Gegen den digitalen Strom: 7 Gründe, warum Du analog fotografieren solltest

12 Kommentare
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    GBoos sagte:

    1. Es macht Spaß.
    2. Ich habe eine vollständige Kleinbild-Profiausrüstung im Schrank liegen (Pentax LX).
    3. Meine eigene Dunkelkammer ausgerüstet mit einem professionellen Vergrößerer bis 6×6 und Multigrade-Kopf hat mich jetzt etwas über 100€ gekostet.
    Ich fotografiere aber auch digital und bis auf die Aufnahmen, bei denen ich schnelle Bildfolgen brauche (z.B. bei schnellen Bewegungen, für meine analoge Kamera habe ich keinen Winder) fotografiere ich digital nicht anders als analog.
    Die Verarbeitung ist eine andere, analog arbeite ich fast ausschließlich schwarzweiss, da ich dann selber entwickeln und vergrößern kann, digital dafür fast ausschließlich in Farbe.
    Gute Digitalaufnahmen werden bei mir aber auch immer zu Prints, da sie sonst nur auf einer Festplatte herumliegen.
    Daher bin ich auch ziemlich unglücklich, dass mein Fotoclub jetzt beschlossen hat, die internen Wettberwerbe nur noch ohne Papierbilder zu machen.

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    Christian Loose sagte:

    Ich bin mal wieder recht spät dran und hoffe, dass mein Kommentar überhaupt noch wahr genommen wird…
    Ich finde es grundsätzlich gut, wenn die analoge Fotografie noch aufrechterhalten wird, weil ich da noch einen persönlichen Bezug zu habe.
    Daher freue ich mich auch immer wieder, wenn unter uns Arbeitskollegen einmal im Monat die „Naturfoto“ rumgeht – DAS Pornomagazin für Naturbegeisterte ;-)
    Ich freue mich dann immer, wenn ich vereinzelt dort auf analoge Fotografien stoße, die sich i.d. Qualität von den Digitalbildern nicht unterscheiden, wohl aber im Look&Feel.
    Ich mache dann immer Filmraten und liege i.d. Regel richtig.
    Vielleicht überkommt es mich ja nochmal und ich kaufe mir auch eine Mamyia RZ o.ä..
    Die analoge Kleinbildfotografie bietet mir keinen Vorteil ggü. d. digitalen Fotografie.
    Wenn ich zurückdenke, was das immer für ein Aufwand war Dias und Negative bestmöglich zu digitalisieren… Meine Velvias sahen projeziert immer besser aus als gescannt, obwohl ich damals mit einem Minolta Dimage 5400 II hochwertig gescannt habe. Unter optimalen Bedingungen konnte ich da froh sein, wenn ich gefühlte 20 MP aus einem Bild hervorholen konnte. Aber das ist ja nur die techn. Seite.
    Neulich war ich im lokalen Fotogeschäft und sah einen Velvia 50 für 17€ !!! Viel Geld für so’n paar Aufnahmen. Der hat mal 7€ gekostet und war damals schon teuer.
    Als damals die Nikon D70 raus kam, war ich zufällig bei meinem Fotohändler. Der zeigte mir plötzlich g anz stolz einen A4 Print von dieser Kamera. Ich hab damals nicht verstanden, was er mir damit sagen wollte. Als ich verstand, dass es um die tolle Leistung der D70 ging erwiderte ich: „In der Größe konnte ich das analog schon immer und größer“. Woraufhin er erbost erwiderte, dann solle ich doch bei Analog bleiben :-))))
    Mal schauen, vielleicht sollte ich spaßeshalber mal mein Analogmaterial verschießen, was zu Hause schon seit ein paar Jahren ungenutzt schlummert. Spaß macht es auf jeden Fall, ist aber inzwischen auch recht kostspielig geworden.

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    Ysanne sagte:

    Weil meine Lieblingskamera viel älter ist als ich. Weil sie als Erzklumpen in einem Berg schlummerte und als Kuh fröhlich über eine Wiese hoppelte, um dann in Japan zu einem Kunstwerk an Technik zusammengebaut zu werden. Statt in Bangladesch als Klumpen stinkenden Plastiks durch einen Extruder gepresst und mit Chips von einer Halbwertszeit irgendwo bei 2 Jahren vollgestopft zu werden.

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    Marcel sagte:

    Spaß ist natürlich einer der Gründe schlechthin und auch für mich einer der Hauptgründe. Bei der Aufzählung handelt es sich jedoch um eine mehr oder weniger objektive Sichtweise, wobei man da sicher auch unterschiedlicher Meinung sein kann und darf.

    Deshalb kann ich auch nicht zustimmen, wenn es heißt, die Gründe wären „an den Haaren herbeigezogen.“ Das ist definitiv nicht der Fall. Gerade beim Stichwort „Qualität“ sollte man nicht vorschnell urteilen, denn auch die Qualität muss sich mehr Kriterien stellen als nur die perfekte Schärfe.

    Ich stimme jedoch zu, dass man schneller zu sehr guten Ergebnissen kommt. Ebenso ist es richtig, dass es auch im analogen Bereich viel Ausschuss und auch schlechtes Material gibt. Meine Aufzählung soll auch keine unumstößlichen Tatsachen darstellen, schließlich gibt es nicht nur schwarz und weiß. Aber sie soll eine Anregung sein und das ist sie glaube ich auch.

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    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann sagte:

      Ich stimme hier bei. Für mich sind es Denkanstöße insbesondere für Leute, die sich überlegen, ob sie sich mit analoger Fotografie mehr beschäftigen sollen.

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    oschmie sagte:

    Wie wärs denn mit einem einzigen Grund? Weil es Spaß macht? Ich kann gut darauf verzichten aber wer möchte; soll er doch. Alles andere halte ich für ziemlich an den Haaren herbei gezogen und besonders das Fass mit der Qualität sollte man nicht mehr aufmachen. Das Rennen ist längst entschieden.

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    • Chilled Cat
      Chilled Cat sagte:

      Den Grund finde ich richtig gut. Weil es Spaß macht.

      Habt ihr schon mal die Gesichter der anderen Touristen (insbesondere der Japaner) gesehen, wenn man vor dem Eiffelturm mit einer Rolleiflex, -cord oder sonst einer TLR fotografiert? Das war schon vor 25 Jahren unbezahlbar.

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      Christian Fehse sagte:

      Der Spaß ist die Hauptmotivation. Und gleich danach kommt für mich der Look der Bilder. Ich kann Bilder, die ich machen will, einfacher und schneller mit Film erzeugen. Andere können das digital, also machen sie auch nur digital. Bei der rein digitalen Fotografie – denn das „Hybride“ ist für mich genauso digital – kommen mittlerweile einige Möglichkeiten hinzu, die ich mit Film nicht habe. Wirklich Low Light Bilder aus der Hand zum Beispiel. Da wäge ich dann ab, was ich für welchen Zweck nehme. Die „Qualität“ des Mediums – was immer das heißt- als Kriterium finde ich völlig irrelevant.

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    Gundram sagte:

    Es ist ein Trugschluß, wenn man sagen würde, dass es bei der Fotografie auf Film keinen „Ausschuss“ gibt. Das war immer so, und wird auch so bleiben. Tatsache ist aber, das die Ausschussrate wesentlich geringer ist, weil in der Regel viel bewusster fotografiert wird. Ich für meinen Teil fotografiere bevorzugt auf analgem Mittelformat. Das ist verglichen mit digitalen Aufnahmen weit überlegen.
    Ich würde die genannten 7 Punkte voll unterschreiben.

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  7. Chilled Cat
    Chilled Cat sagte:

    Ich habe schon viele auf Film angefertigte Bilder gesehen, die im Papierkorb einen passenden Platz gefunden hätten. Die Verwendung von Film als Speichermedium sorgt also nicht automatisch für bessere Bilder.

    Es ist eher andersherum. Menschen, die sich intensiv mit der Fotografie beschäftigen, verwenden eher analogen Film als der Rest der Welt. Das kann dann zu besseren Bildern führen, muss aber nicht.

    Die Verwendung alter Objektive ist nicht an Film gebunden, mit einem geeigneten digitalen Gehäuse und ein paar Adaptern können fast alle jemals für Kleinbildfilm vorgesehenen Objektive verwendet werden. An meiner Sony A7 verwende ich fast ausschließlich Altglas.

    Es sind nicht alle Objektive hervorragend, die vor der Erfindung der Digitalfotografie produziert wurden. Darunter waren auch sehr mittelmäßige und solche mit schlechter Abbildungsqualität. Ich stimme jedoch zu, dass sehr gute manuelle Objektive zu vergleichbar günstigen Preisen gehandelt werden.

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  1. […] die technischen Daten des Bildes angeht, müssen wir nicht viele Worte verlieren – Du hast analog auf Diafilm in Farbe fotografiert und dabei eine Nachtaufnahme ziemlich optimal belichtet, indem Du, wie ich annehme, […]

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