Fotografie schärfen: Gegen falsch gesetzten Fokus hilft’s nicht

2 Kommentare
  1. Mark Piontek
    Mark Piontek sagte:

    Vielen Dank an Heiko Rau für das eingereichte Bild. Für mich stellt in der hier dargestellten Auflösung die Schärfe kein Problem dar. Ich habe aber auch die Wolke nicht live gesehen.
    Wie Peter in der Bildkritik schon festgestellt hat, besitzt eine Wolke keine scharfen Kanten.

    Der Eindruck von Schärfe in einem Foto ist allerdings nicht allein von der klaren Darstellung einer Kante sondern auch vom Kontrast an der Kante abhängig. Genau das ist der Angriffspunkt an dem die meisten Nachschärfungsalgorithmen ansetzen: Sie detektieren Kanten im Bild und erhöhen dort partiell den Kontrast.
    Es könnte daher auch durch Anhebung des Kontrasts im Bereich der hellen Wolken im Vordergrund z.B. mit Hilfe der Gradationskurve der Schärfeeindruck im Bild erhöht werden. Der Vorteil der Gradationskurve liegt darin, dass der Kontrast durch erhöhen der Steilheit auch selektiv für einen bestimmten Helligkeitsbereich angewendet werden kann.

    Genau die Helligkeit ist in Heikos Bild der Punkt in der sich die Wolke im Vordergrund vom Hintergrund klar unterscheidet. Es ist also recht einfach möglich, den Kontrast nur für die helle Wolke, aber nicht für den dunklen Hintergrund anzuheben. Der Hintergrund soll ja weiterhin unscharf wirken.

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  2. Avatar
    Heiko sagte:

    Hallo Peter,

    „[…] schön gesehen, gar nicht schlecht fotografiert […] ein spannendes Bild.“ – da bin ich als Gelegenheitsknipser doch äußerst zufrieden. Vielen Dank!

    Du stellst noch die Frage zur Diskussion, ob die Schärfe in diesem Bild überhaupt wichtig sei. Nachdem ich Deine Bearbeitung mit den „reduzierten Verwacklungen“ gesehen habe, lautet für mich persönlich die Antwort: ja.

    In Deiner Bearbeitung herrscht dann in dem Bild eine Situation, wie bei einem Portrait: der Hauptakteur ist scharf, der Hintergrund versinkt im Bokeh (also in einem klassichen Portrait-Bild, nicht in meinem Bild). Das verleiht dem Bild noch etwas Tiefe, finde ich. Und es lenkt durch den Schärfe/Unschärfe-Kontrast den Blick nochmal mehr auf das eigentliche Motiv. Und so wirkt es für mich auch nicht nur als Vorschaubild, sondern auch in größeren Abmessungen viel besser.

    Ich nehme für mich mit, dass ich es das nächste Mal mit dem „Sport-Modus“ der Kamera versuche, der ja die kürzeste Verschlusszeit sucht.

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