometrie/Mathematik im Gymnasium vor ca. 500 Jahren mit mein bestes Fach war! Ich ziehe im Normalfall in Photoshop grüne Leitlinien durchs Foto, indem ich auf ein Lineal am Rand klicke und dann ins Foto hinein bewege. Nach diesen richte ich dann Linien im Foto aus, die GERADE sein sollten – wie eben der Horizont hier.

      Mittlerweile korrigiere ich den Aufnahmewinkel allerdings lieber in Lightroom, weil ich dann die Ränder nicht noch einmal extra beschneiden muß.

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      Dr. Thomas Brotzler sagte:

      Mittlerweile korrigiere ich den Aufnahmewinkel allerdings lieber in Lightroom, weil ich dann die Ränder nicht noch einmal extra beschneiden muß.

      Viele Wege führen nach Rom. Auch der Filter „Objektivkorrektur“ in Photoshop bietet hier Nützliches, indem man mit der Maus ein Lot ziehen kann und das Bild dann entsprechend gedreht und vergrößert wird.

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  1. […] den Rest. Das Bild wird schlußendlich als 8-bit TIF abgespeichert.Morgen geht es weiter mit Teil 3 zur HDR-Fotografie. Twittern Flattr.flattr{margin-top:0px !important}Mehr […]

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