Der Monitor: Fotografie richtig abbilden

4 Kommentare
  1. dierk
    dierk sagte:

    das Thema ist: Fotografie richtig abbilden

    Wie schon erwähnt, sollte dazu auch ein korrekter Weiß- und möglichst auch ein Farbabgleich gehören.

    Ich habe hier 4 Bilder zusammen gestellt, in denen die Unterschiede gut zu erkennen sind.

    Ein Gemüsestand im Eingangsbereich eines Supermarktes. Das Licht war sehr problematisch, eine Mischung aus Tageslicht und verschiedenem Kunstlicht.
    Kamera Leica M9 mit 35mm bei f/4.8 und Basis ISO 160.

    1. Bild: automatischer Weißabgleich aus der Kamera
    2. Bild: Farbkorrektur mit dem durch das Programm des Colorchecker erzeugten Profil
    3. Bild: zusätzlich du dem im 2. Bild genutzten Profil ein Weißabgleich auf das mittlere Graufeld am linken Rand. So soll der WB für Colorchecker gemacht werden, nur die Farbkorrektur reicht wie zu sehen nicht.
    4. Bild: nur Weißabgleich auf das mittlere Grau am linken Rand.

    Es ist zu erkennen, dass die Verwendung nur einer Graukarte schon viel bringt, aber die Farben sind damit nicht korrekt zu erreichen.

    Was meint ihr?

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  2. dierk
    dierk sagte:

    Die wichtige Frage ist, wofür mache ich die Fotos. Wenn sie nur für die Betrachtung am Bildschirm sein sollen, sollte dieser nicht, wie hier ganz treffend geschrieben, das billigste und damit meistens auch das schlechteste Glied in der Kette sein. Von der Zielgruppe Smartphone sprechen wir hier wohl nicht.

    Wenn die Bilder mit dem eigenen Drucker ausgedruckt werden sollen, gibt es noch eine weitere Option, die ich gerne anfügen möchte. Ich habe seit Jahren einen Epson Stylus 3800 und benutze für A2 Drucke fast ausschließlich das traumhafte Papier von Hahnemühle (besonders Photo Rag Pearl). Um korrekte Farben zu erhalten ist eine durchgängige Kontrolle end to end die ideale Lösung. Für die Aufnahmen benutze ich besonders in kritischen Situationen (z.B. Portraits) den Colorchecker Passport. Dieser wird in einer zusätzlichen Aufnahme mit fotografiert und mit einem Plug In in LR wird für diese besonderen Lichtverhältnisse ein Profil erzeugt.

    Zur Kalibrierung des Bildschirmes bis zum gedruckten Papier benutze ich den colormunki. Der wird wie oben beschrieben auch vor den Bildschirm gehängt. Ein Programm läuft dann die Farben durch und erzeugt dabei auch ein Profil für den Bildschirm. Seit vielen Jahren benutze ich zwei Bildschirme, mache das Profil aber nur für den zur Bildbearbeitung benutzten 30″ Dell.

    Dazu kommt aber noch ein Programm, mit dem ein Farbmuster auf das gewünschte Papier gedruckt wird. Dieses wird dann mit dem Scannerteil des colormunki eingescannt. Dann wird daraus ein besonderes Profil für dieses spezielle Papier erstellt, also für jedes Papier und ggf. auch besondere Tinten ein eigenes Profil!

    Das Gleiche habe ich auch für den einfachen Bürodrucker von Canon gemacht, in dem ich billige Tinten und Fotopapiere verwende. Die Ergebnisse können sich auch sehen lassen.

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    • Avatar
      Peter Sennhauser sagte:

      Ich benutze ebenfalls den Colormunki und hatte schon lange vor, mal ein einfaches Tutorial zu schreiben – denn genau das verdient das Gerät, weil es die Kalibrierung des Bildschirms ebenso wie die Erstellung von Farbprofilen für verschiedene Papiere, wie Du sagst, kinderleicht macht.
      der Artikel sollte demnächst mal erscheinen, sowie ich Zeit habe, ihn zu schreiben. Oder, Dierk, Du schreibst ihn zuerst…

    • dierk
      dierk sagte:

      @Peter
      den Artikel schreibst besser du :-)

      Mein 3800 Drucker ist seit einem Jahr teilweise eingetrocknet (die Tinten sind auch teilweise überaltert). Ich habe schon für 150€ neue Tinten eingesetzt, aber jetzt bringt die Reinigung nichts mehr. Es sollte wohl doch mal nach so langer Zeit ein neuer Drucker sein.

      Es ist einfach ein richtiges Hochgefühl, wenn nach langem Auswählen und Bearbeitung dann ein A2 Bild aus dem Drucker kommt! Kann ich nur jedem empfehlen, wenn man auf längere Sicht etwas mehr als ein paar Bilder auf Papier haben möchte.
      Zur Sicherheit mache ich aber zusätzlich meistens Probestreifen wie zu alten Duka Zeiten, 10€ pro Bild ist zu viel, wenn es daneben geht.

      Große Enttäuschung gab es vor einiger Zeit mit 60x90cm Drucken von Whitewall, ich hatte nicht bemerkt, dass die nur das matte Photo Rag anbieten und nicht das seidige Pearl. Ansonsten sind die Prints dort natürlich Profiklasse.

      Vor einiger Zeit hatte ich sogar auf Japanpapier gedruckt, gibt aber u.U. Probleme beim Einzug. Eigener Drucker mit der tollen Auswahl an Papier ist einfach unübertroffen.

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