Poetische Fotografie: Ein Wintertraum

14 Kommentare
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    Lehmann sagte:

    Lieber Dierk,

    Ich danke Dir für Deine freundliche und motivierende Resonanz, Du triffst die richtigen Worte! Mir fallen zu vielen Bildern hier viele Gedanken und Überlegungen ein, doch versuche ich es tatsächlich zu vermeiden, Bilder die mir aus welchem Grund auch immer nicht zusagen, zu kommentieren.
    Denn manches gefällt einfach nicht und wie so vieles ist meistens eine subjektive Sicht- und Herangehensweise damit verbunden.
    Bei mir persönlich kommt noch eine Hochsensibilität dazu, die der Eine mit „überempfindlich“ betitelt, der andere gar nicht weiss was das ist geschweige denn bemerkt.
    Nichts desto trotz ist es eine Fähigkeit und gleichsam eine Unfähigkeit, zumindest was die Zwischentöne und diversen Reizüberflutungen betrifft, in allen verstellbaren Sinnesreizen.
    Das einfach mal zu mir.
    In diesem Bild von Florian sehe ich einen wunderbaren, möglicherweise auch unbeschreiblichen Moment des Innehalten, ein Ankommen, in die Ferne schweifen, verweilen, ein Ruhen im Augenblick, eine Anregung zur Entspannung…Und das ist ja auch „normal “ und menschlich, dass nicht
    JEDE (R) zu diesen Wahrnehmungen Zugang hat.
    Ich finde es ein sehr gelungenes Motiv und über Geschichte und Geschmack lässt sich bekanntlich streiten!
    Ich lasse das Streiten und gehe IN DAS BILD!!!!!
    Schönen Gruss Paula

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    Florian sagte:

    Hat eigentlich jemand auch die Besprechung gelesen oder habt ihr nur das Bild angeguckt?

    Ich mag nicht zickig wirken, aber das Bild als gefällig zu bezeichnen ist so ähnlich wie es als nett zu beschreiben; und nett ist die kleine Schwester von Scheiße. Was prinzipiell ein Eindruck sein kann den man von dem Bild hat. Dann sollte man es auch so Benennen.

    Es geht aber darum, dass ihr lange suchen könnt nach der Geschichte im Bild. Es gibt sie schlicht nicht wenn ihr sie nicht dazu erfindet. Manch einer kann das sehr gut mit solch minimalistischen Kompositionen, manch einer kann es nicht. Vielleicht mag sich auch der eine oder andere nicht darauf einlassen. Alles gut! Aber wie gesagt. ihr findet die Geschichte, wenn, dann in Euch, nicht im Bild
    (klingt jetzt etwas esotherisch/therapeutisch…so ist es nicht gemeint)

    Auf jeden Fall spannend zu lesen wie es anderen mit dem Bild geht -also kommentiert nur weiter so!

    Herzliche Grüße in die Runde
    Florian

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      Richard sagte:

      Die Existenz einer Geschichte wird meistens als Bedingung für gutes Foto gesehen. Ich frage (nicht zum ersten Mal) nach der Notwendigkeit, muss eine Geschichte unbedingt sein? Und wenn sie dann aber so individuell ist, wenn sie nur in den einzelnen Köpfen existiert dann warum sprechen wir überhaupt darüber? Was ist das für ein Kriterium, das eigentlich in Wirklichkeit nicht gibt? Um irgendwas zu erfinden braucht man kein Foto, die Zwerge oder die berühmte weiße Mäuse kann man überall sehen, man macht die Augen zu, die Fantasie wird … Um ein Foto sehen zu können muss man aber die Augen aufmachen, weit aufmachen.
      Ehrlich, ich verstehe das mit der Geschichte im Foto nicht.

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      Lehmann sagte:

      Lieber Florian
      Klare, ehrliche und sinnvolle Gedanken.
      Gut und konstruktiv formuliert.
      Mutig!!!!!
      Paula

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    thomas sagte:

    Hallo dierk
    Ich habe lange und wiederhohlt Dein Bild betrachtet. Keine genaue Ahnung warum, hat es doch ein gewisses Interesse geweckt. Normaler Weise kann ich nichts mit minimalistischen Bildern anfangen, da ich immer auf der Suche nach Geschichten bin. Die ist, wenn überhaupt, eben nur minimal in Deinem Bild vorhanden. Also bleibt mir nichts anderes übrig, den Kopf auszuschalten und dem Bauch die Entscheidungsgewalt zu überlassen und der sagt: Blau ist meine Farbe. Dein Blau ist schön!
    Nur, mir ist es zuwenig, nicht ausreichend. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Bilder wie Deins mir recht schnell langweilig werden. Auf der suche nach Begrifflichkeiten die Dein Bild für mich beschreiben könnten, fällt mir eigentlich nur eins ein: Gefällig. Was prinzipiell nicht schlecht oder falsch ist, nur eben nicht ausreichend für mich.
    lg

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      Richard sagte:

      Hallo Thomas!
      Nach dem Spruch: „Gutes Foto muss Emotionen erwecken“ kommt hier ein weiterer: „Ein Foto muss Geschichte erzählen“. Beide sehr oft gehört und gelesen aber noch nie habe ich rationale und nachvollziehbare (verständliche) Erklärung gefunden.
      Was bedeutet das eigentlich?

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      Richard sagte:

      „Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, bräuchte ich keine Kamera herumzuschleppen.“
      (Lewis W. Hine)

      Ich glaube, für die Geschichten hat man Literatur und Poesie. Fotografie ist eher ein optisches Erlebnis. Ich frage nur, weil ich den Slogan mit den Geschichten in Fotos so oft höre und lese …

    • Avatar
      thomas sagte:

      Hi Richard

      Es gibt 2 wichtige Sachen die ich mir immer wieder versuche vor Augen zu führen, wenn ich Bilder betrachte, um sie zu vermeiden. Das Eine ist der „kategorische Imperativ“ (sollst, musst uvm.) und das Andere sind sprachliche Verbalismen moralischer Herkunft (gut, schlecht, uvm.). Dadurch bin ich einerseits in der Lage Dinge einfach mal stehen zu lassen ohne Bewertung, andererseits resultiert daraus auch keinerlei zwangsläufige Handlungsanleitung und Argumentationsrichtung.

    • Dierk Topp
      Dierk Topp sagte:

      Hallo Thomas,
      um eventuelle Missverständnisse zu beseitigen:
      es ist das Bild von Florian! Ich habe es lediglich besprochen.
      VG
      dierk

    • Avatar
      Richard sagte:

      Außer vielleicht Presse-Fotos sehe ich gerne Fotos ohne Titel und ohne Beschreibung. Ob das Landschaft ist, Macro oder sonst welches Stillleben lieber ohne Informationen, die sogar stören können. Das sind die „Geschichten“ um das Foto und es gibt angeblich noch die „Geschichten“ im Foto. Viele behaupten (sehr viele), dass gutes Foto eine Geschichte erzählen muss. Wie soll man das verstehen?

    • dierk
      dierk sagte:

      liebe Paula,
      schön, dass wenigstens du dieses Bild gesehen hast. Die Anderen interessieren sich ja offensichtlich nur für den Schnappschuss von der alten Brockenbahn.

      Mich würde schon sehr interessieren, warum hier gar nichts kommt. Ist das Bild zu einfach und/oder bietet zu wenig Ansatzpunkte für eine kritische (positive oder negative) Auseinandersetzung??
      VG
      dierk

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    Florian Fahlenbock sagte:

    vorneweg möchte ich sagen, dass es keinesfalls anmaßend von dir ist als Amateur meine Bilder zu beurteilen. Ich weiß gar nicht was das ist, ein Amateur. Von einem Fotografen mit deinen Erfahrungen und deinem Portfolio kann sicherlich jeder noch was lernen!

    Zur Besprechung kann ich nur eines sagen: Danke!

    Ich überlege mir das Bild tatsächlich in groß an die Wand zu hängen. Die Umwandlung in s/w war durchaus auch eine Option für mich, jedoch liebe ich die blaue Stunde und in diesem Fall das satte Winterblau. Daher beließ ich es so wie es ist.

    Nochmals: Danke für die tolle Besprechung des Bildes!

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