Buchrezension «Stillleben BRD»: Was vom Leben übrig bleibt

5 Kommentare
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    Rolf Meier sagte:

    Vielen Dank für diese hervorragende Rezension. Sie weist auf ein Werk hin, das ins Zentrum dessen zielt, was mich an der Fotografie in erster Linie interessiert. Das Buch wird mich beflügeln in der Auseinandersetzung mit einem ähnlichen Projekt, das ich schon eine ganze Weile im Kopf trage. Aufgrund dieser Buchbesprechung bin ich überzeugt, dass ich das Buch mit grossem Gewinn anschauen und lesen werde.
    Schöne Grüsse aus Zürich

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    Jürgen sagte:

    Hallo Sofie,

    Danke schön für den guten Tipp. Ich mag a. Fotobücher über alles, vor Allem aber b. diese Form der Fotografie, die hier ausgestellt / im Katalog präsentiert wird.

    Ja, es hat etwas dokumentarisches, und wenn man Fotografie nur aus dem Index heraus versteht, so sind’s natürlich nur die Gegenstände und Räume, die hier abgebildet werden. Aber ich glaube es ist deutlich mehr. Es sind Fotos, die als Sonde wirken. Eine Sonde, die in unserer Wahrnehmungssphäre unsere Erinnerungen, Gefühle und vielleicht auch konstruierte Erwartungen abruft. Du hast das sehr schön damit beschrieben, dass Du die Räume förmlich riechen kannst.

    Das ist das besondere an der Fotografie: dass sie aus ihrem (vermeintlichen) „ich bilde eine vergangene Realität ab“ sehr tief in unser Erinnern und Fühlen eindringen kann. In meinen Augen unterscheidet sie genau das von vielen anderen künstlerischen Formen, die nicht ganz so unmittelbar (weil eben klar ist, dass sie keine unmittelbare Realität darstellen) an uns herankommen.
    Ich werde mir den Band auf jeden Fall mal genauer ansehen.

    Schöne Grüße aus Berlin
    Jürgen

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  1. […] kann es als visuelle Bestandsaufnahme sehen, so, wie in „Stillleben BRD“ (Affiliate-Link) von Christian Werner. Auch diese […]

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