Leserfoto – „Das steinerne Böse“: Farbe und Kontrast

8 Kommentare
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    Christian Fehse sagte:

    Hallo Moritz,

    und der fast noch interessantere Aspekt bei meiner Bearbeitung war, das ich eine ganz andere Sicht der Szene hatte. Für mich waren es ganz klar drei hintereinanderstehende Mauern. Eine höher als die andere – ein Bollwerk. Auf der mittleren Mauer dieses verblasende Gesicht. Die Assoziation war „verfallende Abwehrmauern – der Schrecken verfällt“. Als Treppe habe ich es gar nicht wahrgenommen (und Sophie glaube ich auch nicht). Das Gesicht habe ich auch nicht als so erschreckend wahrgenommen. Durch meine Sichtweise wird das Bild dann „harmloser“. Zu Deiner Sichtweise paßt Deine Bearbeitung naturlich besser.*gg*

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      Moritz Griebl sagte:

      Hey Christian, treppe ist ggf auch nicht der richtige ausdruck. Der ehemalige albanische diktator hatte sich mitten in der hauptstadt eine pyramide als mausoleum bauen lassen. Die einzelnen stufen sind also mannshoch und bilden die pyramide. Irgendwie ist deine interpretation insofern ganz passend, da sich ja tatsächlich die bevölkerung diesen ort zurückeroberte und die pyramide für techno partys nutzte. Meine interpretation der situation ist aber die, dass die bevölkerung zwar den ort für sich gewann, aber das grauen inform der pyrmide sebst und das wofür sie sinnbildlich steht, aber auch durch das gesicht das aus den wänden heraus blickt, immernoch gegenwärtig ist.

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      Christian Fehse sagte:

      Hi Moritz, hab ich verstanden. Ich glaube auch, wenn man dort gewesen ist, kommt man eher zu Deiner Sichtweise. Ich hatte das Bild einfach nur mal auf mich wirken lasen und in 10 Minuten eine Version gebaut, die zu meinen Gedanken stimmig erschien.

    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann sagte:

      An Eurer Diskussion sieht man gut, wie verschieden die Betrachter an ein und das selbe Foto herangehen können. Wie in meinem Beitrag erwähnt war ich ja auch nicht dort, und die Pyramide sieht man hier nicht wirklich. Es spricht aber für Dein Foto, daß ein durchweg ähnlicher Eindruck vermittelt wird, Pyramide/Treppe oder nicht.

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    Moritz Griebl sagte:

    Hallo Christian. Danke für die weitere Version des Bildes. Mir persönlich ist es tatsächlich etwas too much. Durch die geöffneten Schatten wirkt das ganze viel flacher, eigentlich gar nicht mehr wie Stufen. Das aber ist für mich eigentlich recht wichtig, da das dem Bild zum einen Tiefe verleiht, zum anderen dem Gesicht etwas geheimnisvolles gib, wie es so über die Stufe lukt. Die warme Farbtonung nimmt zusätzlich noch den „Schrecken“ vom Bild und das Gesicht wirkt richtig harmlos.
    Trotzdem interessant zu sehen wie ein Bild völlig unterschiedliche wirkungen erziehlen kann.
    Lg

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    Moritz Griebl sagte:

    Hallo und erstmal herzlichen Dank für die Rezension und die beiden Aternativversionen des Bildes. Durch die Farb- und Kontastkorrektur wirkt das Bild wirklich sehr lebendig. Mich stört jedoch daran, dass der Rote Fleck links neben dem Hauptmotiv die Aufmerksamkeit dann zu sehr auf sich zieht. Hier würde ich noch etwas maskieren, insbesondere in der Dynamkkorrekturebene.
    Bzgl. der Vigenette gebe ich dir gerne recht, dass diese das bild nicht wirklich bereichert, sondern eher die lineare Anordnung der Gesamtkomposition behindert.
    Alles in allem möchte ich noch mal sagen, dass es mich sehr gefreut hat, dass mein Bild besprochen wurde und mir eine anderer Blick auf mein Bild ermöglicht wurde.
    Gerne würden mich noch weitere Meinungen interessieren.

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    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann sagte:

      Der rote Fleck links neben dem Gesicht lenkt zwar tatsächlich erst einmal die Aufmerksamkeit auf sich, aber dann entdeckt man gleich darauf das Gesicht und bleibt daran „hängen“ – für mich ein zusätzlicher „Aha-Effekt“. Das Gesicht versteckt sich ja mehr oder weniger offen zwischen dem anderen Graffiti. Ich sehe das nicht als Nachteil und würde ihn nicht wegretouchieren oder abmildern. Er trägt meines Erachtens zum Bild entscheidend bei.

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