Low Key Porträt-Fotografie: In Gedanken

2 Kommentare
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    kirsten sagte:

    beim beschnitt stimme ich sofie absolut zu, und obwohl ein grosser quadrat-fan bin, hier das 8:10 format. technisch ist das bild sicherlich verbesserungsfähig, aber was ich hier vor allem empfunden habe: ein bild, bei dem mich der mensch interessiert hat. und das hängt nicht nur mit der abgebildeten person zusammen, sondern meiner ansicht nach auch immer mit dem fotografen. deshalb möchte ich das als ermutigung hierlassen – susan, weitermachen :-)

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    Marcus Leusch sagte:

    Es ist nicht einfach, ein gutes Portrait unter Studiobedingungen anzufertigen. Eine einzige Beleuchtungsquelle kann hier durchaus zur Herausforderung werden. Was mir auffällt:

    Das Modell sitzt für eine solche Low-key-Aufnahme viel zu dicht am Hintergrund, der mir noch zu deutlich sichtbar ist. Das Modell sollte also etwa anderthalb bis zwei Meter vom Hintergrund abgesetzt werden. Oder: Durch entsprechende Abschatter (dunkler Karton) vor dem Blitzkopf vermeidet man, dass Licht auf den Hintergrund fällt. Ideallösung wäre ein Blitzkopf + Softbox mit „Grid“ (Wabengitter), das ein sehr genau gerichtetes Licht ermöglicht, ohne den Hintergrund zu beleuchten.

    Das Licht steht hier etwa auf drei Uhr. Damit erzeigt man mitunter nicht sehr schmeichelhafte Schattenverläufe (auch wenn hier ein Diffusor verwendet wurde) und eine Zweiteilung des Gesichts in einen hellen und dunklen Bereich (splitlight). Das mag zwar für gewisse Effekte angebracht erscheinen, wirkt aber bei älteren Personen nicht unbedingt positiv. Besser wäre aus meiner Sicht eine Beleuchtung im 45 Grad-Winkel von vorn, von leicht schräg oben (ebenfalls 45 Grad). Da würde ich nochmal herumexperimentieren.

    Mir erscheint das Licht etwas zu wenig „Kraft“ zu besitzen. Low-Key muss ja nicht heißen, kaum Licht einzusetzen. Wichtig ist vielmehr, die richtige Verteilung (!) von Licht und Schatten. Letztlich sollte die Person aber doch gut erkennbar bleiben, auch wenn hier die denkende Haltung der abgebildeten Frau zur düsteren, die Person umhüllenden Lichtstimmung passen mag.

    Zur Pose: Die Hand im Gesicht ist mir persönlich zu dominant und verdeckt das Eigentliche, worauf es beim Portrait doch ankommt, zu sehr. Das Gesicht hat Ausdruckskraft und Charakter genug, um zu wirken. Und ja: Wie Sofie schon bemerkte, das Bein wirkt etwas aufdringlich. Die dahinter befindliche Hand gibt Rätsel auf.

    

Trotzdem denke ich, die Richtung stimmt für die „ersten Gehversuche“. Ich selbst habe das auch erst einmal zigfach geübt, bevor ich mich in der Lichtführung einigermaßen sicher fühlen durfte. Sehr gut für den Einstieg finde ich auch, erst einmal mit einer einzigen Beleuchtungsquelle zu arbeiten. …

    

Beste Grüße

    Marcus

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