Nostalgie-Postkarte: Fotografie braucht Absicht

3 Kommentare
  1. dierk
    dierk sagte:

    ich wünsche mir bei dem Bild etwas mehr „Drama“. Wie schon geschrieben wurde, hätte mehr Kontrast das vielleicht schon gebracht. Für den Himmel wäre natürlich ein Polfilter bei dem Sonnenstand sehr hilfreich.
    Der Standpunkt der Aufnahme sieht aus wie aus dem Stand gemacht. Ich hätte wahrscheinlich das Bauwerk vorne als dominierenden Vordergrund genommen.
    Da ich S/W liebe, wäre es mit Sicherheit ein S/W Bild geworden.
    VG
    dierk

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    Tilman sagte:

    Hallo, ein immer wieder kehrende Frage… gibt es „objektive Beurteilung“ ? :->
    Ein schönes Bild, Maria-Elisabeth. Mir gefällt besonders die Farbe des Sonnen gebadeten Sandes. Bei der Komposition fällt mir auf, dass eigentlich nicht die Ruinen im Vordergrund stehen, mein Blick schweift eigentlich eher diagonal von dem Sand geformten Tal entlang. Die Farbe des Himmels ist „schrecklich“ (vielleicht auch durch die Vignettierung), und der Hintergrund, zu dem mein Blick schweift, langweilig. Das Bild scheint mir auch etwas nach links gekippt zu sein. Mein Fazit: ein fantastisches, atmosphärisches Bild. Aber es fehlt mir irgendwie ein Motiv. MfG, Tilman

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    Jürgen sagte:

    Gibt es überhaupt eine „objektive Beurteilung“? Ich zweifle daran. Fotografie ist etwas, das sich im Wahrnehmungsraum der Betrachter jeweils mit dessen Erinnerungen, Erwartungen und nicht zuletzt mit der aktuellen emotionalen (Wut, Trauer, Freude) oder auch körperlichen (Schmerzen, Hunger, …) Befindlichkeit zusammen seine spezifische Wirkung entfaltet. So eine ganze Vielfalt von Bedeutungen und
    damit auch Beurteilungsstandpunkte erlangt. Das tut es durchaus auch jenseit aller technischen und gestalterischen Elemente der Fotografie. Für mich braucht’s dabei nicht unbedingt das Anliegen der Fotografin. Wichtig ist, dass es eine Wirkung hat. Das es zu berühren vermag. Wenn es das tut, dann ist’s – für mich zumindest – eine gute Fotografie.

    Der entscheidende Satz in der Bildbesprechung dafür ist der letzte: „Mich hat das Bild jedenfalls zurückgeschickt in meine Kindheit und ins Haus meiner Grosseltern – zu den Pyramiden von Gizeh und auf den Ätna.“ Es ist wirksam. Und das zeichnet es aus.

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