Bewegungsunschärfe: Zwischen zwei Genres

3 Kommentare
  1. Avatar
    Sabine Münch sagte:

    Hallo zusammen,

    danke für die tolle Kritik wieder einmal, Peter.

    Der scharfe Schläger inmitten der unscharfen Spieler irritiert mich enorm. Ich hätte ein scharfes Gesicht, zumindest ein scharfes Trikot erwartet, wenn der Rest des Bildes unscharf ist. Der Fokus auf dem Schläger inmitten all der Unschärfe zerstört für mich die Wirkung des Bildes.

    Vor kurzem hab ich auch Versuche mit langer Belichtungszeit bei Sportbildern gemacht und die Kamera manuell eingestellt. Was auch sonst? Alles andere finde ich viel schwerer nachvollziehbar beim Testen. ;-) Aber jeder ist da wohl anders.
    Viel Erfolg bei weiteren Versuchen!

    Grüße, Sabine

    Antworten
  2. Avatar
    bilderjan sagte:

    Für mich ist das Bild genau richtig! Es soll hier kein klassisches Sportfoto gezeigt werden, sondern eine sportliche/dynamische Aufnahme. Das ist nach meiner Meinung perfekt gelungen. Wichtig ist für mich, dass es wenigstens einen kleinen Schärfepunkt in so einer Aufnahme gibt. Dieser ist mit dem Schläger vorhanden – wo und was letztendlich bei so einer Aufnahme scharf ist ist eigentlich belanglos.
    Die beiden rechten Spieler sind auch noch soweit erkennbar, dass die Sportart zu erkennen ist. Wenn das gesamte Bild in der Unschärfe der beiden linken Spieler erschienen wäre, würde es mir nicht mehr zusagen da dann nichts mehr erkennbar gewesen wäre.
    Ob man bei so einer Aufnahme nun per Belichtungskorrektur und Halbautomatik, oder manuell vorgeht ist vollkommen egal. Mit der Halbautomatik ist man eher auf der sicheren Seite was die Belichtung angeht. Bei der manuellen Einstellung müssen zuerst einige Probeaufnahmen gemacht werden. Letztlich zählt aber nur das Ergebnis – und das passt.

    Antworten
    • Avatar
      Peter Sennhauser sagte:

      Klar, Abstraktion ist noch individueller in der Empfindung als alles andere.
      Was das Vorgehen angeht, bin ich nicht einverstanden – wenn nur das Ergebnis zählt, ist jeder Zufall, der gefällt, ein Kunstwerk.
      In meiner Ansicht steht hinter einem Kunstwerk eine Absicht/Idee/Aussage. Und der Weg zu einer Umsetzung, welche die spürbar macht, führt über Vorstellung, Umsetzungsidee, Konzeption zur Ausführung – und *dann* in den allermeisten Fällen bei den allermeisten Künstlern eine bisweilen jahrelange Reihe von Iterationen, bis das *Ergebnis* der Vorstellung entspricht.
      Ausnahmen bestätigen die Regel.

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.