Leserfoto: Konkurrierende Elemente im Bild

8 Kommentare
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    Erica di Motta sagte:

    Im voraus schon Entschuldigung, falls meine Kritik zu hart ist: Ja, als Anfänger hatte ich auch solche Fotos, stellte aber schnell fest:
    hier Zitat:
    Hübsche Frauen mögen meistens keine Konkurrenz, das ist im Wahren Leben so und auch in der Fotografie.
    Für mich sollte der Hintergrund, die zweite Ebene noch weniger Bokeh aufzeigen, oder wie vorgeschlagen, eine etwas lässigere Haltung, sonst würde ich sie in die Reihe von Mona Lisa stellen.
    Aber dafür sind wir da, dass wir helfen durch unsere Kritik; hier würde sogar die Ebenenbearbeitung sinnvoll sein, die ich aus dem Bild mit dem Turm sah.
    weitermachen, ausprobieren!!

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    Kai Peters sagte:

    Eine Kombination aus der Nachbearbeitung von Thomas (Hintergrund) mit der Nachbearbeitung von Hannes (Person) wäre für mich perfekt.

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      Uwe sagte:

      Ich finde das Originalbild am schönsten.
      Eine schöne dunkelhaarige Frau in dunkler Kleidung mit einer dunkel werdenden Umgebung und einer entsprechend beeindruckender Farbkraft. Alles andere hier wirkt, wie es gemacht wurde: Aufgehellt.
      Das wasser reflektiert vielleicht etwas zu hell, das war wohl zu dem Zeitpunkt ein nicht zu ändernder Umstand, aber ansonsten gefällt es mir.

      Herr Rathey’s Ausführungen sind alle logisch, einleuchtend und das Bild „eh gut“ nachbearbeitet – viel mehr geht nun mal bei einem fertigen Foto nicht mehr, aber ob das das Ziel des Fotografen war? Kann sein – muß aber nicht ;-)

      Aber was man hier wieder zweifelsfrei erkennt: Hier läßt niemand viel Raum für Geschmack. Keine Toleranz. Jeder kann es besser. Ganz lustig. ;-)

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    Thomas Kölsch sagte:

    Ich denke unabhängig von den Farbanpassungen wird klar, dass auf technischer Seite das Bild zu dunkel ist und weniger Tiefenschärfe braucht. Also: Blende auf, das löst beide Probleme. Ich persönlich würde zu Blende 3,5 oder sogar 2,8 tendieren.

    Bezüglich des Motivs hatte Thomas ja schon geschrieben, dass das Model einfach nur wartend in der Gegend rumsteht – ich finde aber auch, dass sie zu frontal steht. Wenn sie ihren Oberkörper leicht zur Seite drehen würde, könnte das Bild schon gleich viel mehr Dynamik entwickeln.

    Und dann ist da noch der Gesichtsausdruck, der (auch hier stimme ich Thomas zu) viel emotionaler sein könnte. Allerdings fällt es nicht jedem Menschen leicht, auf Kommando so in die Kamera zu lächeln, dass man verzaubert wird – viele wirken verkrampft, schließen die Augen oder setzen sogar ein Honigkuchenpferd-Grinsen auf. Das ist dann Anspannung, die man als Fotograf dem Model nehmen sollte. Was da helfen kann (kommt natürlich auf den Typ an), ist Schreien. Lass sie einfach mal richtig laut in Richtung Kamera schreien. Nicht nur kann ein derartiges Shooting oft sehr sehenswerte Ergebnisse liefern, es erzeugt auch häufig eine befreiende, unglaublich lustige Situation und entspannt die möglicherweise angespannten Gesichtszüge des Models (genauso wie Gähnen, aber das will man ja nicht fotografieren). Danach kann das Model häufig viel natürlicher lächeln als zuvor.

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      Die Frau auf dem Foto sagte:

      Lieber Herr „Kölsch“,

      zur Diskussion über die technische Seite kann ich wenig beitragen, aber Ihre Aussagen zum „in der Gegend rumstehenden Model“ sind ein gutes Besipiel für den inflationären Einsatz oftmals unechter Emotionen in der heutigen Zeit/Fotografie und haben mich zu dieser Antwort veranlasst.

      Nur weil eine Frau ruhig vor der Kamera steht und kein breites „Ruf-mich-an-Grinsen“ aufgesetzt hat, muss sie noch lange nicht in Ihre „Schrei-Therapie“. Genauso wenig erwartet sie vlt. im Einzelfall bespaßt zu werden.

      Das ist keine allgemeingültige Aussage natürlich. Wenn Sie das Foto mit einem leichten Dreh im Oberkörper subjektiv als schöner empfunden hätten, kann Ihnen keiner widersprechen. Lassen Sie es aber bitte nicht nach einem allgemeingültigen Standard aussehen.

      Das Model ist in der Tat nicht introvertiert im wahren Leben. Das macht das Foto aber keinesfalls minderwertiger.

      Haben Sie einen schönen Sonntag.

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      Thomas Kölsch sagte:

      Liebe „Frau auf dem Foto“,

      es geht nicht um eine verbindliche „Schrei-Therapie“, sondern um grundsätzliche Anregungen für zukünftige Shootings – wenn Sie meinen Beitrag gründlich studieren, sollte Ihnen das eigentlich klar werden. Unter anderem schreibe ich ganz bewusst, dass die Schrei-Ansatz eine Typ-Frage ist. Bei einigen Models funktioniert der Trick sehr gut, bei anderen dagegen überhaupt nicht. Die Anregung deswegen aber pauschal abzulehnen, wie Sie das tun, dient weder der Sache noch hilft ee dem Fotografen weiter, der ja offenbar Verbesserungsvorschläge sucht. Sonst hätte er das Bild kaum hier veröffentlicht.

      Grundsätzlich geht es natürlich überhaupt nicht darum, jedes Model zum Lächeln zu bringen – Emotionen lassen sich auch anders umsetzen. Allerdings ist für ein gutes Portrait (im Unterschied zu einem netten Schnappschuss) die Frage zu beantworten, was der Fotograf mit seinem Bild überhaupt ausdrücken will. Und das hier besprochene Bild bringt eben eine wie auch immer geartete Aussage nicht so zur Geltung, wie das möglich wäre. Das hat nichts mit einer von Ihnen so polemisch verwendeten „Minderwertigkeit“ zu tun, die in meiner Kritik überhsupt nicht ausgedrückt wird. Vielmehr bedeutet es, dass das Bild mit ein paar kleinen Korrekturen bei dem gleichen Model eine viel stärkere Wirkung erzielen könnte. Da der Fotograf hier in seiner eigenen Anmerkung dieses Shooting als ersten Versuch in der PORTRAIT-Fotografie bezeichnet hat, ist der Aspekt der Mimik somit nicht nur ein sinnvoller, sondern sogar ein essentieller Kritikpunkt.

      Bezüglich des fehlenden Drehs: Wie Sie vielleicht bemerkt haben, steht der Absatz in meinem ersten Beitrag im Konjunktiv, beschreibt ergo eine Möglichkeit und keinen allgemeingültigen Standard. Ich wage aber zu behaupten, dass unter professionellen People-Fotografen die Mehrheit mit meinem Vorschlag übereinstimmt. Ein leichter Dreh zur Seite bringt mehr Tiefe in die Person, verschlankt den Oberkörper und würde im Fall eines Ganzkörper-Portraits unter anderem die Taille hervorheben. Diese Wirkung ist Fakt – ob sie gewünscht ist, muss der Fotograf entscheiden.

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    Hannes Löhr sagte:

    Hallo Herr Rathay,
    ich bin mit ihrer Bearbeitung nicht einverstanden. Sie hinterlässt einen Grauschleier auf dem Gesicht und erzeugt eine unnatürliche Hautfarbe.
    Eine bessere Korrektur in Lightroom 4 erreicht mM. nach z.B. mit folgenden Einstellungen:
    Temperatur; +9,
    Tönung: +34,
    Belichtung: +1,
    Lichter: -65,
    Tiefen: +60 und im HSL-Bereich
    Grün Sättigung: -100.
    Das korrigierte Bild habe ich unverlinkt auf meine Homepage
    http://www.hannes-renate.de/konkurrenzportraitLRkorr.jpg gestellt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hannes Löhr

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      Thomas Rathay sagte:

      Hallo Hannes, als Fotografierende können wir gerne beim DU bleiben, ich möchte in meinen geänderten Bildern keine perfekten Nachbearbeitungen zeigen,sondern nur Anregungen geben, wie das Bild schon bei der Aufnahme verbessert werden kann. Dein Bild mag schön natürlicher aussehen, nur fehlt diesem die von mir erzeugte Unschärfe im Hintergrund. Und der Grünstich im Bild mag schon von der Umgebung herrühren, daran wollte ich gar nicht „drehen“.
      Auf jeden Fall danke für deinen Kommentar,
      GRuss Thomas

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