Drucksachen: Farben richtig übersetzen

Bilder vom Monitor zu Papier zu bringen ist schwieriger als man denkt. Nicht nur der Drucker, sondern auch der Bildschirm hat einen großen Einfluss auf das Druckergebnis und sorgt nicht selten für negative Überraschungen.

{© Henry Schmitt ;Fotolia.com}Trotz Blogs, E-Mails und Newsletter haben Werbemittel wie Flyer und Broschüren nach wie vor einen festen Platz im Repertoire von Marketingspezialisten. Anders als flüchtige Medien wie Bilder, Texte oder Videos im Internet sorgen Druckerzeugnisse für einen bleibenden Eindruck und überzeugen durch ein Zusammenspiel von Text und Bild. Am PC mit gängigen Software-Lösungen wie InDesign oder Photoshop erstellt, lassen sich Broschüren leicht und kostengünstig vervielfältigen. Nicht immer entspricht das Druckergebnis später jedoch dem Vorbild auf dem Monitor. 

Vom Bildschirm zum Druck

Gängige Monitore mit TN-Panel reichen in der Regel nicht aus, um Fotos qualitativ verlässlich einzuschätzen. Gerade günstige Geräte sind oft nicht blickwinkelstabil. Hier variiert die Farbwahrnehmung je nach Sitzposition. Ausdrucke weichen in diesem Fall mitunter stark von der Darstellung auf dem Bildschirm ab. Einen größeren Blickwinkel und damit auch mehr Farbtreue weisen hingegen Monitore mit IPS-Panel auf. Diese sind im Handel bereits für weniger als 200 Euro erhältlich.

Von RGB zu CMYK

Für eine optimale Bildqualität sollten Kamera, Monitor und Drucker in jedem Fall auf den selben Farbraumstandard eingestellt werden. Das gängigste Farbprofil für Digitalkameras heißt Standard RGB (sRGB) und wurde gemeinsam von HP und Microsoft für die Anwendung im Internet entwickelt. Der gewünschte Farbraumstandard lässt sich in der Regel in der Geräteeinstellung festlegen. Gute Bildbearbeitungsprogramme weisen zudem ein Druckmodul auf, das Farbprofile managen kann. Wird ein externer Druckservice wie xposeprint in Anspruch genommen, sollten Fotografen sich vom Anbieter hinsichtlich des Farbmanagements beraten lassen. Damit der Offsetdruck der Druckausgabe die Farben eines Digitalfotos möglichst so anzeigt, wie die Kamera sie aufgenommen hat, müssen die Bild-Daten aus dem geräteabhängigen sRGB-Farbraum in den CMYK-Farbraum des Druckers konvertiert werden.

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