Von der Analog- zur Digitalfotografie und zurück

3 Kommentare
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    Thomas sagte:

    Hallo,

    ich hatte bis vor kurzem noch an einer deutschen Hochschule Fotografie studiert. Das Gros der Studenten arbeitet dort natürlich digital. Die Uni verfügt aber weiterhin über ein großes und betreutes Labor und eine Vielzahl an analoger Kameratechnik (bis hin zum Großformat). Geschätzt sind ca. 1/3 der Studenten der „alten“ Technik nicht abgewandt und manche (wie ich) arbeiten rein analog. Die meisten digitalisieren dann ihre Filme jedoch („hybride Fotografie“). Hier spielt sicherlich auch mit, dass man einfach nicht zum „Mainstream“ gehören möchte. Das ist ja für viele junge Leute wichtig.
    Meine Prognose: Filme und Fotopapiere (für das eigene Labor) werden immer noch weniger. Es werden sich aber dann einige wenige Marken / Produkte weiterhin fest am Markt halten.

    Gruß, Thomas von http://analoge-fotografie.net/

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    dirk baumbach sagte:

    Für professionelle Fotografen stellt sich heute leider die Frage analog oder digital nicht mehr. Selbst im Bereich der Architektur wird inzwischen überall digital fotografiert, was nicht bedeutet, dass diese Fotografen trotzdem „analog arbeiten“.

    Die hohen Kosten sind ein wesentlicher Grund. Als Architekturfotograf mit Film arbeiten bedeutet, 1-2 Löhne zusätzlich im Monat, plus Entwicklungskosten. Zeitaufwand nicht inbegriffen. Schnell kommen bei einem gefragten Fotografen da 6000-8000 Euro im Monat zusammen. CCD Sensoren bieten hohe Auflösungen bei hoher Dynamik und ermöglichen einen zeitgemäßen Workflow.

    Nein,
    leider leider,
    diese Zeit ist vorüber. Aber,

    jeder der Fotografie ernst nimmt, sollte (muß) auch einmal analog fotografiert haben. Wer diese Arbeitsweise kennt, weiß nicht nur die Vorzüge der digitalen Fotografie zu schätzen, der Umgang mit der Kamera wird sich verändern. Entschleunigung ist überall ein Thema. Wir alle müssen auf diesem Gebiet noch viel lernen. Noch ist es die Zeit der „Geburtsstunde“ und wir sind dabei.

    Also,
    nicht gleich alles mitmachen,
    nicht immer nur anschauen was andere machen,

    alte Kamera her,
    Film rein
    und mal durchatmen und mit der „alten Technik“ etwas neues Entdecken, was digitalen Kameras fehlt.

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    Andreas Martin sagte:

    Ich gebe Thomas vollkommen Recht und glaube dass wir bei der iPhone/Mobiltelefonfotografie/Tabletfotografie bereits in der Kunstwelt angekommen sind. Ich habe inzwischen mehrere Ausstellungen und Werke mit diesen Kameras gesehen und glaube, dass sie eine ganz neue Gruppe an Kunstschaffenden erreichen. Ohne Hemmungen vor komplizierter Technik stattdessen gefühlsbetont und bildstark.

    Was ich noch begrüßen würde, wären individuelle Nachbearbeitung. Die Standardeffekte aus Instagram, Hipstamatic und Co. sind inzwischen zu oft verwendet worden. Wie wäre stattdessen das: Foto am Smartphone und danach ab in die professionelle Retusche und Bildbearbeitung mit Lightroom, Photoshop und Co.

    Bin gespannt wie die Reise weitergeht! Andreas von http://www.fotoworkshop-stuttgart.de

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