Das Auge umgewöhnen: In anderen Bildern denken

4 Kommentare
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    Alexander Sprinz sagte:

    Hallo Sofie,

    das ist ein sehr interessantes Thema welches Du ansprichst. Seit ein paar Jahren habe ich wieder angefangen mitunter Analog zu „arbeiten“. Arbeiten kann ich fast nicht sagen, denn für mich ist es ja eine Beschäftigung abseits des Broterwerbs. Meist verwende ich eine Minox 35 oder Rollei 35 SE und gelegentlich eine Polaroid Image oder SX70 mit den Impossible Filmen. Seit ein paar Wochen ist eine ca. 70 Jahre alte Zeiss Ikon Nettar 515/2 mit 6×9 Format hinzugekommen.

    Was für mich die größte Umstellung war oder ist, dass man sich mit allen Parametern zwingend auseinandersetzen muss. Kein Autofocus, eine Zeitautomatik bei der Minox, die sehr gerne auch mal satt daneben liegt bzw. alles manuell bei der Nettar mit der „Sunny Sixteen Rule“ als Belichtungsmesser. Alles das sorgt für Entschleunigung, man muss sich mit dem Motiv vorab wesentlich mehr auseinandersetzen als bei den vollautomatischen Digitalen. Und ja, ich denke, letztendlich verändert sich auch die Sichtweise für die Motive. Bei mir, denke ich, ein langsamer Übergang. Am Anfang war ich dann doch noch oft enttäuscht, wenn die Ergebnisse nicht so waren wie ich sie mir vorgestellt hatte. Mittlerweile denke ich dass das schon etwas besser klappt, bereits bei der Auswahl des Motivs muss man sich Gedanken machen, ob sich das überhaupt für Analog eignet.

    Bei meinem letzten Flohmarktfund, der Nettar, ist mir das richtig aufgefallen. In der Kamera war noch ein Film eingelegt, vermutlich, und wie sich später auch herausgestellt hatte, komplett überlagert. Trotzdem habe ich die verbleibenden vier Aufnahmen noch am gleichen Tag gemacht von denen sich letztendlich drei retten ließen. Eines davon ist ein Portrait meines Vaters in der U-Bahn und ich bin überrascht, dass es meiner Vorstellung, welche ich von der Aufnahme hatte, wirklich weitgehend entspricht. Nur leider habe ich den Schärfepunkt nicht ganz erwischt. Vielleicht ist es ja auch eine Bildbesprechung wert ;)

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    Alexander Sprinz sagte:

    Hallo Sofie,

    das ist ein sehr interessantes Thema welches Du ansprichst. Seit ein paar Jahren habe ich wieder angefangen mitunter Analog zu „arbeiten“. Arbeiten kann ich fast nicht sagen, denn für mich ist es ja eine Beschäftigung abseits des Broterwerbs. Meist verwende ich eine Minox 35 oder Rollei 35 SE und gelegentlich eine Polaroid Image oder SX70 mit den Impossible Filmen. Seit ein paar Wochen ist eine ca. 70 Jahre alte Zeiss Ikon Nettar 515/2 mit 6×9 Format hinzugekommen.

    Was für mich die größte Umstellung war oder ist, dass man sich mit allen Parametern zwingend auseinandersetzen muss. Kein Autofocus, eine Zeitautomatik bei der Minox, die sehr gerne auch mal satt daneben liegt bzw. alles manuell bei der Nettar mit der „Sunny Sixteen Rule“ als Belichtungsmesser. Alles das sorgt für Entschleunigung, man muss sich mit dem Motiv vorab wesentlich mehr auseinandersetzen als bei den vollautomatischen Digitalen. Und ja, ich denke, letztendlich verändert sich auch die Sichtweise für die Motive. Bei mir, denke ich, ein langsamer Übergang. Am Anfang war ich dann doch noch oft enttäuscht, wenn die Ergebnisse nicht so waren wie ich sie mir vorgestellt hatte. Mittlerweile denke ich dass das schon etwas besser klappt, bereits bei der Auswahl des Motivs muss man sich Gedanken machen, ob sich das überhaupt für Analog eignet.

    Bei meinem letzten Flohmarktfund, der Nettar, ist mir das richtig aufgefallen. In der Kamera war noch ein Film eingelegt, vermutlich, und wie sich später auch herausgestellt hatte, komplett überlagert. Trotzdem habe ich die verbleibenden vier Aufnahmen noch am gleichen Tag gemacht von denen sich letzendlich drei retten ließen. Eines davon ist ein Portrait meines Vaters in der U-Bahn und ich bin überrascht, dass es meiner Vorstellung, welche ich von der Aufnahme hatte, wirklich weitgehend entspricht. Nur leider habe ich den Schärfepunkt nich ganz erwischt. Vielleicht ist es ja auch eine Bildbesprechung wert ;)

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