Leserfoto: See in Schwarzweiß – Linien und Flächen

5 Kommentare
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    Matthias sagte:

    Im Bild sehe ich auch nicht die Landschaft, sondern einen „baumspuckenden“ Drachenkopf, der gerade aus dem See herausragt, als Motiv.

    Insofern finde ich die starken Kontrastunterschiede zwischen Baum/Drache und dem nebligen Hintergrund recht passend, weil er den Baum als Motiv in den Vordergrund rückt, und die Rinde wie Schuppen erscheinen läßt.

    Mit dem Stamm als Kopf, wäre es evtl. einen Versuch wert (gewesen), ob man das „Auge“ noch einen Tick höher und damit den „Kopf“ noch etwas weiter in der Vordergrund zu rücken kann. Vielleicht könnte man dann den Blick des Betrachters gezielter vom „Kopf“ über die Äste zu den Blättern lenken.

    Alles in allem ein gelungenes, fesselndes Bild wie ich finde!

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    Dr. Thomas Brotzler sagte:

    Stand hier nicht ursprünglich ein Kurzkommentar mit Verlinkung zu einer Druckerpatronenseite? Wie auch immer :o) …

    Ich kann Christians Argument der „rastlosen Suche im Bild“ nachvollziehen – das Auge springt hierhin und dahin, und es gibt in gewisser Weise keine Motivordnung.

    Andererseits sind mir auch Sofies Argumente eingängig, die das Bild weniger als ein Tiefenbild als vielmehr ein mosaikartiges Ensemble anspricht.

    Solchermaßen empfinde ich selbst auch, das Wechselspiel von Diagonalen und Horizontalen sowie die sich dadurch ergebenden Raumfacetten sind in kompositorischer Hinsicht interessant.

    Zwei Dinge noch kurz zum Abschluß: (1) die Kontrastkanten am Baum empfinde ich als zu viel zu hart, so wirkt dieser wie aufgesetzt („Objekt vor Tapete“) und nicht in die Landschaft integriert; (2) sei es nun ein Aufhellblitz oder ein nachträgliches Abwedeln, was Sofie als störend anspricht – ob nun heller oder dunkler, es bewegt sich im Bereich zulässiger Interpretation / Bildausarbeitung der Schwarzeißfotografie …

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    Christian Gruber sagte:

    Einerseits ist das Bild entdeckungswürdig gestaltet, bietet den Augen wege zur Rundreise. Andererseits findet man kein Hauptmotiv.
    Der Baum im Vordergrund teilt das Bild reizvoll aber dominant, für ein „Einrahmen“ wäre meines Erachtens ein massiver Zuschnitt notwendig mit dann anderem Bildcharakter.
    Die Tiefenmitte der See ist unauffällig.
    Der dreiteilige Hintergrund mit nebelverdecktem Hügel, einzelnen Bäumen und „Waldhügel“ schafft es auch nicht ein Hauptmotiv zu geben.

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    Christian sagte:

    Ein feines Bild das mich sehr anspricht. Was mich bei längerer Betrachtung etwas irritiert, ist der Schatten des Berges links, der genau oberhalb des Baumes keine Fortsetzung findet. War das Licht tatsächlich so oder wurde da mit Photoshop nachgeholfen?

    Grüsse Christian

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  1. […] Ebenen spannend, Auf der bildhaft-inhaltlichen genau so wie auf der abstrakten, als reines Gebilde von Flächen und Linien. Diese halbe Abstraktion ist sehr reizvoll und nicht einfach zu erlangen, weil sehr schnell eine […]

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