Es geht auch ohne: Fotografisch entschleunigen

12 Kommentare
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    Jürgen sagte:

    Ich nehme die Kamera mit, wenn ich weiß, was ich fotografieren will. Das nebenbei-fotografieren funktioniert bei mir nicht. Zwar stelle ich fest, dass es dann häufig *viele* Bilder gibt, aber keine, die mich berühren und/oder die nicht den digitalen Tod sterben.
    Ich habe vorhin mal durch mein LR-Archiv gekuckt und festgestellt, dass die Anzahl der Bilder in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist. Dafür sind Bücher, Drucke und Serien entstanden, die mir etwas bedeuten. Und das thematische hat dabei auch mein Auge geschärft. Wenn ich ein Anliegen habe, dann ist die Kamera bei mir, wenn nicht, genieße ich das Abbilden auf „Neurochrome“ ;-)
    Und was das Entschleunigen anbelangt, da denke ich immer noch (und immer mehr): gute Bilder brauchen Zeit.

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  2. Chilled Cat
    Chilled Cat sagte:

    Bei mir ist es ähnlich wie bei Tilman.

    Entweder gehe ich fotografieren, dann habe ich die Kamera natürlich dabei, oder eben nicht, dann bleibt die Kamera zu Hause. Meistens gehe ich ohne Kamera aus dem Haus. Wenn mir ein schönes Motiv begegnet und ich die Kamera nicht dabei habe, dann gibt’s halt kein Bild. Eine Bildidee, die sich vielleicht später verwirklichen lässt, aber schon.

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    • Chilled Cat
      Chilled Cat sagte:

      Warum sollte ich Fotografieregeln anwenden, wenn ich nicht fotografieren will?

      Ein Fotoreporter hat immer eine Kamera dabei. Ihm entsteht ein finanzieller Schaden, wenn er ein Bild verpasst.
      Ein Ingenieur, der zum Spaß fotografiert, braucht dann nur eine Kamera mitnehmen, wenn er fotografieren will.

    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann sagte:

      Ich meinte die ungeschriebene „Regel“, daß man immer eine Kamera dabeihaben sollte. Und genau das gleiche sagte ich ja auch: wenn es kein Bild gibt, dann eine Bildidee, und das ist oft sogar mehr wert.

    • Chilled Cat
      Chilled Cat sagte:

      Ich habe mir schon gedacht, dass du so eine Regel meinst.

      Wenn man Kamera immer mitnimmt, um auf gar keinen Fall eine Gelegenheit zu verpassen, das muss ja verkrampfte Bilder geben. Aber wer weiß, vielleicht ist das schon eine eigene Stilrichtung.

  3. Avatar
    Tilman sagte:

    Hallo Sofie,
    « Nehmt Ihr Eure Kamera manchmal absichtlich nicht mit ? »
    Das ist eine komische Frage… das ist entweder Masochismus… oder für Dich stellt das Mittragen einer Kamera ein zwanghaftes Verhalten da… LOL
    Ich nehme die Kamera eigentlich immer absichtlich mit, wenn ich halt fotografieren will. Ansonsten bleibt sie zu Hause, und ein Foto-Handy habe ich glücklicherweise auch nicht (solltest Du auch drüber nachdenken :->).
    Vielen Dank für den interessanten und anregenden Artikel!
    MfG, Tilman

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    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann sagte:

      Für MICH ist es kein zwanghaftes Verhalten, aber ich kenne genügend Leute, auf die das zutrifft. Und ich habe zugegebenermaßen schon bessere Instagrams geschossen, als ich mit einer normalen Kamera gemacht habe. Irgendwie komisch, oder. Dann aber auch wieder nicht. Ich weiß, daß ich mit dem Handy bestimmte Möglichkeiten nicht habe, und daher nehme ich es zum Fotografieren nur raus, wenn ich eine wirkliche Absicht verfolge. Ich hoffe, daß das Sinn macht.

  4. Avatar
    Patricia sagte:

    Ich nehme meine Kamera manchmal bewusst nicht mit, bin aber auch schon mit vielen verpassten Motiven bestraft worden und hab mich dann geärgert. Aber es stimmt schon es ist auch schön einfach irgendwo zu sein, besonders einfach ganz entspannt am Meer spazieren, da kommen mir meine besten Ideen.
    Lieben Gruß, Patricia

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