Leserfoto: HDR auf Irrwegen

5 Kommentare
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    Marcus S. sagte:

    Lieber Markus,

    ich verstehe Deine Kritik an der Kritik nicht so ganz. Sie geht doch sowohl auf den Bildaufbau (Goldener Schnitt), das Bildthema (einzelner Baum in Landschaft), als auch die Bildbearbeitung ein. Die erstenzwei Aspekte findet der Kritiker, und auch ich, nicht sonderlich spannend. Da kann man nicht viel mehr zu sagen. Die herausstechende Eigenschaft des Bildes ist eben die Bearbeitung. Ich persönlich finde die untere Bildhälfte eigentlich ganz gut gelungen. Farben, Dynamik und Detailreichtum passen für mich. Der Himmel gefällt mir aber gar nicht. Nicht nur, dass der etwas strapazierte HDR-Look hier sehr stark/surrealisitsch verwendet wurde. Am meisten stört mich persönlich, dass der Himmel sehr fleckig ist. Da wurden offenbar künstlich so helligkeitsunterschiede eingebaut, dass dies auch so noch sichtbar ist. Die Verläufe sind nicht harmonisch und nicht gleichmäßig. Am deutlichsten wird dies rund um den Baum selbst. Der Himmel hinter dem Baum ist viel heller als der in der Umgebung, was wie eine Art Heiligenschein für den Baum wirkt. Das hat nichts mit der HDR-Technik selbst zu tun, stört aber.

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    Markus Immerheiser sagte:

    Hallo,

    erstmal danke für die offene Kritik an meinem Bild! Ich möchte gerne noch einige Anmerkungen hinzufügen.
    Was Robert zu dem Thema HDR schreibt, ist schon richtig, allerdings bin ich andere Meinung wenn er sagt das: „Ziel eines HDR-Bildes sollte sein, mehr Details sichtbar zu machen, als es die Kamera mit nur einer Aufnahme gekonnt hätte und das Foto damit der Realität ähnlicher zu machen, indem sich der Dynamikumfang dem des menschlichen Auges mehr angleicht.“

    Bei diesem Bild hat nie die Absicht bestanden mit der HDR Technik ein Bild zu kreieren das der Realität näher kommt. Sondern eher das Gegenteil! Es ist Surrealistisch, Ja! Ich will nicht sagen das es wie gemalt wirkt, sollte aber eher in diese Richtung gehen. Ich bin auch nicht der Meinung, das es ein „typisches“ HDR Bild ist. Wenn man mal nach HDR googlet kommen da ganz andere Bilder dabei herraus. Ich find es außerdem schade das die Rezension so auf die HDR Technik und die scheinbar falsche Anwendung abziehlt. Das Thema Farben, Bildwirkung oder ähnliches wird hier gar nicht behandelt sondern hauptsächlich auf die Anwendung von HDR reduziert. Gut, über das Motiv, die Anordnung (drittel Regel, Goldener Schnitt usw.) und die Komposition lässt sich streiten…

    Ich frage mich wie die Rezension ausgefallen wäre wenn nicht klar gewesen wäre das hier HDR zum Einsatz kam. Vielleicht liegt es auch daran das der Rezensent eigentlich eher in einem anderen Bereich der Fotografie angesiedelt ist.
    Nichts desto trotz gibt es Dinge über die man nachdenken kann und beim nächsten mal berücksichtigen kann.

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    Uwe S. sagte:

    Ich kann alles, was Robert zum Bild schreibt, nachvollziehen. Man kann nur zustimmen, dass das zugrunde liegende Landschaftsfoto den Weg durch die Felder nicht gerade spannungsvoll in Szene setzt.

    Was ich allerdings nicht verstehe ist, wieso Robert ein „Traumlandschaft-Feeling“ vermisst. Das hat doch Markus offensichtlich gar nicht im Sinn, wenn er den lapidaren Titel „Track across the fields“ wählt (siehe Flickr Fotostream von Markus Immerheiser). Er möchte ganz einfach einen Feldweg zeigen, und mittels HDR, genauer gesagt mittels extremem Tone-Mapping, verfremden.

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  1. […] einen ähnlichen Effekt hättest erzielen können. Jedenfalls ist zu begrüssen, dass Du das HDR sehr zurückhaltend entwickelt […]

  2. […] hast die Technik zwar sehr sorgsam angewandt und ohne die sonst so häufig sichtbaren Farbsäume zu generieren. Aber dafür hast Du offenbar für die heller belichteten Fotos vor allem mit der […]

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